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Forex-Gegentrendhandel

 

Wenig Zeit? Kurz-Zusammenfassung

  • Selbst der beste Trend findet irgendwann ein Ende – um genau diese Erkenntnis geht es beim Forex-Gegentrendhandel, bei dem Händler möglichst früh vorhersagen, dass bestehende Trends bald von einer gegenteiligen Entwicklung betroffen sein werden
  • Aus Expertensicht ist der Handel gegen den Trend eher etwas für Trader mit fortgeschrittenem oder professionellem Status. Anfängern fehlt oft eher der Mut, um gegen den Strom zu schwimmen
  • Ohne eine bewusste Analyse der aktuellen Kursentwicklungen gelingt der Gegentrend-Handel nur in Ausnahmefällen, Chart-Analysen erlauben zumindest näherungsweise Prognosen

forex gegentrendhandelDer Handel gegen einen bestehenden Trend eignet sich durchaus als Ansatz, um mit Erfolg über Forex-Broker zu traden und oft sogar beachtliche Gewinne zu realisieren – wenn auch nicht unbedingt so oft wie beim Wetten auf die Fortsetzung eines bestehenden Trends (auch nach kurzen Unterbrechungen nach oben oder unten). Nach Aussagen von Experten trifft aber zugleich zu, dass der FX-Gegentrendhandel in den meisten Situationen zwar ebenso rentabel, aber im Fall der Fälle mit höheren Risiken verbunden sein kann. Im Fachjargon spricht man bei den Online-Brokern auch von der „Kontratrendstrategie“ oder „antizyklischem Handeln“. Beide alternativen Termini sind ebenso berechtigt. Ein genereller Hinweis von Analysten-Seite besagt, dass Trader beim Gegentrendhandel auf Forex-Handelsinstrumente schon über einige Erfahrungen mit der Materie verfügen sollten.

Grundannahme: das unausweichliche Ende eines jeden Trends

Ganz ohne Kenntnisse des FX-Marktes können dabei hohe Gewinne eher mit einem Lottogewinn verglichen werden. An diesem Punkt zeigt sich also ein Unterschied zu den an anderer Stelle erörterten Trendfolge-Strategien, die auch und gerade Anfängern einen guten Dienst erweisen können. Warum diese Einschätzung korrekt ist, wird spätestens beim Blick auf den Zeitfaktor sehr deutlich. Timing ist alles, um eine baldige Trendwende nicht nur zu erkennen, sondern zugleich für die eigenen Trading-Zwecke auszunutzen. Eine goldene Regel, die oft und gerne von FX-Tradern beim Devisenhandel bemüht wird: Jeder noch so lukrative Trend wird irgendwann einmal ein Ende haben. Und genau diesen Schlusspunkt gilt es ausfindig zu machen bzw. vorherzusehen. In diesem Moment macht es sich bezahlt, auf den Forex-Gegentrendhandel zu setzen.

Indikatoren geben in der Analyse Aufschluss über Marktsituationen

Die Bewertung der Marktlage erfolgt generell auf Basis der wichtigsten Handelssignale. Diese geben Tradern in Charts, also im Rahmen einer technischen Analyse, Aufschluss darüber, wann es Zeit ist, sich gegen den Trend zu entscheiden. Dabei gilt es, relevante Marken für eine wahrscheinliche Trendumkehr am Forex-Markt ausfindig zu machen. Insbesondere über eher kleine Positionen kann der Handel kontra den Trend Chancen bieten, wenn die Orders darüber hinaus noch mit klar definierten Stops verbunden werden. Die schrittweise Anpassung kann dazu führen, dass der Gewinn durch die Fortsetzung der Kursentwicklung, die im Anschluss an die Umkehr des Trends entsteht, nach und nach steigt.

Der Identifikationsprozess gelingt beim Gegentrendhandel also durch das Erkennen einer Bewegung gegen bisherige Trenderwartungen. Ob dies steigende oder sinkende Kurse sind, hängt ganz von der jeweiligen Trendphase im Markt ab. Wie beim FX-Trading üblich, kaufen Händler über die Handelsplattformen ihrer Forex-Broker eine Währung und verkaufen den Gegenwert in einer anderen Währung als Counterpart auf Basis des aktuellen Umtauschkurses. Der Forex-Gegentrendhandel bezieht sich also ganz klassisch auf ein einziges Devisenpaar. Neben dem zeitlichen Aspekt geht es bei der Kontratrendstrategie um ein sinnvolles Kapital- und Risikomanagement sowie die Bestimmung der besten Zeitpunkte für den Ein- und Ausstieg aus der Strategie.

