×

Achtung:

JUser: :_load: Fehler beim Laden des Benutzers mit der ID: 842

Geschichtliche Bedeutung von Gold

 

Wenig Zeit? Kurz-Zusammenfassung

  • Schon seit etwa 7000 Jahren kommt dem Edelmetall Gold eine wichtige gesellschaftliche Rolle zu. Bis heute steht der begrenzt verfügbare Rohstoff für Wohlstand und wird sowohl als Zahlungsmittel als auch für die Herstellung von Schmuck verwendet
  • Die natürlichen Ressourcen waren in vergangenen Zeiten immer wieder Anlass für kriegerische Auseinandersetzungen und dienten zugleich als wirtschaftliche Grundlage, um überhaupt Kriege finanzieren zu können und die Vormachtstellung gerade der Weltreiche zu manifestieren
  • Zuletzt erkannten Anleger Gold seit dem Jahr 2006 einmal mehr als besten Schutz gegen die Gefahren einer zunehmenden Wirtschaftskrise und gegen die Folgen einer steigenden Inflationsrate.

Gold steht seit Jahrtausenden für Wohlstand und Ansehen

Geschichtliche Bedeutung von Gold

Ein Blick in die Geschichtsbücher zeigt, dass das Edelmetall Gold schon seit Jahrtausenden ein Symbol für Wohlstand und Reichtum war. Menschen, die sich (oder auch ihre Wohnumgebungen und anderes Eigentum) damit schmücken konnten, zeigten damit, dass sie einen hohen gesellschaftlichen Stand einnahmen. Bis heute hat sich daran nicht allzu viel geändert, denn Schmuck aus Gold ist nach wie vor in aller Munde. Vielmehr steigt die Nachfrage sogar, gerade in den Ländern Asiens (vor allem in der Volksrepublik China und Indien) sowie in arabischen Staaten, in denen Scheichs und andere gut betuchte Konsumenten die Wirkung des Goldes als Geschenk zu schätzen wissen. Richtig ist allgemein, dass es nicht erst die Weltwirtschaftskrise ab dem Jahr 2006/2007 war, die das Edelmetall zurück in den Anleger-Fokus rückte.

Goldexperten betonen, dass der wertvolle Rohstoff schon seit über 7000 Jahren im Rahmen von Tauchgeschäften für Händler und Käufer eine zentrale Rolle spielt. Kulturelle Einschränkungen gibt es im Grunde nicht: Gold fasziniert die Menschen weltweit mit seinem besonderen Glanz.

Die jüngste Geschichte demonstriert abermals die wichtige Rolle des Goldes

Seinen letzten akuten Boom aber verbuchte der Goldmarkt in der Tat Anfang des 21. Jahrhunderts, als die Rekordwerte das Ergebnis der komplizierten Lage am internationalen Finanzmarkt waren. Archäologische Funde bestätigen, dass Gold als Tauschmittel etwa seit dem Jahr 5000 vor Christus Verwendung findet. Die ersten Münzen, das bestätigen die Auswertungen der Historiker, kamen im Alten Rom um das Jahr 500 v. Chr. zum Einsatz – damals noch aus reinem Gold, während Münzen als Zahlungsmittel später immer weniger Gold enthielten, weil die begrenzte Verfügbarkeit den Preis schon damals steigen ließ. Die ersten Spuren finden sich im Umfeld der sumerischen Kultur seit dem Jahr 2800 v. Chr. Besagte Sumerer waren weitgehend auf dem Staatsgebiet des heutigen Irak (dem früheren Mesopotamien) ansässig.

Hoher Stellenwert in allen Weltreichen

Eine wichtige Erkenntnis: Gold ist im Grunde überall auf der Welt vorhanden. Das Ausmaß der Reserven aber variiert dramatisch. Als Zahlungsmittel ist das Edelmetall in der einen oder anderen Form über Jahrtausende genutzt worden. Nicht nur bei den Römern, auch im alten Griechenland und in Asien war Gold die Nummer 1 unter den damaligen Zahlungsmitteln. Im Vergleich dazu blickt unser heute gebräuchliches Papiergeld auf eine Geschichte von nur etwa 700 Jahren zurück. Angeblich war es niemand Geringerer als der lydische König Krösus, der Gold erstmals als Währung definierte. Eben weil der wertvolle Stoff nicht unbegrenzt gefördert und insbesondere nicht künstlich produziert werden kann. Dafür lässt sich Gold aber sehr gut bearbeiten und zu Münzen, Barren und anderen Produkten verarbeiten.

