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Trading-Unterschied FOREX und CFDs

 

Wenig Zeit? Kurz-Zusammenfassung

  • Forex-Händler wissen auf Basis ihres Einsatzes und des (eventuell) genutzten maximalen Hebels, welche Gewinne und Verluste möglich sind. CFD-Trader sind diesbezüglich in vielen Fällen eher dem Zufall und Verlustrisiken ausgesetzt
  • Der Devisenhandel erfolgt weitgehend außerbörslich und an digitalen Handelsplätzen, während die Differenzkontrakte bei CFDs größtenteils auf Basis börsengehandelter Instrumente wie Aktien oder Indizes gehandelt werden
  • Die für Devisen-Händler relevanten Nachrichten fallen weniger umfangreich aus als im CFD-Sektor, für den genau genommen fast alle politischen/wirtschaftlichen News von Bedeutung sein können – je nachdem, in welchem Bereich Händler Differenzkontrakte traden

CFD & FOREX

Forex Trading oder mit CFDs handeln? Vielleicht sogar binäre Optionen oder andere Derivat-Modelle nutzen? Viele Angebote bieten laut Medienberichten beachtliche Rendite-Chancen, wenn Trader nur die richtigen Entscheidungen treffen. Um genau dies zu bewerkstelligen, braucht es mehr als ein gewisses Grundverständnis für die verschiedenen Fachbegriffe. So zeigt sich mitunter auf Nachfragen, dass viele Trader gar nicht genau wissen, was die verschiedenen Trading-Bereiche auszeichnet und worin die Risiken bestehen. Welcher Unterschied zeichnet FOREX Trading aus gegenüber CFDs, also so genannten Contracts for Difference oder Differenzkontrakten? Was muss ich wissen? Selbst bei manchen Forex-Brokern oder CFD-Anbietern finden sich eher sehr komplizierte Aussagen zu Unterschieden und Ähnlichkeiten. Umso wichtiger ist es also, dass Sie an dieser Stelle nachvollziehbare Informationen zu dieser Frage erhalten. Strategisch gesehen kommen bei beiden Investitionsmodellen oftmals ähnliche Ansätze zum Einsatz.

CFDs und Devisen-Instrumente vergleichbar schwankungsanfällig

Vielfach finden sich in Erklärungen zu den Unterschieden beim Trading von Forex zu CFDs Aussagen dazu, dass CFDs volatiler seien als Instrumente des Devisenmarktes. Dies würde bedeuten, dass CFDs deutlich anfälliger für Schwankungen der Kurse wären als FX-Werte. Diese Aussage ist nur bedingt zutreffend, und zwar aus mindestens zwei Gründen. Zum einem bietet der Markt eben auch die Chance, CFDs auf Devisen zu traden. Auf der anderen Seite ist der Devisenmarkt an sich der volatilste Finanzmarkt weltweit. Hier sind oft innerhalb kürzester Zeit massive Kursschwankungen zu beobachten. Tatsächlich gibt es Phasen, in denen die Abweichungen der CFD-Kurse unter vergleichbaren Umständen deutlicher ausfallen als die Schwankungen am reinen FX-Markt. Eine eindeutige Parallele zwischen FX- und CFD-Werten ist darin zu sehen, dass die hohe Volatilität Tradern in beiden Fällen neben Risiken auch stattliche Rendite-Möglichkeiten einbringt.

FX-Trader kennen normalerweise die drohenden Verluste

Ein Unterschied zwischen Forex- und CFD-Positionen ist darin zu sehen, dass Devisenhändler im Moment der Positions-Eröffnung genau wissen, welche Verluste ihnen im Ernstfall entstehen. Das Gleiche gilt zugleich für den angestrebten Gewinn, der mit einer Position realisiert werden kann. Auf den Handelsplattformen nennen Online-Broker Gewinne und Verluste ohne Wenn und Aber. Dass der vollständige Einsatz verloren geht, wie es beim Handel mit CFDs auch binnen weniger Minuten denkbar ist, ist beim Forex-Handel eher nicht die Regel. Der wohl offensichtlichste Unterschied: FOREX und CFDs werden auf verschiedenen Wegen getradet. Will man den Devisenmarkt genauer erklären, könnte man sagen: Das FX-Trading erfolgt weitgehend auf einem künstlichen, digitalen Markt, statt in klassischer Weise an einer Präsenzbörse oder Referenzbörse. In diesem Punkt unterscheiden sich die Instrumente aus den Sparten Forex und CFDs in auffälliger Form.

Wie funktionieren die Systeme der meisten CFD-Broker?

Das Marktmodell beim Trading von CFDs sieht eine direkte Ableitung der Kurse von den erwähnten Referenzbörsen vor. Grundlage für die CFD-Kurse sind die jeweiligen Basiswerte, die oft auch als Underlyings bezeichnet werden. Auch bei der Ausrichtung der Handelssysteme der Online-Broker zeigen sich in vielen Fällen Unterschiede zwischen Forex und CFD Trading. Broker für den Handel mit Differenzkontrakten sind häufig so genannte DMA-Anbieter – die Abkürzung steht für „Direct Market Access“. Hierbei erhalten Händler die Möglichkeit, gewünschte Orders ohne Umwege in die börslichen Auftrags- oder Orderbücher zu platzieren. Die Ausführung erfolgt dabei zwar oftmals im Format eines Market Makers (der CFD-Broker tritt beim Handel als Gegenpart zum Trader auf). Da sich die Kurse der CFDs jedoch auf Basis der Marktentwicklung verändern, hat dies kaum Einfluss auf die abgerechneten Kursveränderungen.