Handel gegen den Trend eher nicht Anfänger-tauglich

Wir haben gesehen: Der „Ritt auf dem Trend“ ist in diesem Fall also gerade nicht das strategische Ziel für den Handel mit Devisen. Bemerken werden FX-Trader beim Online-Broker-Vergleich und den Erklärungen zum Forex-Handel der dort vertretenen Anbieter, dass die Trefferwahrscheinlichkeit beim Trading gegen den Trend geringer ausfällt als beim Wetten auf den Trend. Gerade dies macht den Einsatz von Positionen mit geringerem Volumen sinnvoll. Gleiches gilt für das Einrichten der erwähnten Stops. Dies minimiert das Verlustrisiko und kann die Chancen auf Erfolg gleichermaßen steigen lassen. Beliebt ist der Forex-Gegentrendhandel gerade bei erfolgsorientierten Vieltradern und Händlern, die wenigstens einen fortgeschrittenen Status erreicht haben. Schon die Suche nach dem passenden Punkt für den Positionseinstieg ist nämlich eher schwierig für Anfänger und verlangt auch erfahrenen Händlern einiges Know-how ab.

Beobachtungszeitraum verlangt sehr genaue Chart-Auswertung

Wies ein Währungskurs in der Vergangenheit eine längere Aufwärtsbewegung als Trend auf, scheitert dieser Kurs beim Anstieg aber an relevanten Kursmarken (oft sind dies „runde Marken“, beim Währungspaar EUR/USD etwa ein Kurswert von 1,4000), kann der Moment zu shorten gekommen sein. Denn hier kann der ausbleibende Anstieg über die Marke hinaus als Schwäche gedeutet werden, mit Hinweis auf eine Trendumkehr. Je enger die beobachteten Zeitfenster ausfallen, desto genauer müssen Trader beim Chart auf der Plattform ihrer Forex-Broker hinsehen. Lohnend kann es hierbei sein, entgegen der sonst üblichen eigenen Verhaltensmuster zwischendurch auf kürzere Charts zu wechseln. Bleiben in der Analyse erneute Hochwerte aus, kann dies aufgrund eines überkauften Kursniveaus ein Indiz dafür sein, dass sich die Kontra-Trend-Strategie in naher Zukunft als rentabel erweisen kann.

Selbst risikofreudige Trader sollten nicht aufs Ganze gehen

Zu erwähnen ist beim Thema des Forex-Gegentrendhandels, dass ein Einstieg „gegen den Trend“ unter Umständen ebenso gut als Start eines neuen Trends bezeichnet werden kann. Geht ein Trend, kommt ein anderer – auch so lässt sich der Handel mit Devisen in vielen Situationen treffend beschreiben. Auf ein zu hohes Risiko sollten Trader beim Gegentrend-Handel verzichten, was entsprechend auf die Einsatzhöhe zutrifft. Wie an anderer Stelle betont, sollte man in diesem Kontext bewusst auf kleinere Positionen setzen. Als Richtwert nennen Experten oft etwa 50 Prozent der sonst – also zum Beispiel beim Einsatz der Trendfolgestrategie – üblichen Einsätze. Viele kleine Gewinne können dabei die bessere Wahl sein, wenn sonst alternativ einzelne Großverluste möglich sind.

sebastianhell1

Ein Beispiel

Das Risiko beim Gegentrendhandel sollte generell niemals unterschätzt werden. Vielfach sind übermäßig gestiegene Währungspaar-Kurse über einen längeren Zeitraum ein Hinweis darauf, dass sich die Gegentrend-Strategie als Ansatz lohnt. Wir nehmen an, der Kurs des Währungspaars EUR/USD hat sich in den vergangenen Wochen immer wieder einer bestimmten Widerstands-Linie angenähert, konnte diese aber nicht durchbrechen. Nun rechnen viele Trader mit einer guten Meldung aus dem Umfeld der Europäischen Zentralbank. Der Trader X rechnet dagegen nicht mit einem solchen Ereignis und setzt dementsprechend durch gezielte Short-Positionen gegen die Fortsetzung des Trends.

Mehrere Aspekte können die Anwendung der Kontra-Trend-Strategie lohnend machen. Ein Kurswert lässt etwa einen längeren Aufwärtstrend erkennen, ein Widerstandswert wird allmählich erreicht, zum Beispiel bei einem EUR/USD-Kurs von 1,2250. Dies kann ein möglicher Indikator für eine schwächelnde Marktumgebung sein, so dass sich das Eröffnen einer Short-Position anbietet. Indikatoren können auf den richtigen Einstiegszeitpunkt hinweisen, zugleich sollten Händler binärer Optionen mögliche kurzfristige Zeitfenster im Blick haben. Üblich sind Charts mit 5-Minuten-Intervallen oder noch kürzeren Zeitspannen. Zeigen sich hier anhand von Oszillatoren keine weiteren Hochwerte, bietet sich in überkauften Umgebungen das Shorten des besagten Handelswertes an. Eine Trendumkehr lässt sich zudem beim Durchbrechen wichtiger Trendlinien ablesen.