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FOREX-Spreadhandel

 

Wenig Zeit? Kurz-Zusammenfassung

  • Der Spreadhandel kann nicht bei allen Brokern bevorzugt werden. Ein genauer Anbieter-Vergleich ist Fans dieser speziellen Handelsstrategie schon allein aus diesem Grund dringend empfohlen
  • Trader erreichen ihre Gewinne durch das Ausnutzen der schwankenden Kauf- und Verkaufspreise am Devisenmarkt. Die Spreads entscheiden als Differenz zwischen „Ask“- und „Bid“-Preisen über die Höhe des (erhofften) Gewinns
  • Die Spreads werden je nach Broker wahlweise auf fixer oder variabler Basis abgerechnet. Beide Modelle können abhängig von den Trading-Vorlieben der FX-Händler vorteilhaft wie auch nachteilig sein

FOREX SpreadhandelImmer wieder begegnet Tradern mit Forex-Ambitionen im Alltag der Begriff des Spreads. In den allermeisten Fällen geht es dabei um den wohl wichtigsten Aspekt auf der Liste der Gebühren, die sie selbst beim besten Forex-Broker im Test in der ein oder anderen Form entrichten müssen. Technisch handelt es sich beim Spread zunächst einmal um die Differenz zwischen dem Kaufpreis und Verkaufspreis. Der Begriff leitet sich sprachlich vom englischen Nomen „a spread“ bzw. Verb „to spread“ ab, was so viel bedeutet wie „Spannweite“ oder „(sich) ausdehnen“. Beim Trading können Händlern verschiedene Spread-Varianten begegnen.

Normalerweise errechnet sich der Spread unkompliziert nach dem Muster:

Geldkurs – Briefkurs = Spread

Je nach Herkunft der Online-Broker werden eventuell alternativ die Begriffe Bid-Preis und Ask-Preis verwendet. Generell ist wirtschaftlich gesehen mit dem Spread der preisliche Abstand zweier Werte vergleichbarer Art gemeint. Diese Tatsache ist im Falle des Aktienhandels oder des Handels mit Optionen von Bedeutung, spielt aber vor allem beim hier thematisierten FOREX-Spreadhandel eine zentrale Rolle. Um gleich ein Beispiel zu nennen, schauen wir uns das Devisenpaar Euro und US-Dollar an. Beträgt der Geldkurs für das besagte Währungspaar 1,4000 und der Briefkurs 1,385, ergibt sich daraus ein Spread in Höhe von 0,0015 bzw. 15 Pips. Ein Pip (von „percentage in point“) ist die übliche Einheit, in der Spreads angegeben werden. Beim FX-Trading werden Kurse üblicherweise auf die vierte Nachkommastelle bezogen angegeben. Fünf Pips entspricht dementsprechend einem Wert von 0,0005, ein Spread von 12 Pips ginge mit einem Wert von 0,0012 einher. Eine eingehende Erläuterung des Begriffs findet sich in der Erklärung zum Forex-Handel für Einsteiger und Fortgeschrittene.

Verschiedene Berechnungsmodelle bezüglich der Spreads

Hier soll es aber um den eigentlichen FOREX-Spreadhandel gehen. Dabei handelt es sich um einen parallelen Kauf und Verkauf von Kontrakten, in diesem speziellen Fall eben bei Devisenpaaren. Hintergrund ist die Beziehung der Werte zueinander. Abweichende Merkmale zeigen sich im Bereich der Fälligkeit der Kurse. Forex-Händler realisieren ihren Gewinn beim Handel auf Spread-Basis über die Differenz der Kurse bzw. die veränderten Bedingungen in puncto Kurs-Differenz. Ein Forex-Broker-Vergleich ist für Händler mit einer Vorliebe für den Spreadhandel schon deshalb wichtig, weil nicht alle Anbieter diese Handelsstrategie zulassen. Auf der anderen Seite ist zu prüfen, wie hoch die Spreads als Gebühren eines Brokers bei den gehandelten Instrumenten ausfallen. Wichtig ist zugleich die Frage, ob Spreads fix oder variabel erhoben werden. Werden sie variabel gehandhabt, sind im Grunde jederzeit Änderungen möglich. Dies kann selbst beim Echtzeit-Handel bei leicht verzögerter Order-Ausführung je nach Volumen der Positionen durchaus merkliche Kostenunterschiede zur Folge haben.

Minimale Kursveränderungen können beim Spreadhandel rentabel sein

Die Chancen-Analyse zeigt, dass sich das Spekulieren auf die in diesem Fall relevante „relative Preisveränderung“ zwischen den Fälligkeiten der ausgewählten FX-Instrumente lohnen kann. Optional besteht auch die Möglichkeit, verschiedene Instrumente mit derselben Fälligkeit (Verfallszeitpunkt) gegeneinander zu traden. Ob die Strategie beim Broker nun den Titel FOREX-Spreadhandel, Spread-Trading oder Spread Betting auf Forex-Basis trägt, ist für die Funktionsweise und das Handelsprinzip hinter dem Terminus nicht weiter relevant. Dieser Trading-Ansatz eignet sich unter anderem sehr gut in Phasen, wenn die Kurse stets um einen bestimmten Wert schwanken, so dass nicht konstant Rendite durch Wetten auf steigende oder sinkende Kurse erreicht werden kann. Spread-Trading kann auch bei geringen Schwankungen rentabel sein. Die Scheu vieler Anleger vor dieser Handelsstrategie ist unbegründet, denn mit einigen Trading-Erfahrungen spricht nichts gegen ordentliche Gewinne bei kalkulierbarem Risiko.

