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Finanzierungsgebühren (Swaps) bei FOREX

 

Wenig Zeit? Kurz-Zusammenfassung

  • Vielfach beschäftigen sich Trader im Broker-Vergleich einzig und allein mit den Spreads als Gebührenaspekt – ein Fehler, denn gerade bei Leerverkäufen und dem so genannten Wochenendhandel treten oft mehr oder weniger hohe Finanzierungsgebühren in Form von Swaps auf
  • Die Abrechnung kreditbasierter Orders erfolgt von Seiten der Broker üblicherweise zu den tagesaktuellen Zinssätzen am Markt. Längere Haltezeiten führen aus diesem Grund zwangsläufig zu steigenden Finanzierungskosten, was am Ende die realisierten Gewinne reduziert bzw. die Verluste nochmals steigen lässt.

Swaps

Auch Anleger im Devisenhandel sind nicht vor etwaigen Nebenkosten gefeit. Dies ist ein verbindendes Element mit anderen Anlagemodellen an den internationalen Finanzmärkten. Wie immer spielen die so genannten Finanzierungsgebühren im Forex-Broker-Vergleich eine Rolle bzw. sollten sie dies tun, damit von den erzielten Gewinnen möglichst viel für die FX-Händler selbst übrig bleibt. Ein Gebührenaspekt sind die bereits an anderer Stelle thematisierten Spreads. Auch Punkte wie Gebühren für den Zahlungsverkehr müssen im Online-Broker-Test berücksichtigt werden, damit man Kunde des optimalen Forex-Brokers wird durch die Eröffnung eines Händlerkontos. Mindestens ebenso wichtig sind die „Swaps“ als Finanzierungskosten bei Forex-Anbietern.

Die Begriffe „Finanzierungskosten“ und „Finanzierungsgebühren“ sind im Grunde äquivalent nutzbar. Im Folgenden soll es um die Erläuterung der genauen Hintergründe der Kosten für die Finanzierung von Devisen-Positionen gehen. Swaps fallen als Gebühren nur in besonderen Fällen an, bei denen es um die Handelszeiträume geht.

Zinskosten lassen Gewinne beim Trading sinken

In diesem Rahmen kommt man automatisch auf Zinsen zu sprechen, denn darum handelt es sich genau genommen bei den besagten Finanzierungskosten. Verknüpft sind die Kosten für die Finanzierung mit der Verwendung des vom FX-Broker angebotenen maximalen Hebels. Die Hebelwirkung bedeutet bei genauer Betrachtung nichts anderes, als dass sich die Händler Kredite über ihren Trading-Anbieter leihen. Und für diese Kreditsummen berechnen Broker ebenso Gebühren bzw. Zinsen, wie es im Falle der Kreditaufnahme über eine normale Bank der Fall wäre. Die Finanzierungsgebühren sind somit wie alle anderen Kostenfaktoren ein unverzichtbarer Punkt auf der Checkliste im Broker-Vergleich wie auch bei der Berechnung der tatsächlich realistischen Rendite im aktiven Handel mit Devisen.

Beim Verkauf können Zinsumsätze erzielt werden

Diesen Kostenfaktor muss also jeder Anleger in seiner Kalkulation berücksichtigen, wenn es um die mögliche Rendite geht. Allerdings gibt es Broker, die vor allem im CFD-Sektor mit Finanzierungsmodellen werben, die 0,00 Prozent in bestimmten Bereichen wie Indizes oder Aktien anbieten. Solche Offerten sollten genau geprüft werden. So besteht die Gefahr, dass die an diesem Punkt ausbleibenden Einnahmen an anderer Stelle durch höhere Finanzierungskosten wieder ausgeglichen werden, beispielsweise über die Spreads auf Major- und Minor-Währungen. Gezahlt werden die Swaps, wenn Trader eine Long-Position eröffnen, also im Falle einer Kauforder. Werden Short-Positionen ausgeführt, leihen sich die Trader schließlich kein Geld vom Forex-Broker. Vielmehr ist in diesem Zusammenhang darauf hinzuweisen, dass beim Verkauf von Devisen über den Forex-Broker sogar tagesaktuelle Zinsen gutgeschrieben werden (innerhalb Europas weitgehend auf Basis des Euribor-Zinssatzes).

