Welche Märkte kann man traden?

 

Wenig Zeit? Kurz-Zusammenfassung

  • Die Auswahl der Märkte, an denen Trader tätig werden können, ist größer, als es sich viele Anfänger zunächst vorstellen können. Zinsmärkte, Aktienmärkte sowie der Handel mit Optionen, Futures und vielen anderen Instrumenten bieten Chancen, bergen aber natürlich ebenso gewisse Risiken.
  • Viele Händler, die am Aktienmarkt spekulieren, nutzen andere Bereiche wie Binäroptionen oder Differenzkontrakte als Mittel zur Risikominimierung, da sie so flexibel auch auf sinkende Kurse wetten können.
  • Der Devisenmarkt ist der weltweit größte Finanzmarkt überhaupt. An ihm werden tagtäglich Umsätze in einer Höhe von mehr als fünf Billionen US-Dollar verbucht, was dem Markt eine massive Schwankungsbreite einbringt, vor allem bei den meist gehandelten Währungspaaren.

Märkte arbeiten weitgehend digital und global vernetzt

Wie der Handel mit Aktien funktioniert, das wissen die meisten Anleger mittlerweile. Zumindest vordergründig, denn die Wirklichkeit sieht auf Nachfragen in vielen Fällen doch etwas anders aus. Viele Verbraucher haben eben doch keine allzu genaue Vorstellung davon, wie genau der Aktienmarkt – genauer DIE Aktienmärkte auf nationaler und internationaler Ebene, denn es gibt eben nicht nur einen einzigen – funktioniert. Fragt man potentielle Trader danach, auf welchen Märkten sie insgesamt traden können, bleibt es meist beim Verweis auf die Deutsche Börse. Vielfach fehlt es Laien schon am Verständnis dafür, dass der Aktienhandel längst weitgehend digital und nicht auf dem klassischen Börsenparkett vonstatten geht. Ganz zu schweigen von den anderen Märkten, die beim Trading Chancen bieten – gemeint sind mit diesem Hinweis zum Beispiel die weltweiten Zinsmärkte, der Sektor der Rohstoffe wie auch der Handel mit Währungen bzw. Währungspaaren.

Flexibles Handeln an Märkten mit besten Gewinnaussichten

Eben diese Alternativen gibt es, wenn Trader in spe mit ihren Ersparnissen spekulieren und nicht allein den aktuellen Aktienmarkt im Blick behalten möchten. Die Arbeitsweise aller Aktienmärkte ist im Grunde recht ähnlich, weist auf den zweiten Blick aber dennoch gewisse nationale oder regionale Besonderheiten auf. Generell sollten Trader, die noch ganz am Anfang ihrer Karriere stehen, vor allem einen wichtigen Aspekt im Hinterkopf behalten: Fehler können passieren und sind niemals auszuschließen. Auch echte Profis treffen manchmal falsche Entscheidungen, die zu einem Verlust führen. Schon deshalb sollten sich Leser eingehend mit dem Thema Risikomanagement und Moneymanagement auseinandersetzen. Dabei geht es im Prinzip darum, nicht mehr Geld einzusetzen, als es das Budget hergibt. Zugleich sollte das Spekulationskapital verzichtbar sein, soll heißen: Die Einsätze sollten möglichst nicht für andere Investitionen benötigt werden.

Online-Broker erlauben oft Extrafunktionen

Die beste Vorsorge beim Spekulieren an den Märkten sind Funktionen zur Verlustabsicherung wie Limits und Stopps. Im gleichen Maße ist ein umfassendes Wissen zum Trading die beste Basis für sicheres Handeln. Allgemein gilt: Aus Fehlern lernt man, auch wenn sie Geld kosten. In den nächsten Abschnitten geht es um Erklärungen zu den verschiedenen Märkten, die getradet werden können, so dass potentielle Trader den Sektor ausfindig machen können, in dem sie sich am besten aufgehoben fühlen und die besten Gewinnaussichten erkennen. Entscheidend sind die Investitionsziele, die zur Verfügung stehenden Mittel und der zeitliche Rahmen, in dem sich Trader bewegen möchten. In jedem Fall lohnt es sich, über den Tellerrand zu schauen und die Frage zu stellen: Welche Märkte kann man traden? Nach Findung der Antwort sollte sie wiederum genutzt werden, um Währungen (auch Forex oder FX genannt), Rohstoffe, Zinsmärkte und andere Bereiche für die eigenen Zwecke in Betracht zu ziehen. Zu viel auf einmal sollten gerade Einsteiger jedenfalls nicht riskieren.

