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Wann lohnt es sich Gold zu kaufen?

 

Wenig Zeit? Kurz-Zusammenfassung

  • Die Frage, wann sich der Goldkauf lohnt, kann nur ansatzweise unter objektiven Gesichtspunkten beantwortet werden. Typischerweise spielt dabei der richtige Zeitpunkt für den Einstieg wie auch den Verkauf die wichtigste Rolle. Zwar sind Gewinne in der Regel eher langfristig wahrscheinlich, aufgrund der steuerlichen Vorteile aber kann es sich lohnen, akute Entscheidungen für die Trennung der Goldreserven zu treffen.
  • Das Investieren in Gold lohnt sich vor allem immer dann für Anleger, wenn sie fürchten, dass ihr Kapital wegen einer Krise verloren gehen könnte. Einsätze sind keine Sicherheit dahingehend, dass Verluste gänzlich auszuschließen sind, aber ein Minus in vollem Umfang ist denkbar unwahrscheinlich.
  • Gold gilt berechtigt als wertbeständig: Wer in Gold Geld anlegt, sorgt gemeinhin dafür, sein Kapital immerhin gegen die schlimmsten Komplikationen des Finanzmarktes abzusicher. Mit Geduld wird dabei selbst aus geringfügigen Verlusten ein Wertzuwachs.

Der große Goldrausch kann im Grunde jederzeit kommen

Wann lohnt sich Gold zu kaufen?

Die Frage „Wann lohnt es sich Gold zu kaufen?“ stellen sich nicht nur Anleger, die nach einem gelungenen zeitlichen Einstieg ins Thema suchen. Denn selbst Analysten mussten sich in den vergangenen Jahren wiederholt eines Besseren belehren lassen, dass ein lang prognostiziertes Ende einer Boom-Phase trotz eines längeren Aufwärtstrends – wie zum Beispiel im Zuge der globalen Finanzkrise ab 2006 – eben doch wider Erwarten noch nicht eintrat. Stattdessen kam es in den vergangenen Jahren zwar mehrfach zu gewissen Preisbereinigungen nach wiederholten Rekordjagden, der massive Einbruch am Goldmarkt, wie ihn mancher Schwarzseher erwartete, blieb aber aus. Doch selbst wenn es zu Einbrüchen des Preises kommt, sind es alles in allem die individuellen Umstände, die darüber entscheiden sollten, ob und wann es sich lohnt und bezahlt macht, in das Edelmetall zu investieren und physisches Gold zu kaufen.

Im Trend liegt Gold nach wie vor allemal. Viele Anleger wissen dabei vor die krisensichere Art und Weise des Spekulierens auf Kursgewinne zu schätzen.

Unmittelbarer Gewinn bei physischem Gold ohne Steuerprobleme?

Ein Vorteil beim Gold: Rein theoretisch sind die Gewinne sehr einfach zu ermitteln. Legt der Goldpreis um 5,0 Prozent zu, beträgt auch der Gewinn eines Anlegers 5,0 Prozent. Natürlich entstehen bei An- und Verkauf durchaus gewisse Gebühren, die sich auf die tatsächliche Rendite nachteilig auswirken. Wer Barren und Münzen kauft, muss neben normalen Transaktionsentgelten darüber hinaus Gebühren für die Lagerung der Rücklagen einplanen – denn ab einer gewissen Größenordnung ist eine heimische Aufbewahrung durchaus riskant. Abstriche beim Gewinn nach einem Goldverkauf entstehen Anlegern auch dahingehend, dass sie im Verkaufsfall zunächst in fiktiven US-Dollars ausgezahlt werden. Diese müssen in Euro umgetauscht werden, woraus sich je nach Marktlage ein nicht immer geringes Wechselkursrisiko ergibt, das ebenfalls eine entsprechende Berücksichtigung verdient.

Und dennoch: Lohnend sind Goldanlagen durchaus für viele Anleger. Dabei reicht es nur oft nicht aus zu fragen, wann es sich lohnt Gold zu kaufen. Anstelle dieser einzelnen Überlegung sollten gleich mehrere Fragen gestellt werden:

  1. Welche Summen plane ich anzulegen?
  2. Welche Beträge sollten mindestens angelegt werden?
  3. Kommen allein die Investition in physisches Gold infrage?
  4. Oder sind Goldaktien oder Zertifikate & Optionen auf den Basiswert Gold interessant?
  5. Wie lange möchte ich meine Investments halten?

Selbst hier gibt es einige Gefahren für neugierige Anleger

Auf einige Gefahren und Fallstricke müssen Gold-interessierte Anleger ebenso vorbereitet sein wie in allen anderen Sparten. Goldbarren und Münzen sind – fernab von historischen Höchstkursen – für alle Anleger etwas, die nicht allein Rendite, sondern in erster Linie Sicherheit anstreben und vielleicht Angst vor einem baldigen erheblichen Anstieg der Inflationsrate befürchten. Dies gilt in weiten Teilen im Übrigen auch für die „kleine Schwester“ Silber, zumal auch der Silberpreis in den letzten Jahren immer weiter zulegen konnte. Viele Analysten sind der festen Überzeugung, dass gerade sicherheitsfixierte Anleger gut daran tun, selbst bei einem relativ hohen Goldpreis Gold zu kaufen. Wer von einer Verschlimmerung der derzeitigen Wirtschaftslage und einem erneuten Ausbruch der Finanz- und Wirtschaftskrise ausgeht, kann seine Ersparnisse im Grunde jederzeit in Gold anlegen, denn jene Anleger rechnen fest damit, dass der Goldpreis krisenbedingt früher oder später einen Höhenflug hinlegen wird.

