Kundenschutz bei FOREX Brokern

 

Wenig Zeit? Kurz-Zusammenfassung

  • Ähnlich wie im Bereich der Regulierungen durch staatliche Finanzaufsichtsbehörden stoßen Händler im Vergleich und Test der FOREX Broker auch beim Kundenschutz und insbesondere bei der Einlagensicherung auf sehr deutliche Unterschiede
  • In vielen Ländern gibt es zumindest eine gewisse Vorgabe vom Staat, wenn es um die Einlagensicherung im Falle einer Broker-Insolvenz geht. Wichtig ist für Kunden im ersten Schritt bereits die strikte Trennung von Broker- und Kundengeldern
  • Vor allem britische, US-amerikanische und deutsche Online-Broker bieten ihren Händlern vielfach einen sehr guten Kundenschutz, der teilweise weit über die gesetzlich vorgeschriebenen Maßnahmen hinausgeht. Gerade Banken, die als Broker auftreten, sind hier beispielhaft zu nennen

kundenschutz bei forex brokernZur Tatsache, dass Kunden für ihr Trading-Schicksal selbst verantwortlich sind, müssen nicht viele Worte verloren werden. Denn natürlich liegen die Entscheidungen grundsätzlich beim Händler, ob nun im positiven oder negativen Sinne. Welchen Einsatz kann ich mir leisten und welches Risiko möchte ich eingehen? Diese Fragen können Anleger nur individuell beantworten. Zum Kundenschutz bei Forex-Anbietern aus dem Online-Broker-Test treten jedoch interessante Hilfestellungen in Erscheinung, die bewusst als Möglichkeit zur Risiko-Einschränkung bei der Ausführung von Orders dienen können. Gemeint sind damit ganz ohne Frage Orderarten vom Format „Take Profit“, „Stop Loss“ sowie „Buy“- und „Sell“-Limits, mit denen FX-Trader gezielt bestimmen können, welche Gewinne sie anstreben und welche Verluste sie maximal hinnehmen möchten.

Zusatzfunktionen bieten im Insolvenzfall keinen Kapitalschutz

Solche Extras gehen zum Teil mit sinkenden Rendite-Aussichten einher, wb wobei mancher bereit ist, sie gerne in Kauf zu nehmen. Gleichzeitig geht es beim Thema Kundenschutz bei FOREX im gleichen Maße um die Sicherheitsvorkehrungen, die ein optimaler Online-Broker über eine umfangreiche und möglichst für jeden Einsteiger verständliche Erklärung zum Forex-Handel hinaus bietet – vor allem im Hinblick auf die so genannte Einlagensicherung. Diese Art der Absicherung des Trader-Kapitals lässt sich in zwei Bereiche unterteilen: Auf der einen Seite sind FX-Broker oft über die Lizenznahme bei staatlichen Regulierungen an gewisse Vorgaben zur Einlagensicherung gebunden. Manche Anbieter gehen aber diesbezüglich im Interesse ihrer Kunden noch einen guten Schritt weiter und stocken den geforderten Basisschutz mehr oder weniger deutlich auf. Wieder einmal sind es deutsche Betreiber, die im Forex-Broker-Test an dieser Stelle die besten Noten erhalten.

Anlegerschutz beim Online-Broker-Test einplanen

Natürlich ist auch dieser Punkt nur einer von vielen auf der Vergleichs-Checkliste. Spätestens, wenn es zur Insolvenz eines Brokers kommt, wird deutlich, wie wichtig der Schutz der Kundengelder für den Ernstfall ist. Im Folgenden gehen wir nun auf die verschiedenen Aussagen von Brokern zur Einlagensicherung ein. Viele Broker machen es Tradern nicht unbedingt leicht, verlässliche Aussagen zum Schutz der Gelder zu erhalten. Seriöse Forex-Angebote zeichnen sich dadurch aus, dass am besten direkt auf der Startseite der Broker (in der Regel im Zusammenhang mit einer Regulierung durch staatliche Instanzen) darüber informiert wird, bis zu welcher Obergrenze Guthaben auf den Händlerkonten für den Fall der Fälle geschützt sind – also die Pleite der Broker selbst oder der Mutterkonzerne.

Welche Kapitalaussagen trifft mein Broker beim Thema Einlagensicherung?