Handelsaktivitäten am Devisenmarkt bestimmen die Forex-Kurse

Die Kurse beim Forex-Handel ergeben sich aus den typischen Fakten, also aus dem Angebot auf der einen Seite und der Nachfrage auf der anderen Seite – und somit ohne etwaige Markt-Ableitungen. Die Mehrheit der Anbieter im Forex-Broker-Test stellt Angebot und Nachfrage im Interesse ihrer Händler gegenüber, sie sind aber nicht selbst in Ankauf und Verkauf involviert, wie dies bei CFD-Brokern oft gegeben ist. Allerdings: Sowohl beim CFD- wie beim FX-Handel gibt es Kassa-Geschäfte sowie „Futures“, also Investitionen auf zukünftige Kursentwicklungen. CFD-Trader setzen stets auf einzelne Instrumente – am Devisenmarkt sind dagegen grundsätzlich zwei Währungen in Transaktionen involviert: Während eine Währung gekauft wird, wird die andere unter Berücksichtigung des Umtauschkurses verkauft. Die Spreads, die Broker berechnen, sind bei CFDs und Devisen-Trades vergleichbar.

Forex-Broker nennt geringere Hebelwirkungen

Ähnlich lesen sich die Modelle der FX- und CFD-Broker im Hinblick auf die Mindestanforderungen wie die erforderliche Ersteinlage für die Kontoeröffnung. Auch einen Mindesteinsatz findet man in den AGB der Broker aus beiden Bereichen. Dabei setzen viele Broker für den CFD-Handel teilweise eine Nachschusspflicht an, wenn die Kursschwankungen größer als erwartet ausfallen. Diese Pflicht entsteht, wenn die hinterlegte Sicherheitsleistung verbraucht ist und Trader im großen Umfang mit Hebelwirkung handeln. Beim Forex-Broker kennt man, wie bereits gesagt, den zu befürchtenden Verlust als Ergebnis einer falsch ausgerichteten Position, obwohl hier ebenfalls in einem gewissen Umfang auf die Leverage-Wirkung (maximaler Hebel) gesetzt werden kann. Die Hebel-Werte aber fallen beim durchschnittlichen CFD-Anbieter oft höher aus.

Klar ist, dass eindeutige Aussagen zum Trading-Unterschied zwischen FOREX und CFDs keinen Rückschluss auf die Qualität der Systeme zulassen. Eher geht es um die individuellen Wünsche ans Trading-Angebot, die über das Für und Wider entscheiden.

Nur Devisenkurse und Marktnachrichten für Forex Trading relevant

Einer der offensichtlichsten Unterschiede zwischen den Angeboten von Devisen- und CFD-Brokern zeigt sich im Online-Vergleich im Bereich der handelbaren Basiswerte bzw. Instrumente. Oftmals ist die Auswahl der Werte bei Forex-Brokern eher nicht als umfangreich zu bezeichnen. Dies erklärt sich aus der Begrenzung auf Instrumente am Devisenmarkt. Aufgrund der Internationalisierung des FX-Marktes steigt allerdings die Vielfalt zunehmend.

CFD-Broker wiederum bieten Differenzkontrakte aus den Bereichen Devisen, Rohstoffe, Indizes und Aktien an, zum Teil auch aus weiteren Sparten. Dies birgt im nächsten Schritt die Chance, im Grunde jederzeit Gewinne in wenigstens einem der Bereiche realisieren zu können. Das soll nicht darüber hinwegtäuschen, dass Forex-Trader in guten Momenten ebenso von kurzfristigen Schwankungen profitieren können. Ein solcher Moment sind beispielsweise Korrekturen des bisherigen Leitzinsniveaus durch eine Zentralbank.

Welche Vorteile und Risiken Forex-Broker im Vergleich aufweisen, entnehmen Sie als Trader mit CFD-Erfahrungen am besten einer Simulation bzw. einer verständlichen Erklärung zum Forex-Trading. So entwickeln Sie als Händler auch am schnellsten ohne gravierendes Minus auf dem FX-Konto eine passende Forex-Strategie, die Sie vermutlich nicht vergleichbar beim Handel mit CFDs nutzen können.

sebastianhell1

Mein Fazit

Will man die Angebote von Forex- und CFD-Anbietern vergleichen, kommt man nicht umhin, auch die Parallelen zu benennen. Beide Handelsbereiche erlauben Tradern oft das Trading mit Hebelwirkung. CFD-Broker arbeiten hierbei jedoch oft mit größeren Werten und sehen im Normalfall nicht selten eine Nachschusspflicht vor, sollten die gehandelten Basiswerte deutlich von den Erwartungen der Trader abweichen. Devisen-Broker verzichten meist auf diese Maßnahmen, und so stehen die maximalen Verluste vorher genau fest. Gerade im Bereich der für den Handel nutzbaren Instrumente erscheinen Forex-Broker im Test meist deutlich bescheidener. Dies liegt natürlich daran, dass CFD-Händler mit Werten aus verschiedenen Marktsparten (auch vom Devisenmarkt) traden können, während Investitionen im FX-Sektor nur auf Basis von Währungspaaren erfolgen. Dies macht den Handel mit Devisen nicht zuletzt aber auch Anfänger-gerecht, weil Händler so nicht direkt die Übersicht über die Möglichkeiten verlieren.