Niedrige Leitzinssätze spielen Goldanlegern in die Hände

Bin ich als Anleger fest davon überzeugt, dass der Goldkurs zukünftig steigen wird, weil die begrenzten Ressourcen und die steigende Nachfrage (vor allem aus Fernost) zwangsläufig auf lange Sicht zu Kursgewinnen führen werden, lohnt sich ein Gold-Investment selbst in Zeiten vergleichsweise hoher Kurse. Der These, dass der Kurs vielleicht schon bald merklich fallen könnte, widersprechen die Erfahrungen der vergangenen Jahre. Investitionen lohnen sich letztlich zum Beispiel immer, wenn die Notenbanken – wie zuletzt immer wieder geschehen in Europa und den USA – die Leitzinsen senken und konstant neues Geld drucken. So steigt das Risiko einer Blasenbildung, was wiederum auf Seiten der Anleger die Sehnsucht nach dem sprichwörtlichen sicheren Spekulations-Hafen aufkommen lässt. Und dieser Hafen war und ist schon wieder eine Goldanlage gewesen. Auch sind sich Analysten weitgehend einig, dass sich Einlagen in Gold immer lohnen, wenn Investoren einen Weg zur Diversifikation (Risikostreuung) innerhalb ihres Portfolios suchen.

Die Krise bietet Chancen – gerade für vorausschauende Investoren

Kommt es zur Krise, verliert echtes Gold nicht an Wert. Papiergeld hingegen schon. Selbst wenn das Finanzsystem zusammenzubrechen droht, wird Gold immerhin einen gewissen Wert behalten. Zwischen 5,00 und 10,00 % des verfügbaren Kapitals, so die Empfehlungen von Finanz-Spezialisten, sollten zur Absicherung in physisches Gold investiert werden.

Wenigstens zwei Szenarien lassen sich zusammenfassen, wenn es um die Frage geht: „Wann lohnt es sich Gold zu kaufen?“

Option 1: Anleger rechnen mit einer Zuspitzung der Krise oder wahlweise überhaupt erst dem Entstehen einer neuen Krise hier ist der Moment für Goldanlagen gekommen!

Option 2: Ich möchte als Anleger das Risiko im Depot streuen auch hier ist eine anteilige physische Goldinvestition fürs Gesamt-Portfolio sinnvoll.

Höhenflug wohl zunächst überstanden

Gold wird nicht grundlos gerne als „Währung der Krise“ tituliert. Seit Jahrzehnten (und eigentlich schon deutlich länger, wie der Blick in die Geschichtsbücher zeigt) greifen Anleger zum Edelmetall Gold, wenn das Gespenst der Inflation umgeht. Vorbereiten sollten sich Anleger mit hohem Sicherheitsanspruch, dass Kursschwankungen beim Goldpreis in einem gewissen Rahmen ebenso an der Tagesordnung sind wie in anderen Anlageklassen. Das zeigt schon der Vergleich der Kurse von 2013 bis Ende 2015. Zwischenzeitlich lag der Goldpreis 2013 bei mehr als 1.900 US-Dollar je Feinunze, anschließend aber sank der Kurs schrittweise wieder um mehrere hundert Dollar, mittlerweile (Ende Januar 2016) liegt der Preis bei etwas über 1.100 US-Dollar. Es gibt also Spielraum nach oben. Anleger, die allerdings rasch Erträge einfahren möchten, sind am Goldmarkt, zumindest beim physischen Gold eher schlecht aufgehoben.

Denn: Zinsen kassieren Anleger niemals. Auch andere Renditen sind ausgeschlossen. Gewinne erzielen Händler einzig und allein durch einen Verkauf ihrer Rücklagen.

Sparpläne vor allem für Kleinanleger wie geschaffen

Hoffnung auf einen baldigen Wertzuwachs aber gibt es im Moment. Möchte ich keine großen Summen, lohnen sich Investitionen in Goldsparpläne, um in kleinen Etappen Schritt für Schritt das eigene Edelmetall-Vermögen aufzubauen. Viele Händler erlauben den Vermögensaufbau auf diese Weise schon ab monatlichen Raten von nur 50 Euro. So partizipieren auch Kleinanleger an positiven Entwicklungen des Goldpreises, die sonst zur Erkenntnis gekommen wären, dass sich eine Goldanlage für sie leider niemals wirklich lohnen wird. Verlässliche Prognosen zur wahrscheinlichen Kurve des Goldkurses sind kaum praktikabel, so dass der richtige Zeitpunkt für den Einstieg leider immer auch ein bisschen Abwägen zwischen Fachwissen und persönlichem Glück bleiben wird – mit einem klaren Übergewicht auf der Seite der Erfahrung, der Händlern geeignete Einstiegszeitpunkte aufzeigt.

haigt

Mein Fazit

Zahlreiche Anleger lauern schon auf den nächsten „Goldrush“. Für viele Analysten scheint er aber erst einmal nicht zu kommen. Und trotzdem bedeutet das nicht, dass das Edelmetall nicht lohnend ist. Der richtige Moment, das richtige Produkt und ein Gefühl dafür, wann die Talsohle oder der maximale Preis erst einmal erreicht ist, bilden die Grundlage, um Gewinne zu realisieren, wenn andere Investoren noch zögern oder längst die heimischen Goldlager geplündert haben. In Krisen des Finanzmarktes jedenfalls ist Gold immer ein Investment, an das Sparer denken sollten. Selbst dann, wenn sie nur über geringe Rücklagen verfügen.