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Mini und Micro Lots im FOREX Trading

 

Wenig Zeit? Kurz-Zusammenfassung

  • Als Mini und Micro Lots bezeichnen Trading-Profis Angebote, bei denen Händler weniger hohe Anforderungen für das Eröffnen neuer Positionen erfüllen müssen. Vielfach bieten Broker diesbezüglich spezielle Kontomodelle an und sprechen damit bewusst eher Anfänger im Forex-Trading an
  • Die kleineren Positionen dienen vielen Händlern als günstiger Weg, um neue Orderarten und FX-Instrumente beim Trading zu testen – ohne hohe Einsätze riskieren zu müssen
  • Trader, die ihre Rendite am liebsten über viele kleine Positionen realisieren, müssen sich eingehend und objektiv mit den Handelsgebühren befassen, die mancher Broker nicht nur in Form von Spreads für Orders in Rechnung stellt

Mini und Micro-Lots

Die Grenzen zwischen dem, was Anfänger beim Handel mit Devisen wissen müssen, und den Informationen, die eher für echte Experten Relevanz haben, sind bei genauer Beobachtung an vielen Stellen recht fließend. Diese Aussage lässt sich vor allem im Hinblick auf die Details der Mindestanforderungen an die FX-Trader vonseiten der Online-Broker verdeutlichen. Die Forex-Handel-Erklärung zeigt an dieser Stelle, dass im Regelfall so genannte Standard-Lots als Grundlage für den Handel angesetzt werden. Gemeint ist damit, dass Anleger ein Handelsvolumen von mindestens 100.000 Einheiten einer Basiswährung traden müssen. Dies bedeutet beim Beispiel des Devisenpaars Euro und US-Dollar, dass 100.000 Euro die Basis für das Eröffnen von Positionen sind. Trotz des Handelns mit Leverage – also der Hebelwirkung, die oft den Handel im Verhältnis von 1:400 zum eigenen Einsatz oder sogar mehr erlaubt – sind solche Standard-Lots nicht für jeden Einsteiger ideal. Und an genau diesem Punkt kommen die so genannten Mini Lots und Micro Lots (oder auch Mikro-Lots) im FOREX Trading ins Spiel.

Kleine Positionen erlauben das Testen neuer Orderarten

Diese Lots sehen ein weitaus geringeres Handelsvolumen vor, sind aber nicht bei allen Anbietern im Forex-Broker-Vergleich einsetzbar. An den Anforderungen in diesem Bereich zeigt sich in gewisser Weise auch, welche Zielgruppe Broker ansprechen möchten. So möchten vor allem Einsteiger meist erst mit Mini- und Mikro-Lots im FOREX Trading Erfahrungen sammeln. Fortgeschrittene Händler trauen sich in der Regel auch das Bewältigen größerer Positionen zu. Doch selbst hier können Orders mit geringerem Kapitaleinsatz Abwechslung in den Trading-Alltag bringen, um gerade mit vielen kleineren Positionen Erfolge zu verbuchen. Zum Beispiel im Kontext des so genannten FX Scalpings, bei dem es um das bewusste Ausführen vieler kleiner Transaktionen geht, an deren Ende nach Abzug der Order-Gebühren ein ordentlicher Gesamtgewinn stehen kann – bei guter Vorbereitung und Analyse des Devisenmarktes, der sich durch eine hohe Volatilität auszeichnet.

Devisenmarkt oft von sehr großen Schwankungen betroffen

Währungskurse können je nach Marktlage massiven Schwankungen unterliegen. Um sich mit diesen Bedingungen ohne hohes Risiko vertraut zu machen, eignen sich Mini- und Mikro-Lots ausdrücklich im FOREX Trading. Die Angaben geben sehr genau Aufschluss darüber, welche Dimensionen die eigenen Positionen einnehmen werden. Mühsames Umrechnen entfällt vollständig – zumindest im ersten Schritt. Denn es steht von Anfang an fest, welche Summen Sie in Mini- und Mikro-Lots im FOREX Trading investieren müssen. Die Umrechnung in die Gegenwährung übernimmt natürlich der jeweilige Online-Broker über seine Handelsplattform. Sie investieren in ein Mini-Lot des Devisen-Paars EUR/USD? In diesem Fall handeln Sie im Gegenzug zur Summe von 10.000 Euro die entsprechende Menge US-Dollar auf Basis des aktuellen Wechselkurses.

Übrigens: Über das Mikro-Lot hinaus gibt es teilweise auch das so genannte „Nano-Lot“, bei dem Forex-Trader sogar lediglich 100 Einheiten der Basiswährung handeln müssen. Die Gesamt-Investitionssumme hängt in jedem Fall von der Zahl der Lots ab, die Sie handeln möchten. Hier geht es wiederum um eine einfache Multiplikationsaufgabe: Bei 5 Mini-Lots beträgt die Grundsumme also 50.000 Euro, bei 5 Mikro-Lots geht es um eine Summe von 5.000 Euro.

