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Marktschwankung: Volatilität

 

Wenig Zeit? Kurz-Zusammenfassung

  • Volatilität meint die Schwankungsbreite eines bestimmten Wertpapier-Kurses, wobei die Schwankungen dabei natürlich je nach Angebot & Nachfrage unterschieden stark ausfallen können.
  • Je akuter und umfangreicher die Volatilität ausfällt, desto besser stehen vielfach die Chancen für kurzfristige Spekulationsgeschäfte. Trader müssen sich des hohen Risikos in solchen Phasen aber ebenfalls bewusst sein.
  • Die Volatilität bietet also Informationen dazu, welche Gefahren und Gewinnaussichten an einem Markt X zum Zeitpunkt Y existieren → eine wichtige Aussage, gerade für Anfänger!

Volatilität am digitalisierten Markt – deutliche Bewegungen nicht ausgeschlossen

marktschwankung volatilitaetMan muss kein professioneller Anleger sein, um zu wissen, dass Aktienkurse regelmäßigen Schwankungen unterliegen. Nicht allein Angebot und Nachfrage können hierzu als Gründe angeführt werden. Vielfach unterliegen verschiedene Bereiche des Aktienmarktes insgesamt gewissen Marktschwankungen. Hierbei spricht man im Fachjargon von der so genannten Volatilität. Der Begriff meint letztlich nichts anderes, als dass Märkten ständig gewissen Schwankungen unterliegen, deren Ursachen in verschiedenen Punkten zu sehen sind. Experten erklären, dass gerade die zunehmende Globalisierung und Digitalisierung zu schnelleren Bewegungen der Kurse führen, während Märkte früher vielfach in sich geschlossene Systeme mit eher überschaubaren Wechselwirkungen waren. Die Volatilität an sich ist ein zentralen Maß für das Risiko einer jeden Geldanlage.

Die Stärke der Kursschwankungen gibt Aufschluss über das Investitionsrisiko, das mit dem Anlagemodell verbunden ist. Eine sehr hohe Marktschwankung bedeutet für Anleger Chancen und Risiken zugleich, bestätigt wird dies nicht zuletzt durch die schwierige Wirtschaftslage in der Europäischen Union.

Daytrader profitieren oft besonders von hoher Volatilität

Massive Schwankungen bieten vor allem bei kurzfristigen Investments oftmals ein beachtliches Gewinnpotenzial. Langfristig orientierte Trader und Investoren hingegen haben gerade bei Aktien vielfach nach Kursverlusten nur die Option, das Minus durch einen rechtzeitigen Verkauf einzugrenzen oder den Versuch zu unternehmen, den Verlust auszusitzen und auf eine spätere Korrektur zu hoffen. Andererseits sind Kurseinbrüche gerade am Aktienmarkt eine gute Gelegenheit, um Aktien überhaupt erst zu erwerben. Eine andere Vorgehensweise ist das Absichern von Aktienkäufen über Optionsgeschäfte oder Derivate wie binäre Optionen, bei denen auch auf sinkende Kurse gewettet werden kann. Volatilität gibt es generell bei allen Finanz-Instrumenten und an allen Märkten. Einzig das Ausmaß und der Zeitrahmen, innerhalb dessen Schwankungen erkennbar werden, variiert je nach Marktlage.

Die Marktschwankung oder Volatilität ist faktisch stets ein gewisser Schwankungsbereich. Für die präzise Analyse der Entwicklungen eines Instrumentes muss im ersten Schritt der Zeitraum der Auswertung definiert werden. Aus mathematischer Sicht ist die Volatilität eine Standardabweichung. Sie kommt unter anderem bei diesen Finanz-Instrumenten zur Anwendung:

  • Aktien
  • Rohstoff
  • Zinsen
  • Investmentfonds
  • Devisen

Volatilität gilt in den Wirtschaftswissenschaften als Standardabweichung

Auch hinsichtlich der Rendite können in diesem Kontext Aussagen getroffen werden. Aufschluss gibt die Standardabweichung nämlich über das Anlagerisiko, so dass Anleger eine gewisse Bewertung der Kosten, der Rendite-Chancen und der Wahrscheinlichkeit eines Verlusts vornehmen können. Legt man für die Analyse einer Kursentwicklung einen Zeitraum von einem Monat zugrunde, ginge es darum, einen durchschnittlichen Kurswert über eben diese Zeitspanne in der Vergangenheit zu ermitteln. Daraus lässt sich dann ableiten, in welchem Umfang der Kurswert im Augenblick der Bewertung nach oben oder unten abweicht. Hintergrund der Kalkulation ist also die Berechnung der Schwankungsbreite um den ermittelten Mittelwert. Eine große Breite der Schwankungen deutlich auf ein hohes Risiko und somit eine hohe Volatilität hin, während eine geringe Schwankungsbreite auf ein niedrigeres Risiko eines Instrumentes hindeutet.