Je größer die Abstände zwischen den Kursen der beteiligten FX-Instrumente ausfallen, desto besser stehen die Verdienstchancen für Nutzer des Spread Tradings.

Verhältnis von Gebühren und Kursgewinnen muss stimmen

Der Handel über den Spread bietet sich also gerade dann an, wenn Händler bei einem Währungspaar von einem baldigen Kursanstieg und beim anderen Wert von einem Kursrückgang ausgehen – solche veränderten Bedingungen treten oft infolge von Leitzins-Entscheidungen durch Zentralbanken auf. Beim ersten Wert tätigen die Trader dann über ihren Forex-Broker einen Kauf (Long-Position), die zweite Position wird als Verkauf (Short-Position) ausgeführt. Wenn wir davon ausgehen, dass ein Kurswert steigen wird, während das Trading-Gegenstück sinkt, erzielen Trader damit auf jeden Fall einen Gewinn. Wichtig ist unterm Strich, dass beim Forex-basierten Spreadhandel der Gewinn höher ausfällt als das Minus. Dabei ist ganz gleich, ob der Gewinn nun aus der Long- oder Short-Position entstanden ist. Relevant ist, dass Händler bei dieser Handelsstrategie gleich zwei Einsätze erbringen müssen. Dies bedeutet, dass die Spreads als Gebühren – und hier schließt sich der Kreis zum generellen Spread-Begriff – möglichst gering ausfallen sollten, damit die Rendite-Chancen nach der Gewinn-Verlust-Kalkulation steigen.

Positionen auf Kreditbasis verursachen Zinskosten

Bei Long-Positionen kommen Zinskosten für die Abwicklung auf Basis eines Kredits vom Forex-Broker hinzu. Ein Merkmal des Spread Bettings auf Devisen (und des Forex-Handels allgemein) ist darin zu sehen, dass Trader nur auf die Kursentwicklungen wetten, nicht aber Vermögenswerte selbst kaufen oder verkaufen. Ein Online-Broker-Vergleich lohnt sich nicht nur wegen der verschiedenen Gebührenabrechnungen und der Höhe der Trading-Nebenkosten. Vor allem bei der Auswahl der handelbaren Vermögenswerte sind im Forex-Broker-Test deutliche Unterschiede erkennbar. Eine breit gestreute Auswahl an Majors, Minors und exotischen Devisenpaaren optimiert den Spielraum beim FX-Spreadhandel erheblich. Je exotischer die getradeten Werte, desto höher werden normalerweise die Spreads als De-facto-Gebühren ausfallen.

Handel mit Hebeln sollte sinnvoll genutzt werden

So groß der Nutzen des maximalen Hebels mit Werten von teilweise bis zu 1:400 oder mehr ist: FX-Trader sollten bei der Vervielfachung ihres eigenen Einsatzes in Form der Margin Vorsicht walten lassen. Im schlimmsten Fall kommt es bei einem Verlust nicht nur zum Margin Call. Auch eine Nachschusspflicht kann in den AGB der Online-Broker auftauchen, so dass Trader noch zusätzliches Kapital investieren müssen, um das entstandene Minus auf dem Händlerkonto nach dem Schließen der Position wieder auszugleichen. Die Suche nach einem Anbieter, der die Nachschusspflicht vertraglich ausschließt, kann sich so im wahrsten Sinne des Wortes bezahlt machen.

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Ein Beispiel

Der Spreadhandel bietet sich nicht zuletzt für Trader an, die am Marktgeschehen partizipieren möchten, aber nicht ständig vorm Monitor sitzen und Kursentwicklungen beobachten können. Der Handel ergibt sich aus dem Eröffnen zweier gegenüberliegender Orders, was selbst über einen längeren Zeitraum möglich ist. Spread Betting erlaubt aus der Sicht eines effizienten Money Managements je nach Lage am FX-Markt sehr gute Chancen. Die Bedeutung von Höchst- und Tiefstkursen verliert an Bedeutung für Trader, die auf Spreads wetten. Der Handel mit Spreads erfolgt außerbörslich bzw. ohne die üblichen börslichen Rahmenbedingungen. Dies erlaubt Händlern das Vorgehen mit selbst definierten Kontraktgrößen.

Ein Trader erwartet dann beispielsweise den Anstieg des Kurses beim Währungspaar EUR/USD und rechnet zugleich mit einem Einbruch beim Paar EUR/GBP. Hier wird eine Long-Position auf das erste und eine Short-Position auf das zweite Devisen-Paar eröffnet, und zwar mit identischem Einsatz. Je deutlicher sich die Kurse auseinander entwickeln, desto höher fällt der Gewinn für den Trader aus. Entwickeln sich die Kurse der Währungspaare jedoch gegenteilig, entscheidet die Spread-Differenz über die Höhe des verbuchten Verlusts. Unter Umständen kann es zu einem Margin Call samt Nachschusspflicht durch den Forex-Broker kommen, was beim FX-Trading schon zu Beginn, also im Forex-Broker-Vergleich ein wichtiges Entscheidungsmerkmal ist.