Was ist eine Handelsplattform?

 

Wenig Zeit? Kurz-Zusammenfassung

  • Handelsplattformen sind die Basis, damit Händler überhaupt über ihren Broker den Weg an die Börsen und andere Handelsplätze finden können. Ihre Usability, Übersichtlichkeit und Ausstattung betreffend, weisen die Plattformen je nach Broker oft mehr oder minder große Differenzen auf.
  • Ideal sind Handelsplattformen, die nicht nur für Profis leicht bedienbar, sondern auch für Einsteiger nach kurzer Einarbeitszeit verständlich sind. Denn so erhöhen die Broker die Chancen, den Kreis potentieller Kunden deutlich zu vergrößern, indem Neukunden langfristig zu Stammkunden werden.
  • Digitale Handelsumgebungen erlauben Broker-Kunden das Ausführen von Orders in Sekundenbruchteilen, Extra-Funktionen wie Stops und Limits erlauben das Bestimmen individuell sinnvoller Risikobereitschaft, um in schwierigen Marktphasen nicht überraschend zu viel Kapital einzubüßen.

Digitale Plattformen vereinfachen & beschleunigen Order-Aufgabe

was ist eine handelsplattformTrader von heute führen, so viel ist in den vorangegangen Themenbereichen offensichtlich geworden, ihre Aktien-Investitionen und Spekulationen an den Finanzmärkten in Eigenregie durch. Zwar bieten Broker ihren Kunden vielfältige Ansätze für die Marktanalyse, so dass objektive Auswertungen der Märkte und einzelner Handelswerte auch ohne langjährige Erfahrungen als Händler ermöglicht werden. Gewisse Bedingungen müssen für den Handel aber dennoch erfüllt werden. Dazu gehört vor allem eine am besten intuitiv bedienbare Handelsumgebung, die den Anlegern einen Zugang zu allen wichtigen Märkten weltweit garantiert. Benötigt werden so genannte Handelsplattformen, über die Trader Investments fernab dem traditionellen Umweg über einen Bankberater mit entsprechend hohen Ausführungskosten tätigen können. Die moderne Börsenlandschaft ist schon vor Jahren ganz in der digitalen Welt angekommen.

Gute Ausstattung der Handelsplattformen macht das Traden flexibel

Im Broker-Vergleich zeigt sich frühzeitig, dass professionelle und private Anleger verschiedene Optionen haben, um Transaktionen durch einen Online-Broker durchführen zu lassen. Die Broker selbst verfolgen unterschiedliche Ansätze und definieren durch die Auswahl und Gestaltung ihrer Plattformen genau genommen bereits, welche Zielgruppen sie mit ihren Angeboten ansprechen. Im Grunde sind die Plattformen die Grundvoraussetzung, damit Händler vom PC aus oder mit einem mobilen Endgerät (Mobile Trading) Orders abwickeln können. Einfach formuliert sind die Plattformen der unverzichtbare Arbeitsplatz für den gelegentlichen oder ständigen Handel. Wir werden sehen, dass der Begriff „Arbeitsplatz“ noch an anderer Stelle in dieser Ratgeber-Rubrik eine Rolle spielen wird. Chart-Tools und Handelssignale – die so genannten Indikatoren – stehen mehr oder weniger zahlreich zur Verfügung, damit sich Trader der charttechnischen oder der fundamentalen Analyse widmen können. Sie können so in Erfahrung zu bringen, in welchen Marktbereichen zum Zeitpunkt X die besten Gewinnchancen bestehen.

Handelsplattformen müssen für anspruchsvolle Trader die folgenden Eigenschaften bieten:

  1. Direkter Handel der diversen Handelswerte von Aktien über Fonds, Anleihen, Zertifikaten, Rohstoffen, Devisen (Forex), bis hin zu binären Optionen und Differenzkontrakten u.a.
  2. Analyse-Tools zur Auswertung aktueller wie auch historischer Kurse
  3. Optionale Zusammenstellung von Listen mit interessanten Werten (Stichwort „Watchlist“)
  4. Eingriffsmöglichkeiten während der gesamten Handelszeiten
  5. Korrekturen des aktuellen Depot-Bestands
  6. Eine möglichst gute Auswahl an Orderarten und Zusatzfunktionen

