Forex Spreads – der wichtigste Gebührenaspekt beim Devisenhandel

 

Wenig Zeit? Kurz-Zusammenfassung

  • Gebühren können Trader am Forex-Markt in unterschiedlicher Form ausmachen, wenn sie sich präzise mit den geltenden Konditionen der Betreiber aus dem Online Broker Test befassen. Die Spreads – also die Differenzen zwischen dem Kauf- und Verkaufspreis am Devisenmarkt – gehören zu den Standard-Kosten
  • Im Broker-Vergleich finden sich vor allem Anbieter, bei denen Spreads fix abgerechnet werden. Alternativ können Trader aber auch Brokern den Vorzug geben, bei denen Spreads flexibel und auf die Markt-Veränderungen abgestimmt kalkuliert werden. Ständige Aktualisierungen zeigen sich letztlich bei allen Anbietern
  • Die Forex Spreads fallen bei den meist gehandelten Devisenpaaren mit Beteiligung von US-Dollar oder Euro am geringsten aus, im Falle exotischer und weniger gefragter Werte ist an dieser Stelle generell mit höheren Gebühren zu rechnen

FOREX Spreads

Händler, die mit Devisen Gewinne erzielen möchten, müssen generell zur Kenntnis nehmen: Der Forex-Broker-Vergleich bestätigt, dass natürlich jeder Anbieter selbst etwas am Engagement der Kunden mitverdienen möchte. Kostenlos werden die Handelsplattformen, der Handel mit Hebelwirkung, die mehr oder weniger umfangreiche Palette der Orderarten sowie ein guter Service in deutscher Sprache eben nicht angeboten (viele Broker haben ihren Sitz im europäischen Ausland, weshalb die Support-Sprache durchaus ein Auswahlkriterium sein kann). Die drängende Frage ist deshalb eher: Wie hoch fallen die Gebühren beim FX-Trading aus und an welcher Stelle berechnen Online-Broker Nebenkosten beim Handel? Zwangsläufig landet man in diesem Zusammenhang bei den Forex Spreads, die neben einigen anderen Kostenfaktoren im Grunde die Haupteinnahmequelle für Broker sind.

Bei regelmäßigen Aktivitäten ist die Spread-Höhe besonders wichtig

Forex Spreads sind neben Kommissionen, die selbst der beste Forex-Broker oft zumindest teilweise im Auftrag der Handelspartner an seine Kunden weiterreicht, und potentiellen Gebühren für den Zahlungsverkehr der dritte elementare Bestandteil eines jeden Gebührenmodells. Aber was genau ist der Spread eigentlich? Dies wiederum ist relativ schnell erklärt: Als Forex Spread bezeichnet man allgemein die Differenz zwischen dem Kaufpreis und dem Verkaufspreis. Dieser preisliche Unterschied ist beim Trading in vielen Fällen der einzige Gebührenaspekt. Dies bedeutet keineswegs, dass Broker, die keinerlei weitere Kosten in Rechnung stellen, automatisch zur Spitzengruppe der besten Provider im Online-Broker-Vergleich gehören müssen. Je nach Höhe der Spreads auf Forex-Instrumente kann ein solcher Anbieter durchaus eher zu den kostspieligen gezählt werden. Sagen lässt sich an diesem Punkt, dass Spreads normalerweise zu den obligatorischen Gebühren gehören. In einigen Fällen können vor allem Vieltrader, die ständig größere Summen am Markt für Devisen bewegen, eventuell gegen eine Pauschale ab 0 Pips traden. Dies aber ist eher selten der Fall.

Der besagte „Pip“ ist dabei die übliche Größe, in der Broker auch Forex Spreads angeben. Klassisch werden Devisenkurse ja bis auf die vierte Nachkommastelle angegeben, die einem Pip entspricht.

Ein Beispiel: Steigt der Kurs des Devisenpaars EUR/USD von 1,3570 auf 1,3575, entspricht dies einem Kursanstieg um 5 Pips.

