Basiswissen für Goldanleger

Wann lohnt es sich Gold zu kaufen?

  • Die Frage, wann sich der Goldkauf lohnt, kann nur ansatzweise unter objektiven Gesichtspunkten beantwortet werden. Typischerweise spielt dabei der richtige Zeitpunkt für den Einstieg wie auch den Verkauf die wichtigste Rolle. Zwar sind Gewinne in der Regel eher langfristig wahrscheinlich, aufgrund der steuerlichen Vorteile aber kann es sich lohnen, akute Entscheidungen für die Trennung der Goldreserven zu treffen.
  • Das Investieren in Gold lohnt sich vor allem immer dann für Anleger, wenn sie fürchten, dass ihr Kapital wegen einer Krise verloren gehen könnte. Einsätze sind keine Sicherheit dahingehend, dass Verluste gänzlich auszuschließen sind, aber ein Minus in vollem Umfang ist denkbar unwahrscheinlich.

Goldmünzen: Für wen sinnvoll?

  • Goldmünzen sind ein Finanzprodukt, das auf viele Anleger einen großen Reiz ausübt. Doch in wenigen Bereichen sollten potentielle Investoren so genau auf Kosten und Nutzen achten, denn manches beworbene Produkt hat zwar einen stolzen Preis, bringt es aber beim späteren Verkauf auf nicht viel mehr als den tatsächlichen aktuellen Materialwert.
  • Gebührenfrei ist der Handel mit Goldmünzen nicht. Zugleich müssen sich Anleger mit Steuerthemen vertraut machen, um einen Eindruck davon zu erhalten, welche Rendite vom vermeintlichen Gewinn und dem Erlös nach einem Verkauf auf ihrem Konto verbleiben wird.
  • Münz-Anhänger müssen jederzeit berücksichtigen, dass selbst seltene Sondermünzen im Fall der Fälle nur zum Materialwert wieder verkauft werden verkauft können, wenn sich keine investitionsfreudigen Sammler finden lassen; auch kann es oft dauern, bis überhaupt andere Anleger Interesse am Kauf äußern.

Goldbarren: Welche Arten gibt es?

  • Dass Anleger Goldbarren auch im Grammbereich erwerben können, macht das Edelmetall in seinen zahlreichen Arten interessant. Vergessen dürfen Interessenten allerdings niemals, dass die Handelsentgelte überproportional steigen, je kleiner die gehandelten Einheiten ausfallen, die von Banken und anderen Anbietern bezogen werden.
  • Die gehandelten Formate im Bereich der Goldbarren liegen im Bereich von einem Gramm bis zu einem Kilogramm. Je nach Anbieter gibt es zwar Sondergrößen, aber die Handelskosten fallen erst recht bei Kleinst- und Kleinmengen höher aus.
  • Als Referenzeinheit beim Handel mit Gold dient am Markt die Feinunze, die ein Gewicht von knapp 31,1 Gramm hat; in den vergangenen Jahren seit Ausbruch der Finanzkrise steuerte der Preis pro Unze zeitweise auf rund 1.900 US-Dollar.

Gold vs. Inflation – wie steht es um die erhoffte Sicherheit?

  • Der Zusammenhang zwischen einer Inflation oder Deflation und den Entwicklungen des Goldpreises ist weitaus weniger nachweisbar, als es gerade private Anleger erwarten, die nur selten am Finanzmarkt bzw. im Rohstoffsektor spekulieren. Dennoch gibt es Gründe zur Annahme, dass das Edelmetall auch heute noch ein guter Schutz gegen die Risiken ist, die gerade eine Inflation für Sparer und Händler darstellt.
  • Gold erweist sich bei einer steigenden Inflation dadurch aus, dass es sehr wertbeständig und anders als „normale“ Zahlungsmittel selbst in Krisen für eine Liquidität garantiert.
  • Trotz einiger historisch prägnanter Gegenbeispiele konnte Gold als sicherer Hafen auch in den vergangenen 100 Jahren seiner Rolle gerecht werden – für viele Experten sind die seltenen Ausnahmen wie so oft die Bestätigung der Regel.

Warum in Gold anlegen?

  • Ganz normale Anleger nennen in erster Linie den Inflationsschutz als Argument für ihre Investitionen in Gold. Der einzige Vorteil ist die fraglos gute Krisensicherheit aber nicht → spätestens die massiven Kurszuwächse der vergangenen Jahre haben unter Beweis gestellt, dass das Edelmetall immer für eine Überraschung gut ist.
  • Die Tatsache, dass die Nachfrage nach Gold weltweit und nicht zuletzt in asiatischen Staaten konstant wächst, leistet den Preisentwicklungen weiterhin Vorschub. Auch Kleinanleger können bei klugen Vorgehen von diesem Zuwachs des Preises profitieren
  • Während die Wahrscheinlichkeit eines Totalverlusts bei vielen Anlageklassen wie Wertpapieren durchaus präsent ist, zeigt die anhaltend hohe Gold-Nachfrage, dass ein Investment in diesem Bereich höchstens in der Theorie von einem vollständigen Ausfall auszugehen hätte.