Trader müssen Übersicht über ihre Positionen behalten

Diese Aussage betrifft nicht nur das Kapital, sondern zugleich die Märkte. In zu vielen Märkten parallel sollten Anfänger nicht aktiv werden. Denn dies birgt das Risiko, die Übersicht über das eigene Engagement zu verlieren. Exakt solche Situationen sind es, in denen Trader am ehesten Gefahr laufen, hohe Verluste einzufahren. Eng verbunden ist die Frage danach, welche Märkte gehandelt werden können, mit der Überlegung, welche Märkte ein Trader nutzen sollte. Und an dieser Stelle sind es vor allem die verfolgten Ziele sowie das wiederholt angesprochene Risiko- und Kapitalmanagement, die den Ausschlag für die endgültige Entscheidung treffen. Zumindest sollte dies der Fall sein, wenn Händler erfolgreich agieren möchten, ohne ständig neues Guthaben auf das Handelskonto beim Online-Broker nachschießen zu müssen, weil wieder einmal größere Verluste entstanden sind. Die Möglichkeiten sind zahlreich, so viel jedenfalls steht fest.

In Bezug auf die schon genannten Märkte finden Sie im Folgenden in einer Zusammenstellung je nach finanziellem Spielraum und Rendite-Vorstellung mehr oder weniger regelmäßig günstige Gelegenheiten:

  • der Handel mit Aktien
  • Futures-Trading (Stichwort „Terminmarkt“)
  • der Forex- oder FX-Markt
  • Zinsmärkte
  • der Markt für den Handel mit Differenzkontrakten („CFD“)
  • verbriefte oder standardisierte Optionsscheine
  • binäre Optionen
  • Zertifikat-Handel

Ein Aspekt, der hierbei erwähnt werden muss, ist der sprichwörtliche Punkt der Konzentration auf das Wesentliche. Nicht nur für Anleger formulieren Spezialisten oft und gerne die goldene Regel:

Gerade am Anfang eher auf mehrgleisiges Handeln verzichten

Anders ausgedrückt, ließe sich die Redewendung „Weniger ist mehr“ treffend ins Feld führen. Es spricht nichts dagegen, hin und wieder über den Tellerrand hinauszuschauen, um nach Chancen in bisher verschmähten Märkten Ausschau zu halten. Auf zu vielen Hochzeiten (um ein letztes Sprichwort zu bemühen) sollten gerade Einsteiger am besten im eigenen Interesse besser nicht tanzen. Denn im schlimmsten Fall ist die schwingende Übersicht über alle Transaktionen an den diversen Märkten der Preis, denn Händler zahlen müssen, wenn sie über das selbst gesteckte Ziel hinausschießen. Zu Beginn sollten sich Trader auf wenige Märkte konzentrieren. Ein oder zwei gezielt ausgesuchte Sparten bringen meist schon den erhofften Erfolg. Später können die Aktivitäten schließlich ohne Probleme auf weitere Bereiche ausgeweitet werden. Ungeachtet der Märkte, an denen man traden kann, gilt: Kein Trader ist geschützt vor Fehlentscheidungen oder überraschenden Trendwenden am Markt.

Fehler nicht überbewerten, sondern Lerneffekte positiv nutzen!

So kann es immer wieder dazu kommen, dass Tradern die Einsicht kommt, bis dato im falschen Umfeld investiert zu haben. Ärgern sollte man sich über solche Fehler nicht. Stattdessen lernt man aus Missverständnissen und nicht vorhergesehenen Szenarien und hakt Verluste am besten zeitnah ab. Oft empfiehlt es sich nach einem größeren Minus auf dem Handelskonto, eine Pause beim Trading einzulegen, bevor man erneut und besonnen ans Werk geht. Die Theorie ist wie so oft nur die eine Seite der Medaille – die Praxis die andere.

larserichsen

Mein Fazit

Trader, die der Meinung sind, man könne nur an einigen wenigen Märkten traden, irren eindeutig. Es gibt eine Vielzahl von Finanzmärkten, an denen aufgrund der modernen Medien und der Angebote von Online-Brokern selbst normale Privatanleger vollkommen problemlos spekulieren können. Manche Märkte lassen sich sehr gut miteinander kombinieren, um so Verluste an einem Markt am anderen auszugleichen. Gerade der Terminmarkt und der Forex-Sektor bieten sich – bei Auswahl des passenden Brokers – für derlei Engagements an.

Autor: RP