Je nach Herkunft der Angebote gibt es oft klare Vorgaben von Seiten des Gesetzgebers. Deutsche Broker zum Beispiel müssen sich an einen Grenzwert von 100.000 Euro halten, zumindest sofern die beteiligten Banken, bei denen die Gelder aufbewahrt werden, ebenfalls in Europa beheimatet sind. Deutsche FX-Broker sind bei der Partnerschaft mit Banken aus Deutschland zudem an die Entschädigungseinrichtung deutscher Banken GmbH (EdB) gebunden, was die Höhe der maximalen Absicherung des Trader-Kapitals rapide steigen lässt. Auch die Mitgliedschaft in anderen Fonds zur Schadensregulierung kann die Einlagensicherung auf ein weitaus höheres Niveau befördern – die Finanzkrise hat ja gezeigt, dass durchaus auch Banken in Schieflage geraten können. Andere Broker aus der Europäischen Union, etwa aus Zypern, sichern die Gelder ihrer Kundschaft wenigstens bis zu einer Summe von 20.000 Euro pro Kunde ab. Anteilige Ausnahmeregelungen sind dabei nicht ausgeschlossen.

Große Unterschiede im Bereich der Einlagensicherung

So zeigt der Online-Broker-Test mitunter, dass nur maximal 90 % des Guthabens im Schadensfall an die Trader ausgezahlt wird. Wie viel dies im Einzelfall ausmacht, lässt sich aufs eigene Kapital bezogen leicht ausrechnen. Broker aus Großbritannien, die das FX-Trading ermöglichen, arbeiten oft mit der dort geltenden Mindestanforderung von 50.000 Britischen Pfund. Bessere Regelungen sind denkbar. So sind es insgesamt gesehen abermals Anbieter wie QTrade, die Händlern eine Einlagensicherung bis 500.000 Pfund bieten. Wissenswert ist dabei oft, dass die erhöhten Werte teilweise nur für Großkunden gelten. Ein Kundenschutz bei FOREX-Brokern von 100.000 Euro ist für die Masse der normalen Anleger aber ohnehin mehr als ausreichend, um gut versorgt zu sein, wenn ein Broker Konkurs anmelden muss und der Insolvenzverwalter die Geschäfte übernimmt.

Wie und wo werden Broker- und Kunden-Gelder gelagert?

Die erwähnte Trennung des Unternehmenskapitals vom Geld der Kunden bei externen und möglichst renommierten Banken sorgt dafür, dass selbst das Aufgeben der Geschäfte eines Brokers keinen bleibenden Schaden in der Händlerbilanz hinterlässt. Kein Wunder also, dass der Forex-Broker-Vergleich auch diesen Punkt aufgreift und die Broker ihrerseits damit werben, auf welche Geldinstitute sie als Verwalter der eigenen Gelder und der Kundenguthaben vertrauen. Der beste Kundenschutz bei FOREX-Anbietern, den sich Kunden wünschen können, ist ohnehin eine seriöse und transparente Geschäftsführung. Anbieter, die ihr eigenes Geld riskant investieren, wecken bei potentiellen Neukunden nicht gerade Vertrauen. Eine klare Darstellung aller Facetten der Handelsplattformen und der anfallenden Gebühren schützt Kunden darüber hinaus vor überraschenden Negativ-Schlagzeilen.

Denn auf diese Weise kann selbst jeder Laie rasch herausfinden, wo die besten Renditen (nach Abzug aller Trading-Nebenkosten) erzielbar sind und wo der Handel mit Devisen mit überdurchschnittlich hohen Kosten sowie Risiken verbunden ist. Als optimaler Forex-Broker bieten Unternehmen ihren deutschen Kunden nicht zuletzt während der gesamten Handelszeiten einen guten Support in deutscher Sprache, gerade falls Probleme oder Fragen auftauchen, für deren Beantwortung nicht viel Zeit bleibt. Die oft akuten Bewegungen der Devisenkurse wollen schnell in Gewinne umgewandelt werden – da bleibt im Interesse der Händler nicht viel Zeit.

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Mein Fazit

Zu Beginn des Fazits ist zu sagen, dass der Kundenschutz nur bedingt beim Handel selbst eine Rolle spielt. Dort leisten die Forex-Broker ihren Beitrag in erster Linie durch eine offene Informationspolitik zu den Konditionen – insbesondere den Gebühren für die Order-Ausführung. Der Kundenschutz bei Forex-Anbietern spielt vor allem beim „Drumherum“ eine Rolle. So geht es um die Sicherheit der Kundengelder, sollte ein Online-Broker Insolvenz anmelden müssen. Die Trennung der Trader-Einlagen vom Eigenkapital des Unternehmens sollte selbstverständlich sein. Auch gehören ein guter Kundenservice, eine staatliche Regulierung und nicht zuletzt konsequente Risikowarnungen zum Schutz-Programm eines seriösen Brokers. Am Ende ist jeder Händler selbst für sein Schicksal verantwortlich, er kann aber dabei unterstützt werden.

Autor: RP