Transparente Spread-Angaben machen den Broker-Vergleich einfach

Seriöse Dienstleister erteilen offen und ehrlich Auskunft, welche Gebühren auf Händler in spe zukommen. Je aufwendiger es ist, die Spreads in Erfahrung zu bringen, desto weniger ratsam ist die Kontoeröffnung aus Trader-Sicht. Auf der anderen Seite sollten Händler ohnehin erst dann auf die Handelsangebote eines Brokers vertrauen, wenn sie dessen Spreads mit denen möglichst vieler Mitbewerber verglichen haben. Dabei kann im Einzelfall herauskommen, dass die ausdrücklich nicht erhobenen Kommissionen genau genommen eben doch berechnet werden, da sie in die Forex Spreads mit einfließen. Wissen müssen Trader weiterhin: Der Forex Spread als Abweichung zwischen dem so genannten Geldkurs (Kaufpreis) und Briefkurs (Verkaufspreis) ist keine Gebühr, die allein auf realisierte Gewinne bezogen abgerechnet wird. Waren Positionen ein Misserfolg, verlieren Forex-Trader nicht nur ihren Einsatz, sie müssen auch trotzdem die Gebühr entrichten. Dieser Tatsache müssen sich Anleger generell bewusst sein.

Gewinne entstehen nach Ausgleich der Gesamtgebühren

Um einen Gewinn erzielen können, braucht es also eine Kursveränderung, die mindestens 1 Pip höher als die berechneten Forex Spreads ausfällt. Solche Spreads fallen nicht nur an, wenn Sie mit einer Forex-Strategie am Devisenmarkt agieren. Auch in anderen Bereichen des Finanzmarktes (zum Beispiel Optionshandel oder CFD-Trading) sind Spreads eine wichtige Basisinformation für einen Online-Broker-Test. Die Berechnung der Forex Spreads wiederum kann auf mindestens zwei Wegen erfolgen. Mancher Broker arbeitet mit variablen Spreads, die ständig auf Basis der neuesten Marktveränderungen aktualisiert werden. Dies kann ein Vorteil und Nachteil zugleich sein. Wird ein Order-Auftrag ausgeführt, können die Spreads möglicherweise dazu führen, dass der erhoffte Gewinn geringer ausfällt, als sich dies FX-Trader eigentlich vorgestellt haben.

Broker setzen Spreads auf verschiedene Weisen an

Gerade in weniger volatilen Phasen des Marktes heben Forex-Broker die Spreads gerne an. Die Alternative zum variablen Abrechnungsmodell sind fixe Spreads. Hier wissen die Händler jederzeit zuverlässig, welche Kosten diesbezüglich entstehen. Für die eigenen Forex-Erfahrungen und das Erlernen einer lukrativen Strategie sollten Anleger abschließend wissen, dass das Trading mit „Minors“ und exotischen Devisenpaaren meist mit höheren Spreads einhergeht. Wer mit den „Majors“, den meist gehandelten Währungspaaren tradet, tut dies im Regelfall zu eher günstigen Konditionen. Oft liegen die Spreads hier im Bereich von sogar nur 2,00 Pips. Dass ein Anbieter, der sich als bester Forex-Broker etablieren möchte, möglichst geringe Gebühren kalkuliert, liegt in der Natur der Sache.

sebastianhell1

Mein Fazit

Die Spreads sind der erste und wichtigste Gebühren-Punkt, der im Normalfall in einem Forex-Broker-Test Erwähnung findet. Der Grund ist darin zu sehen, dass gerade die Abrechnung der Spreads – als Differenz zwischen dem Kauf- und Verkaufspreis – große Auswirkung darauf hat, ab welchem Gewinn Positionen für Trader tatsächlich eine Rendite bedeuten. Denn erst wenn ein Gewinn die Gebühren vollständig abdeckt, steuern Händler in die erhoffte Gewinnzone. Dies müssen Trader stets im Hinterkopf behalten, um neue Orders mit Blick auf das passende Rendite-Verhältnis aus Gewinnen und Handelskosten zu erreichen. So kann es dazu kommen, dass Trader die Daten zu den Spreads von Anfang an bei der Auswahl der Devisenpaare einbeziehen. Teilweise lohnt es sich, vor allem bei variablen Spreads flexibel zu agieren und die aktuelle Marktlage zur Basis für die eigenen Entscheidungen zu machen.

Autor: RP