Verspätete Kursstellungen: ein zusätzliches Risiko für Trader

Die Börsen und anderen Handelsplätze haben in den vergangenen Jahrzehnten nach und nach ihre Aktivitäts-Bereiche ausgeweitet. Dies hat dazu geführt, dass auch ganz normale Privatanleger heute an Märkten investieren und spekulieren können, die vormals eher institutionellen Investoren, Banken und Großinvestoren vorbehalten waren. Umso höher sind denn inzwischen auch die Ansprüche der Trader an die Handelsplattformen der Anbieter. Die komplexere Lage an den Märkten muss eine seriöse Plattform transparent zugänglich machen, denn nur dann behalten Händler den Überblick über alle genannten Asset-Klassen. Wichtig ist zudem, dass Anleger Orders zeitnah ausführen können, was gerade die Kursstellung in Echtzeit („real-time“) erforderlich macht. Zeitliche Verlust bergen das Risiko von Kurs-Abweichungen, was wiederum zu Verlusten führen kann.

Daytrading nicht bei allen Brokern möglich

Es gibt eine ganze Reihe verschiedener Handelsplattformen, die Tradern je nach Investitionsbereich und Umfang der Aktivitäten dienlich sein können. Gerade Fans des Daytradings mit Haltezeiten von maximal einem Handelstag (oft sogar mit Trades im Minutenbereich) müssen genau abwägen, auf welche Handelsplattform sie sich in Zukunft verlassen möchten. Händler werden im Online-Broker-Vergleich jedoch erkennen, dass Daytrader nicht bei allen Brokern am Markt willkommen sind. Als Argument nennen manche Anbieter den hohen technischen Aufwand und das geringe Umsatzpotenzial. Das ist in gewisser Weise wenig nachvollziehbar: Denn viele Daytrading-Fans sind zugleich Scalper, die Tag für Tag sehr viele Positionen eröffnen und schließen, so dass Broker durchaus ihren sprichwörtlichen Schnitt machen können.

Oft genutzt und sehr begehrt sind „Highend“-Plattformen. Diese Varianten können üblicherweise auf den beliebtesten Betriebssystemen genutzt werden, wobei es je nach Broker bestimmte Vorgaben zu diesem Punkt gibt. Aufgrund der Fülle der Angebote am Markt sollen an dieser Stelle aber nur zwei Varianten präsentiert werden:

    • Webbasierte Handelsplattformen
    • So genannte „Client“-Modelle

Browserbasierte Handelsplattformen

Im Grunde ist der Begriff „browserbasiert“ nahezu selbsterklärend. Händler, die auf diesem Wege über einen Broker Geld investieren, können dies von jedem Ort der Welt aus tun. Dabei ist die wesentliche Voraussetzung das Vorhandensein eines möglichst schnell funktionierenden und verlässlichen Internetanschlusses. Eine spezielle Software müssen die Trader dafür auf ihrem Rechner nicht installieren. Es reicht, die Webseite des (Online-)Brokers aufzurufen, die Zugangsdaten einzugeben und das persönliche Handelskonto anzusteuern, eben alles über den installierten Browser. Wie so oft im Leben aber müssen Nutzer wissen, über welche Browser die Portale zum Einsatz kommen können. Gängige Browser wie Microsofts Internet Explorer (und Nachfolger), Mozilla Firefox, Google Chrome oder viel genutzte Alternativen stellen für die Systeme meist kein Problem dar. Dennoch kann es technische Einschränkungen geben.

Browserbasierter Handel meist ohne besondere Systemvoraussetzungen

An ein vom Broker genanntes System sind Händler nicht gebunden. So können die genannten Browser jeweils fürs Traden Verwendung finden. Der Vorteil besteht darin, dass nicht allein der heimische PC Zugriff aufs Konto bietet, wenn über browser- oder webbasierte Handelsplattformen getradet wird. Ein mobiler Web-Zugang kann ebenso zum Erfolg führen beim Börsenhandel. Zusätzliche Plugins braucht es höchstens, wenn besondere Extra-Funktionen angeboten und genutzt werden. Gerade bei speziellen Grafiken oder Animationen kann dies aber durchaus der Fall sein. Händler, die gerade eher seltene Orderarten oder Features verwenden möchten, sollten sich eingehend mit den technischen Anforderungen der Broker vertraut machen.