Basis der Kriegskassen wichtiger Reiche

Ein elementarer Vorteil des Goldes besteht nach wie vor darin, dass seine Gültigkeit nicht allein für einen Staat gilt, sondern grenz- und länderübergreifend ist. In früherer Zeit waren die Vorräte maßgeblich entscheidend für die Macht eines Staates oder einer Kultur, denn Gold diente der Finanzierung von Kriegen und der Ausrüstung der Armeen und Flotten. Weltmächte wie Spanien, Portugal oder England wären niemals so groß geworden, hätten sie nicht über die Goldreserven der von ihnen besetzten Länder verfügen können. Der Kampf um die Weltherrschaft war dementsprechend immer auch eine Frage der zur Verfügung stehenden Goldmengen. Dies war bei dem Römern nicht anders als bei Alexander dem Großen, der seine Eroberungszüge mit dem Gold finanzierte, das er in den Minen fördern ließ, die sein Vater ihm vermacht hatte.

Kampf ums Gold als Grund der Ausrottung vieler Völker

Andersherum lässt sich sagen, dass der Kampf um das Gold zur Auslöschung von Weltreichen wie dem der Inka oder der Maya führte nach dem Einmarsch der europäischen Militärs. Gleiches widerfuhr den Azteken, deren Gold Grund genug für die Besatzer war, die Ureinwohner zu töten und zu knechten. Legendär ist beispielsweise das Aufeinandertreffen des Spaniers Hernandez Cortez und des Aztekenkönigs Montezuma im 16. Jahrhundert, das das Ende des Aztekenreiches nach sich zog. Gefördert wird Gold übrigens etwa seit dem Jahr 4000 v. Chr., und auch hier liegen die Wurzeln im Zweistromland Mesopotamien zwischen Euphrat und Tigris. Die Sumerer begannen den Betrieb der ersten Goldmine überhaupt.

Wichtige Grundlage der Geldsysteme bis ins 20. Jahrhundert

Dabei büßte Gold seinen Wert als Teil der Zahlungssysteme seit damals nie ganz ein. Nicht zuletzt deshalb, weil die globalen Finanzsysteme weitgehend auf Gold basieren und Staaten das Edelmetall über die eigenen Goldreserven absichern. Dieses Modell zur Stabilisierung allerdings existiert in seiner momentanen Form im Grunde erst seit Anfang des 20. Jahrhunderts. Damals waren es insbesondere die Staaten des Westens, die eine Entscheidung zugunsten der Deckung der Systemstabilisierung über Gold trafen. Zurecht, wie die Entwicklungen seither zeigen. Nach dem Ende des sogenannten „Bretton-Woods-Systems“ kam es zur Auflösung des Modells der Golddeckung zur Mitte des 20. Jahrhunderts. Das System sah in erster Linie eine Devisenkopplung der Teilnehmerländer an den US-Dollar vor. Es gab einen fixenn Umtauschkurs zum Dollar ohne jedwede variable Wechselkurse, wie es sie heute gibt. Der Dollar wiederum war an den Goldpreis gekoppelt.

Erneute Renaissance seit 2006 nach Ausbruch der weltweiten Finanzkrise

Die steigende Bedeutung des Papiergeldes kam mit dem Ende des Systems auf, das in den 1960er und 1970er Jahren besiegelt wurde. Im Anschluss an die System-Abschaffung ging das Recht zum Goldhandel am freien Markt auf die Zentralbanken über, von dem sie schnell umfangreich Gebrauch machten und ihre Reserven deutlich reduzierten. Die Folge waren letzten Endes auch flexible Wechselkurse. Spätestens seit der Finanzkrise ab 2006 lebte der Goldhandel wieder deutlicher auf. Das Ergebnis war ein Rekordpreis von knapp 1200 US-Dollar je Feinunze Gold.

haigt

Mein Fazit

Heute ist Gold zwar nicht mehr im eigentlichen Sinne Grund für kriegerische Auseinandersetzungen. Dennoch ist das Entdecken größerer Ressourcen – ähnlich wie im Falle größerer Bodenschätze wie Öl – nach wie vor nicht selten Auslöser dafür, dass vormals als Schwellenländer bezeichnete Staaten plötzlich größere Bedeutung für die Weltwirtschaft erhalten. Insgesamt behält Gold gerade wegen der großen Nachfrage und der zunehmenden Verwendung einen bleibenden Wert, der auch dafür sorgt, dass das Edelmetall trotz zwischenzeitlicher Kurseinbrüche immer wieder Hochphasen durchläuft, die bei Anlegern berechtigte Hoffnung auf sichere und gute Gewinne schüren.