Ansatz für die Berechnung der Spreads bei Mini- und Micro-Lots

Aus den Fakten zu den Mini- und Micro-Lots im FOREX Trading ergibt sich auch eine Aussage zum jeweils geltenden Pip. Wird über einen der Anbieter aus dem Forex-Broker-Vergleich ein Mini-Lot auf den Weg gebracht, liegt der Wert pro Pip etwa bei 1,00 US-Dollar. Eine Kursveränderung um 20 Pips entspricht also einem Gegenwert von rund 20,00 USD. Solche Informationen sind in erster Linie im Zusammenhang mit der Einrichtung von Extrafunktionen wie Stop-Losses relevant. Trader, die beim Forex-Handel mit Mini-Lot einen Stop-Loss bei 20 Pips einrichten möchten, streben eine Schließung ihrer Positionen bei einem Verlust von 20,00 USD an. Für Micro-Lots gilt entsprechend der Berechnungsgrundlage ein Wert von 0,10 USD pro Pip. Micro-Lots bringen es somit allgemein auch auf ein Zehntel Volumen der Mini-Lots. Der Verlust bei einem Minus von 20 Pips liegt in diesem Fall also bei 2,00 USD.

Auch auf die Höhe der Sicherheitsleistungen kommt es an

Welche Summe Händler am Ende investieren möchten, entscheidet sich beim Blick auf den angebotenen maximalen Hebel bzw. die zugrunde liegende Sicherheitsleistung (Margin). Müssen Kunden eines Brokers eine Sicherheitsleistung von 2,00 Prozent einbringen, beträgt der Mindesteinsatz beim Mikro-Lot nur 20,00 Euro, beim Mini-Lot lediglich 200,00 Euro. Auffallend ist im Online-Broker-Test: Nicht jeder Broker erlaubt den Handel mit Mini- und Mikro-Lots. Beim Vergleich sollten Anleger auch dem Gebührenthema große Aufmerksamkeit widmen. Hier sollten die Kosten für den Handel mit den verschiedenen Lots verständlich präsentiert werden. Idealerweise erfolgt die Umrechnung der Gebühren genau wie bei den Pips jeweils mit dem 10-Fachen. Anders gesagt: Die Gebühren fürs Mini-Lot sollten zehnmal so hoch wie beim Mikro-Lot, bei Standard-Lots zehnmal so hoch wie beim Mini-Lot ausfallen.

Höhere Trading-Gebühren bei kleinem Order-Volumen?

Was logisch klingt, ist in der Realität eben nicht immer sichergestellt. So erhebt mancher Forex-Broker bei genauer Betrachtung durchaus gerne höhere Gebühren auf die kleineren Lots – mit der Begründung, dass der technische Aufwand keineswegs geringer ausfällt als bei größeren Volumina. Trader sollten sich also die individuell geltenden Konditionen vor Augen führen, weil die Gebühren pro Lot durchaus ein sehr wichtiger Faktor für den späteren Gewinn sind. Nicht jeder Broker und jede Handelsplattform erlaubt Tests mit kleineren Positionen, sondern mancher verlangt von Ihnen direkt den Einstieg über die Standard-Lots. Experten loben den kleinen Ansatz aber als gute Gelegenheit, um insbesondere kleinere Konten gegen frühzeitige hohe Verluste zu schützen.

sebastianhell1

Mein Fazit

Zu den Trading-Varianten der Mini- und Mikro-Lots ist nach dem genauen Vergleich der Forex-Broker zweierlei zu sagen. Aus technischen Gesichtspunkten bieten die geringeren Order-Anforderungen in Form von nur 10.000 oder 1.000 Einheiten der Basiswährung Gelegenheit für FX-Anfänger, die keine hohen Einsätze und entsprechend hohe Risiken eingehen möchten. Dies mag im Einzelfall für Fortgeschrittene und Profis gerade im Rahmen des so genannten Spread-Bettings ebenfalls ein guter Weg sein, um mit vielen kleineren Positionen ordentliche Gesamtgewinne zu erwirtschaften. Zugleich gilt es bei einer umfassenden Forex-Handel-Erklärung zu beachten, dass Broker beim Trading mit Währungspaaren und Devisen allgemein oftmals höhere Handelsgebühren erheben, um auf diesem Wege hohe Umsätze zu realisieren. Viele geringe Gewinne aus dem Handel mit FX-Mini- und Micro-Lots führen aus diesem Grund nicht zwingend in jedem Fall zum selben Ergebnis wie wenige große Transaktionen mit dem gleichen Handelsvolumen.