Client-Plattformen

Browserbasierte Handelsplattformen sind im Grunde in allen Trading-Bereichen anzutreffen. Anders verhält es sich mit Arbeitsplatz-Plattformen oder „Client-Handelsplattformen“, wie diese Angebote in vielen Fällen auch genannt werden. Sie finden weitgehend bei Brokern Verwendung, die sich auf den Devisenhandel (Forex- oder FX-Trading) bzw. das Trading von Differenzkontrakten spezialisiert haben, zumindest aber für diese Bereiche ebenfalls Handelsmöglichkeiten vorsehen. Um es noch genauer zu formulieren: Insbesondere für Daytrader – deren Orders vollständig innerhalb eines Handelstages abgeschlossen werden und die oftmals in wenigen Minuten Positionen öffnen und schließen lassen – erweisen sich solche Plattformen als guter Ausgangspunkt für den Handel. Dies lässt sich dadurch erklären, dass hier mehrheitlich sehr gute Darstellungs-Optionen für Charts existieren.

Kann ich „meine“ Plattform individuell gestalten?

Und auch die Listen der einsetzbaren Handelsindikatoren sind meist lang, was sich im Rahmen des Handels mit einer technischen Analyse als eindeutiger Vorzug präsentiert. Eine typische Client-Plattform erlaubt Händlern an vielen Stellen eine umfassende Anpassung an die eigenen Trading-Wünsche und ihre Vorstellungen davon, wie die Handelsumgebung möglichst aussehen sollte, um sich gut und schnell zurechtfinden zu können. Jeder Nutzer kann so festlegen, wo sich die für die Trading-Arbeit genutzten Fenster optimalerweise befinden sollten, damit zügig alle notwendigen Schritte vorgenommen werden können. Als besonderes Feature erlauben viele Broker das Installieren spezieller Buttons (oft auch als „Hotkeys“ tituliert), um bestimmte Funktionen schneller nutzen zu können.

Einmal mehr erweist sich dies vor allem beim Daytrading mit kurzen Haltezeiten als Vorteil, umso mehr, wenn Anleger auf den so genannten Hochfrequenzhandel setzen, um täglich zahllose Positionen auszuführen. Faktisch erlauben einige Anbieter sogar die Erstellung von Vorlagen für Orders, was die Ausführungsvorbereitung vereinfacht und verkürzt.

Extras machen Plattformen oft besonders interessant

Mehr Qualität im Bereich der Analyse-Tools bringen Extras wie der Zugriff auf Daten zur aktuellen Markttiefe oder Realtime-Pushkurse. Miteinander kombiniert bieten die beiden Funktionen Tradern Informationen dazu, wann Teilnehmer an den Märkten in welchem Umfang gekauft oder verkauft haben. Der beste Online-Broker verbindet vielfältige Möglichkeiten für die Wertpapierkäufe seiner Kunden an der Frankfurter Wertpapierbörse und an anderen Märkten. Zugleich präsentieren gute Anbieter aus dem Broker-Vergleich bedeutsame Extras, damit der Handel mit Aktien und andere Börsengeschäfte personalisiert und zu fairen Konditionen erfolgen kann. Dabei muss ein Broker, der Kunden ein kostenloses Depot zusichert, weder der günstigste noch der beste Dienstleister sein. Erst wenn alle Gebühren in den Broker-Vergleich einfließen, ist gewährleistet, dass Kunden für ihre Bedürfnisse den idealen Partner im Handel mit den bevorzugten Finanzinstrumenten gefunden haben.

Höhere Handelskosten in Kauf zu nehmen, kann sich lohnen, wenn gebührenpflichtige Extras und Leistungen einen entsprechenden Mehrwert bieten, was sich bei richtiger Vorgehensweise am Ende in puncto Renditen bezahlt macht.

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Mein Fazit

Ein Bindeglied aller Online-Broker sind die so genannten Handelsplattformen. Doch schon ein erster Blick auf die Informationen im Broker-Vergleich offenbart, dass die Angebote selbst doch sehr unterschiedlich ausfallen. Damit ist nicht allein gemeint, dass einige Anbieter eher auf Client-Plattformen als auf browserbasierte Plattformen setzen. Gerade die Extras und Besonderheiten der Handelsumgebungen machen bestimmte Anbieter in vielen Fällen erst zur ersten Wahl. Vorab kennen sollten Trader aber die Zugangsbedingungen, zugleich sollten sich die Kunden in spe fragen, welche Anforderungen sie an die Vielfalt bei Handelswerten und Orderarten stellen. Einsteiger bevorzugen dabei meist Plattformen, bei denen alle Branchenstandards garantiert sind und Verständlichkeit bei möglichst einfacher Navigation groß geschrieben wird.

Autor: RP