Welche Märkte kann man traden – die Einzelübersicht

 

Wenig Zeit? Kurz-Zusammenfassung

  • Aktien sind der wohl bekannteste Teil des Wertpapiermarktes weltweit. Ein genereller Vorteil dieser Handelsinstrumente ist darin zu sehen, dass die Produkte am Aktienmarkt auch Basis für derivate Finanzprodukte wie Optionsscheine oder Differenzkontrakte sein können, bei denen es um das Spekulieren auf Kursveränderungen, nicht den eigentlichen „physischen“ Kauf geht.
  • Aktien zeichnen sich wie im Grunde alle Instrumente des Finanzmarktes durch unterschiedliche Risikoklassen aus: Insbesondere sind Werte von Aktiengesellschaften, die in den großen Leitindizes gelistet werden, in der Regel (außerhalb kritischer Phasen) weniger schwankungsanfällig als die Wertpapiere junger Unternehmen, die in einem Nebenindex notiert werden.
  • Auch Aktien aus dem Ausland können Trader heute dank der digitalen Plattformen der (Online-)Broker traden, wobei an ausländischen Börsen andere Kurse gelten können als im jeweiligen Heimatland der Anbieter

Der Aktienmarkt – aktuelle Trends und Trendwenden im Blick behalten

Die Aktienmärkte sind ohne Wenn und Aber die Märkte, die am häufigsten Erwähnung finden, wenn man Laien nach ihrem Fachwissen befragt. Und in der Tat ist – vom Handel mit Währungen am Devisenmarkt abgesehen, der an anderer Stelle noch weitergehend definiert wird und aus gutem Grund als größter Finanzmarkt der Welt gilt – der Aktienmarkt aktuell wie schon lange ein beliebter Sektor, in dem auch viele Privatanleger Ausschau halten nach günstigen Chancen für Renditen. Normale Anleger landeten spätestens rund um die Jahrtausendwende, als es zum Boom am Neuen Markt kam, an den Aktienmärkten. Auch wenn zwischendurch einzelne Branche oder Indizes Einbrüche bei den Aktienkursen hinnehmen mussten, ist und bleibt der Aktienmarkt ein lukrativer Ansatz.

Aktien können nicht nur direkt gehandelt werden – Derivate locken

Zumal: Wertpapiere können längst nicht nur direkt erworben und verkauft werden. Über die sogenannten Differenzkontrakte (CFDs) besteht auch die Möglichkeit, nationale oder internationale Aktien und Wertpapiere anderer Form zum Vermögenswert zu machen. In diesem speziellen Fall realisieren Anleger Renditen nicht als Aktionäre bei Kursgewinnen. Stattdessen wird dabei auf die Kursentwicklungen der Aktienwerte spekuliert, was zur Folge hat, dass nicht nur bei einem Kurszuwachs Gewinne entstehen können, sondern ebenso bei Kurseinbrüchen bei Aktien und/oder Indizes erfolgreiche Positionen geschlossen werden können. Wichtig ist beim eigentlichen Aktienhandel auf Anraten von Experten, eine gesunde Streuung des Risikos – die sogenannte Diversifikation – zu berücksichtigen. Dies bedeutet letztlich, dass nicht das gesamte Kapital auf Einzelwerte oder Branchen verteilt werden sollte. So sollte beispielsweise darauf verzichtet werden, das Budget vollständig in Technologie-Werte zu stecken.

Viele Branchen unterliegen saisonalen Trends

Am Beispiel der Photovoltaik hat sich vor kurzem gezeigt, wie dramatisch die Auswirkungen politischer Entscheidungen sein können, als über wenige Jahre schrittweise Kürzungen der Einspeisevergütung in Deutschland vorgenommen wurden, auch wenn dies nicht der einzige Grund für den zwischenzeitlichen Einbruch der Kurse war. Aktionäre müssen insgesamt bei Aktien eher einen langen Atem mitbringen, um Gewinne einzustreichen. Manchmal kann es Jahre dauern, bis das Aktiendepot zum ersten Mal Gewinne abwirft.

Auch Dividenden wirken sich auf die Rendite aus

In diesem Fall ist es positiv zu vermerken, wenn Anleger auf die Dividendenstrategie gesetzt und Aktien ausgesucht haben, bei denen Aktiengesellschaften Anteilseigner über die Ausschüttung von Dividenden an ihren guten Geschäftsergebnissen teilhaben lassen. Interessante Randbemerkung: Vielfach sind es zum Erstaunen unerfahrener Aktionäre eher nicht die großen Unternehmen, die im DAX und anderen international relevanten Indizes notiert werden, bei denen die höchste Dividende lockt. Tatsächlich winken die besten Zahlungen eher in Nischenbereichen, wobei unterm Strich die Jahresergebnisse über die Höhe der Gewinn-Beteiligungen für Aktionäre entscheiden. Kürzungen im Vergleich zum Vorjahr oder gar Streichungen sind in diesem Bereich am Aktienmarkt durchaus möglich, wenn Unternehmen ihre Ziele nicht erreichen oder gar Gewinnwarnungen publizieren müssen, wenn die Geschäfte einbrechen.

larserichsen

Mein Fazit

Aktien sind schon seit Jahrzehnten bei den Anlegern im deutschsprachigen Raum gefragt. Auch Kleinanleger können gerade in Nebenmärkten oft schon mit geringem finanziellem Budget tätig werden und hohe Gewinne erreichen. Allerdings sind die typischen Anlagen für Einsteiger in erster Linie die Wertpapiere etablierter großer Aktiengesellschaften, die bei überschaubaren Verlustgefahren Rendite einbringen können. Gewinne winken dabei beim Handel am Aktienmarkt je nachdem, welches Wertpapier getradet wird, auch über Gewinn-Beteiligungen durch Dividendenzahlungen. Solche alljährlichen Boni für Aktionäre sind aber nicht in Stein gemeißelt, sondern hängen vom jeweils verbuchten Gewinn der AG ab, die Aktien emittiert hat. Schlechte Geschäftsergebnisse sorgen meist dafür, dass Anleger auf einen Gewinnzuschuss verzichten müssen. Generell wichtig beim Aktienhandel ist eine gute Streuung des Risikos, so dass Verluste an einer Stelle durch ein Plus bei anderen Aktien ausgeglichen oder ein Soll am besten in ein Haben umgekehrt wird.

Lars Erichsen
Autor: Lars Erichsen
Bereits während meines Betriebswirtschaftsstudiums begann ich mich intensiv mit den Aktienmärkten und Trading zu beschäftigen. Vor 14 Jahren traf ich dann die Entscheidung meinen Lebensunterhalt als Vollzeit-Trader zu verdienen und meine Passion zum Beruf zu machen. Durch Daytrading lernte ich unabhängig vom jeweiligen Marktumfeld positive Erträge zu generieren und auch die mentalen Herausforderungen des Tradings erfolgreich zu meistern. Als Strategieentwickler, Trader und Handelssystem-Entwickler ist es mein Anspruch, mit den Musterdepots meines CFD- und Trading-Briefs kontinuierlich Gewinne für meine Leser zu erzielen.