Langes Halten von Position führt zum Anstieg der Finanzierungskosten

Wird eine Position offen gehalten, entscheidet die Haltezeit über die genauen Finanzierungsgebühren. Und genau an diesem Punkt kommen die so genannten „Swaps“ ins Spiel. In nahezu jeder Erklärung zum Forex-Handel tauchen Hinweise zu den Möglichkeiten zum Halten von Positionen über Nacht auf. Der „Overnight“-Handel kann ebenso riskant wie rentabel sein, gerade Anfänger sollten aber das Risiko im Blick behalten. Hier werden bei einer längeren Haltedauer Tag für Tag zusätzliche Finanzierungsgebühren als Swaps erhoben. Zinssätze von etwa fünf Prozent (auf Basis des aktuellen Tagesgeldzinssatzes Euribor) und Zinsaufschläge vonseiten der Handelsplatzbetreiber und Forex-Broker sind keineswegs unüblich. Die Zinsberechnung erfolgt natürlich aufs Jahr gerechnet. Grundlage für die Kalkulation ist dabei nicht der eigene Einsatz, sondern der Gesamteinsatz – also die Summe, die Devisen-Trader über den maximalen Hebel investieren. Bei einem maximalen Hebel von 1:200 bzw. 200:1 und einem Einsatz von 50,00 Euro ergibt sich im Maximum ein Einsatz von 10.000 Euro. Auf diese Summe werden die Finanzierungsgebühren erhoben. Die genauen Beträge pro Haltetag lassen sich bei solch runden Summen einfach berechnen.

Beispielrechnung:

Eigener Einsatz 50,00 Euro x maximaler Hebel 200 = 10.000 Euro

5,00 % Zinsen auf 10.000 Euro = 500,00 Euro jährlich

500,00 Euro / 365 Tage = 1,369 Euro

Haltekosten können schnell berechnet werden

Ein Forex-Trader würde danach im Beispiel pro Tag über die Swaps eine Gebühr von rund 1,37 Euro zahlen müssen. Auf eine Haltezeit von einer Woche bezogen, ergibt dies etwa eine Summe von 9,59 Euro. Diese Finanzierungsgebühren sind insofern von Bedeutung für die Forex-Strategie, weil sie die gesamte erreichbare Rendite beeinflussen: Geringere oder entsprechend höhere Kosten an dieser Stelle können einen vermeintlich günstigen oder teuren Forex-Broker in einem anderen Licht erscheinen lassen. Geringere Finanzierungsgebühren und Swaps machen einen Normalanleger nicht gleich zum Forex-Millionär. Auf längere Zeit gesehen können aber Gewinne sehr wohl höher ausfallen, wenn die Gebühren auf FX-Instrumente etwa durch einen Broker-Wechsel merklich geringer ausfallen.

Moment der Kursstellung muss berücksichtigt werden

Genau hinsehen sollten Trader nach professionellen FX-Erfahrungen bei den tatsächlichen Kosten, da die Swaps und andere Nebenkosten beim FX-Trading je nach Instrument und Broker variieren können. Und auch die Zeitspanne zwischen Kurs-Aktualisierungen sollten Händler beim Broker-Test berücksichtigen. Sinnvoll ist eine regelmäßige Prüfung der Konditionen, damit nicht aus Unwissenheit überraschend deutlich höhere Finanzierungsgebühren in Rechnung gestellt werden als noch beim Forex Trading am Vortag. Auf der anderen Seite sind Swaps am Devisenmarkt weiterhin Transaktionen, bei denen zwei Devisen zum Zeitpunkt x getauscht und zum Zeitpunkt y wieder zurückgetauscht werden. Der spätere Wechselkurs ist vorab nicht bekannt.

Denn die Kurse werden vorab zwischen den Handelspartnern vereinbart. Im Falle des klassischen Handels über Forex-Broker, wie ihn normale Anleger betreiben, geht es beim Swap um die Zinsen, die im Falle eines „Rollover“ (Halten über Nacht) erhoben bzw. gutgeschrieben werden.

sebastianhell1

Mein Fazit

Es sind vor allem die berechneten Zinsen bei FX-Ankäufen auf Kreditbasis sowie bei längeren Haltezeiten, die beim Devisenhandel zu Finanzierungsgebühren führen. Diese können im Forex-Broker-Test je nach Vermögenswert und Orderart verschieden hoch angesetzt sein. Die erfolgreichsten Anbieter der Branche setzen die Swaps (wie auch Spreads) insbesondere bei den meist gehandelten Werte gering an. Je exotischer die ausgewählten FX-Instrumente, desto eher sollten Händler beim Devisen-Trading auf einen raschen Anstieg der Finanzierungskosten und Gebühren vorbereitet sein. Ein genauer Vergleich der Online-Broker sollte schon aus diesem Grund immer wieder vorgenommen werden. Oft kann ein Wechsel aufgrund von geringeren Gebühren als beim bisherigen Betreiber bessere Renditen zur Folge haben.