Forex-Trendfolgehandel

 

Wenig Zeit? Kurz-Zusammenfassung

  • Der so genannte Trendfolgehandel ist gerade bei Anfängern sehr beliebt. Er wird aber im gleichen Maße von Profi-Tradern verwendet, wenn FX-Instrumente zumindest erst einmal auf anhaltend steigende oder sinkende Kurse schließen lassen
  • Trends können unterschiedlicher Natur sein. So können Tendenzen ebenso gut kurzfristig wie mittel- oder sogar langfristig Bestand haben. Aufgabe der Trader ist es, mittels Analyse herauszufinden, um welche Art es sich handelt, um dann die richtigen Investitionen vorzunehmen
  • Handelsindikatoren sind die unverzichtbare Basis für Händler, die analytisch vorgehen und je nach Marktlage neue Positionen eröffnen oder offene Orders schließen, um Verlusten vorzubeugen. Auch Limits, Stops und andere Extras können hilfreich sein beim Trendfolgehandel

Der Forex-Trendfolgehandel trägt bei vielen Brokern auch den Namen Trendfolge-Strategie (mitunter auch in einem Wort zusammengeschrieben) oder „Handel mit dem Trend“. Gemeint ist damit stets dieselbe Ausrichtung des Tradings mit Devisen. Dies trifft auch auf den Begriff „Trendfolger“ zu, der vielerorts ebenfalls gebräuchlich ist für diese Art von Strategie. Ein erster wichtiger Hinweis zum Trendfolgehandel ist, dass es innerhalb des strategischen Konzeptes durchaus verschiedene Ansätze – jeweils nach den Bedingungen und Entwicklungen am Devisenmarkt – geben kann, die gute Aussichten auf einen Erfolg bieten. Vielfach kommt die Trendfolgestrategie beim Forex Trading im Rahmen kurzer Investitionszeiträume zum Einsatz – also zum Beispiel im Hinblick auf das so genannte Daytrading, bei dem Positionen innerhalb eines Handelstages eröffnet und geschlossen werden.

Trend ist nicht gleich Trend beim FX-Trading

Hier zeigt sich also, dass der Handel mit dem Trend durchaus mit anderen Strategien kombiniert werden kann. Im gleichen Maße bietet sich das Spekulieren mit dem Trend in Verbindung mit dem Swing-Trading an. Erklären lässt sich dies allgemein damit, dass es ganz unterschiedliche Arten von Trends gibt. Einige dauern nur wenige Minuten oder Stunden an, andere setzen sich über Tage, Wochen oder sogar noch längere Zeiträume fort. Den größten Erfolg erreichen Trader im Forex-Sektor, wenn sie einen Trend möglichst früh erkennen und aus ihrer Erkenntnis die sinnvollen Entscheidungen für ihre neuen Positionen ableiten. Denn so ergeben sich in der Regel die besten Rendite-Chancen. Grundkenntnisse auf dem Gebiet der Handelssignale sind ratsam, um dem Forex-Trendfolgehandel den größtmöglichen Nutzen abzugewinnen. Gleitende Durchschnitte beispielsweise geben oft sehr deutlich Aufschluss darüber, wann der richtige Moment für den Einsatz der Trendfolge-Strategie gekommen sein kann.

Indikatoren spielen immens große Rolle bei Strategie-basiertem Trading

Begrifflichkeiten wie „RSI“, „Momentum“ und andere Oszillatoren sollten für Händler ebenfalls kein Buch mit sieben Siegeln sein. Auch Bollinger-Bänder und ähnliche Indikatoren sollten den Tradern bekannt sein – in jedem Fall sollte die Bereitschaft bestehen, sich stetig mit verschiedenen Handelssignalen zu befassen, um so Chancen am FX-Markt optimal nutzen zu können. Insgesamt gilt: Je höher der Gewinn, desto mehr bleibt schließlich nach Abzug der Trading-Gebühren (vorrangig Spreads, aber auch Kommissionen und mögliche Übernacht-Kosten) als tatsächliche Rendite auf dem Händlerkonto übrig.

Exakte Analyse in Charts bringt Trendgewissheit

In der Chartanalyse lassen sich Trends in vielen Fällen auch komfortabel in der Kerzenform („Candlestick“) ablesen. Dies kann ebenso gut auf Tagessicht wie bei Laufzeiten von Wochen und Monaten gelingen. Eine oft beim trendbasierten Trading bemühte Redewendung aus dem Englischen lautet: „The trend is your friend.“ Genau darum geht es bei der Strategie: um das Erkennen und Ausnutzen von absehbaren Trendentwicklungen oder Fortsetzungen bisheriger Entwicklungen. Dabei können sich Gelegenheiten selbst dann bieten, wenn ein Trend schon seit einer Weile Bestand hat. Allgemein gilt, dass die Trendfortsetzung in den meisten Fällen (deutlich) wahrscheinlicher ist als eine Trendwende oder eine Umkehr. Zeichnen sich bei Devisenkursen dagegen mehr oder weniger deutliche Seitwärtsphasen ab, ist die Trendfolgestrategie eher ungeeignet für den FX-Handel.

Trader können über Handelsplattformen wie MetaTrader 4 & MetaTrader 5 so genannte Expert Advisors (EAs) oder andere programmierte Handelsindikatoren nutzen. Die Plattformen sind bereits standardmäßig mit verschiedenen Indikatoren bestückt, so dass Forex-Händler nicht gleich selbst aktiv werden oder zusätzliche Kosten für externe Hilfsmittel ausgeben müssen.