Zwei Arten von Volatilität sind bekannt und gebräuchlich

Analytisch ist in der Finanzmathematik zwischen verschiedenen Varianten der Wertänderung der Marktschwankung zu unterscheiden, nämlich der logarithmischen, der relativen und der absoluten Veränderung. In den meisten Fällen geht es bei der Volatilität als Standardabweichung um die Ermittlung von Fakten auf einen Zeitraum von einem Jahr bezogen. Daraus leitet sich auch der Begriff der annualisierten Marktschwankung ab. Bei Finanzderivaten oder im Bereich des Devisenhandels kann es durchaus sinnvoll sein, kürzere Analyse-Intervalle anzusetzen. Zu differenzieren ist neben den drei Volatilitäts-Maßstäben außerdem zwischen

  1. der impliziten Marktschwankung
  2. der historischen Volatilität

Betrachtung von aktuellen Kursen und Kurs-Prognosen

Beide Punkte haben einen Nutzen für Anleger. Je nach Marktlage aber eignet sich mitunter eine der beiden Herangehensweise deutlich besser. Die „historische Volatilität“ trägt ihren Namen, weil es in diesem Bereich darum geht, Risiken anhand vergangener Zeitperioden und Veränderungen der Preise/Werte zu durchleuchten. Die Berechnung der historischen Volatilität bezieht sich generell nur auf die rückwärts gewandten Kurse, auch bei der Standardabweichung, um die Intensität der Kursschwankung zu bestimmen. Experten versprechen sich davon verlässliche Aussagen über zukünftige Kursschwankungen. Für die „implizite Volatilität“ haben in erster Linie die Veränderungen der Kurse im Options-Segment zum Zeitpunkt der Beobachtung eine große Bedeutung. Das Ziel hierbei ist, die Optionspreise für Basiswerte (Vermögenswerte/Assets wie Aktien, Indizes, Devisen, Rohstoffe etc.) bzw. die dort erkennbare Volatilität dazu zu nutzen, Marktpreise bei den Basiswerten selbst zu bewerten.

Indizes auf Volatilitäts-Basis an vielen Börsen

Auch Optionsscheine können Grundlage der Auswertung sein. An den Börsen entstanden über die Jahre auch spezielle Index-Werte, so genannte „Volatilitätsindizes“, bei denen ausdrücklich die Kursschwankung der im Index gelisteten Werte gemessen wird. Allgemein muss der Volatilität an Börsen und anderen Finanzmärkten eine wichtige Position als Gradmesser der Unsicherheit zugesprochen werden. Dabei kommt unter anderem zum Tragen, dass die Schwankungsbreite nicht grundsätzlich eingeschränkt ausfallen muss. Hier zeigt sich ein Unterschied zum Aktienkurs, der in der Regel durchaus gewisse Grenzen kennen wird, auch wenn größere Kurssprünge in gewissen Phasen nicht unvorstellbar sind. Bei der Schwankungsbreite eines Aktienkurses sind solche gedachten Grenzen eher nicht zu erwarten. Wie wichtig die Festlegung eines geeigneten Analyse-Intervalls ist, wird deutlich, wenn man am Beispiel des Deutschen Aktienindex (DAX) die Volatilität für einen Monat berechnet und dem Ergebnis den Wert für einen Zeitraum von sechs Monaten gegenüberstellt.

Geschuldet ist dies vorrangig der Tatsache, dass die großen Indizes teils tagestypische akute Bewegungen durchlaufen, die bei kurzen Zeiträumen eher Gewicht haben als bei langen Beobachtungszeitspannen. Für mutige Anleger ist die Marktschwankung, also die Volatilität, auch deshalb interessant, weil sie im Derivatbereich gerade mit sehr volatilen Basiswerten ungeachtet des hohen Verlustrisikos sehr gute Renditen realisieren können – und zwar nicht nur beim Aktien-Trading.

larserichsen

Mein Fazit

Die Schwankungsbreite der Kurse von Finanzinstrumenten wird als Volatilität bezeichnet. Sie gibt Aufschluss darüber, wie es aktuell um Nachfrage und Angebot am Markt steht. Zugleich aber kann die Volatilität je nach Umgebung Verwendung finden, um Vorhersagen über wahrscheinliche Kursentwicklungen abzugeben. Die Bedeutung der Volatilität spiegelt sich auch darin wider, dass es an verschiedenen Börsen seit Jahren bereits eigene Indizes auf Basis der Schwankungsbreite gibt, auf die bzw. mit denen Trader spekulieren können.