Trendfolge-Strategie: eine Möglichkeit bei verschiedenen Anlageklassen

Trendfolge-Strategien stellen im Grunde auch ein Bindeglied zu anderen Handelsinstrumenten wie Rohstoffen oder Indizes dar. Auch in diesen Sparten sind Trends ein guter Anlass für das Eröffnen neuer Positionen. Ein nützlicher Trend verlangt nicht zwingend nach einem Kursanstieg. Der Forex-Trendfolgehandel kann ebenso rentabel sein, wenn sich in Charts Abwärtstrendlinien erkennen lassen. Steigende wie sinkende Kurse können Gewinne über den Trend einbringen, nur muss die Richtung in passender Weise von den Devisenhändlern identifiziert werden. Aktuelle Marktnachrichten, wie sie Teil vieler Handelsplattformen sind, vereinfachen die Analyse und Prognose möglicher Trends.

Die Trendfolge fällt im FX-Trading wie auch allgemein in den Bereich der „technischen Analyse“. Diese kennzeichnet Phasen eines Trends mit den erwähnten Mustern der Charttechnik, etwa mit Widerstands- und Unterstützungsmarken, vor allem aber mit Trendkanälen. Das Durchbrechen einer Widerstandsmarkierung weist auf einen guten Moment für das Eröffnen einer Long-Position hin. Werden dagegen Unterstützungslinien nach unten gekreuzt, kann der Zeitpunkt fürs „Shorten“ gekommen sein.

Broker bieten Funktionen zum Einrichten von Stops und Limits

Der Einsatz von Limits und Stops empfiehlt sich als wichtige Vorsichtsmaßnahme, um beim Handel über Forex-Broker Einsätze abzusichern und Gewinne mitzunehmen. Ein Grundsatz der technischen Analyse besagt: Nur wenn das Ende eines Trends eindeutig belegt oder nachgewiesen werden kann, ist dies tatsächlich der Fall. Zufällige Schwankungen sind dabei eben nicht als Trendende-Indikator, sondern eher als „Ausreißer“ zu bewerten. Verluste, so eine andere goldene Regel am Devisenmarkt, sollten stets im Rahmen gehalten werden. Welchen Gewinn möchte ich über den Trendfolge-Handel mindestens erreichen, welchen Verlust bzw. welches Risiko bin ich bereit hinzunehmen? Diese Frage ist bei der Nutzung von Stop-, Limit- und Take-Profit-Funktionen immer von Interesse. Ohne ein sinnvolles Money- und Risk-Management sind FX-Erfolge schnell reine Glückssache.

Trailing-Stops können hierbei zum Beispiel bereits erreichte Gewinne absichern, um nachfolgend weiterhin am Trend zu partizipieren. Als Nummer 1 unter den Forex-Strategien ist das Handeln mit dem Trend im Devisenbereich zwar gerade bei Einsteigern beliebt. Doch je nach Marktlage entscheiden sich durchaus auch echte Profis und erfahrene Händler für den Forex-Trendfolgehandel für neue Positionen bei den Anbieter aus dem Forex-Broker-Test. Wichtig ist „nur“, einen guten Augenblick für den Einstieg und den Ausstieg abzupassen. Und genau hier zeigt sich, wer Glücksjäger ist und wer Experte bei der Auswertung von Trendkanälen und den Kursentwicklungen innerhalb und außerhalb der Kanäle.

sebastianhell1

Ein Beispiel

Vor einiger Zeit erst hat der US-Dollar einen Kurssprung gegenüber dem Euro absolviert. Nun steht aufgrund der guten Wirtschafts- und Arbeitsmarktdaten eine Zinserhöhung durch die Fed – die US-Notenbank – unmittelbar. Wir nehmen an, der USD/EUR-Kurswert liegt bei etwa 1,1140. Schon im Vorfeld der Zinsentscheidung durchbricht der Kurs die psychologisch wichtige Marke von 1,2500. Ein Trader erkennt im Chart das Erreichen von Widerstandsmarken und entscheidet sich diesbezüglich zum Eröffnen einer Position mit 10.000 US-Dollar. Der Trend wird bestätigt und der Kurs steigt auf 1,2550, also um 50 Pips. Das Traden mittels Trendfolgestrategie war somit die richtige Entscheidung und hat zum erhofften Gewinn geführt. Ob Trends nun aufwärts oder abwärts zeigen – im ersten Schritt geht es für Forex-Händler also immer darum, die richtige Richtung eines Trends zu identifizieren mit Blick auf ein bestimmtes Währungspaar.

So genannte Oszillatoren helfen, Auf- und Abwärtstrends auf Basis von Trendlinien rechtzeitig ausfindig zu machen, um selbst noch vom Trend profitieren zu können. Entscheiden müssen Sie dabei, ob Sie beim Einsatz und Einstiegsmoment eher risikofreudig oder konservativ vorgehen möchten. Diese Aussage bezieht sich am Ende auch auf den Beobachtungszeitraum. Konservative Trader behalten die Indikatoren zum relevanten Währungspaar eher über längere Zeiträume von etwa zwei bis drei Monaten im Blick. Trader sollten dazu über die Handelsplattform des Online-Brokers ihrer Wahl definieren, welche Kursziele sie anstreben.

Autor: RP