Währungen – der größte Finanzmarkt der Welt

 

Wenig Zeit? Kurz-Zusammenfassung

  • Der Devisenmarkt ist die Nummer 1 unter den globalen Finanzmärkten, was entsprechend gute Chancen auf sehr schnelle und hohe Gewinne erkennen lässt in vielen Phasen. Zugleich zeichnet sich der Devisenhandel, bedingt durch die oft sehr hohe Volatilität, durch nicht weniger deutliche Verlustrisiken aus.
  • Aufgrund der teilweise sehr akuten Veränderungen der Devisenkurse sollten Händler nicht unvorbereitet investieren, sondern zunächst ein gesundes Grundverständnis für die Zusammenhänge und die verschiedenen Einflüsse entwickeln.
  • Beim Devisenhandel werden nicht einzelne Währungen gehandelt. Stattdessen geht es um Währungspaare und deren Kursentwicklungen zueinander. Dabei sind sinkende Kurse ebenso eine Chance wie ein Kursanstieg eines Einzelwertes oder des gesamten Marktes.

Kein Markt profitiert vom digitalen Handel so sehr wie der FX-Sektor

Der Markt für den Handel mit Währungen ist der weltgrößte Markt innerhalb der Finanzbranche. Dies liegt natürlich in erster Linie daran, dass Währungen und Devisen immer eine Rolle spielen – sowohl in der realen Welt wie bei Einkäufen und Transaktionen in der digitalen Welt. Die fortschreitende Globalisierung ließ und lässt den Markt noch rasanter wachsen. Unternehmen wirtschaften verstärkt über Ländergrenzen hinweg. Und Transaktionen in Fremdwährungen wirken sich ebenso auf die Währungskurse aus wie der Handel an sich. Tagtäglich werden Statistiken zufolge der Gegenwert von mehr als fünf Billionen US-Dollar am Markt für Währungen umgesetzt. Auch der Umtausch von Geld in Fremdwährungen am Schalter einer Bank für bevorstehende Reisen ins Ausland hat Einfluss auf die Wechselkurse, allerdings nur noch einen kleinen.

Anteil privater Anleger am Devisenmarkt wächst

In früheren Jahren wurde der Devisenmarkt größtenteils von Banken und anderen institutionellen Anlegern dominiert. Hinter dem Begriff verbergen sich neben (Zentral-)Banken und Sparkassen andere Unternehmen, Versicherungsgesellschaften oder auch die Betreiber von Fonds verschiedenster Arten: Investmentfonds und seit einigen Jahren insbesondere Hedgefonds investieren in Währungen bzw. spekulieren auf Devisenkurse, um so von den Zinsänderungen profitieren zu können. Der Vorteil des Devisenhandels besteht nicht zuletzt darin, dass Trader ohne Weiteres auch auf sinkende Kurse wetten können.

Forex-Trading gutgeeignet zur Absicherung anderer Orders im Portfolio

So eignet sich der Handel mit Devisenpaaren letzten Endes auch als Ansatz für das sogenannte Hedging. Händler können so in schlechten Zeiten Verluste ausgleichen oder zumindest reduzieren, die an anderen Märkten entstehen. Die erwähnte Digitalisierung hat den Handel mit Währungen ebenfalls massiv beeinflusst. Kurse werden mittlerweile in Echtzeit („real-time“) gestellt, was den Markt noch reizvoller macht, da gerade an diesem Markt auch sehr kurzfristig Gewinne mitgenommen werden können, wenn Kunden gute Momente wittern im Rahmen der Kurs-Auswertung anhand charttechnischer Hilfsmittel. Jedoch ist der Markt eben sehr volatil, so dass die Charttechnik unterm Strich beim Trading von Währungen oft wenig aussagekräftig ist und die Fundamentalanalyse über die Bewertung wichtiger aktueller Ereignisse aus Wirtschaft und Politik in diesem Punkt oft präzisere Analysen erlauben kann.

Händler, die anfangs sprichwörtlich auf „Nummer Sicher“ gehen möchten, setzen zunächst auf die meist gehandelten Währungspaare – die sogenannten „Majors“ wie Paare aus Euro, US-Dollar und Britischem Pfund. Devisen aus Schwellenländern bieten zwar oftmals überdurchschnittlich hohe Gewinn-Möglichkeiten, zeichnen sich aber vielfach durch ein massiv höheres Verlustrisiko für Forex-Trader aus.

Fazit zum Handel mit Währungen

Bei allen sich bietenden Gelegenheiten beim Trading mit Währungen sollten gerade Devisenhändler ausreichend Zeit für das Kennenlernen der besonderen Anforderungen und der Gefahren aufwenden. So können gerade durch den Handel mit Hebeleffekt, der im weiteren Verlauf zu den Handelsinstrumenten eingehender analysiert werden soll, zwar Gewinne im dreistelligen Prozentbereich entstehen. Dies kann aber auf der anderen Seite mit drastischen Verlusten verbunden sein – auch über den eigenen finanziellen Anteil an den eröffneten Positionen hinaus –, die zu einem Totalverlust auf dem Handelskonto führen können. Auf solche Eventualitäten müssen Anleger grundsätzlich vorbereitet sein. Dies ist ein Unterschied zum typischen Aktienhandel, dafür aber eine Parallele zum CFD-Trading, das ebenfalls noch Thema der Betrachtungen sein wird.

Welche Handelsinstrumente gibt es?

  • Handelsinstrumente bietet der Finanzmarkt mehr als genug, so dass jeder Anleger neben Aktien gerade auf dem Sektor der derivaten Finanzprodukte aus dem Vollen schöpfen kann. Bei der Auswahl der Handelswerte und Märkte geht es im ersten Schritt um die Bestimmung eines persönlich angemessenen Risiko-Gewinn-Verhältnisses, falls Orders „aus dem Geld“ enden oder zu einem Erfolg führen.
  • Auf Interesse stoßen bei Händler oft insbesondere die sogenannten Hebelprodukte wie CFDs oder Forex-Instrumente → hier müssen Trader verstehen, dass die fremdfinanzierte Vervielfachung der Einsätze auch das Risiko deutlich steigen lässt, falls die Prognosen falsch waren.
  • Die gehandelten Vermögens- oder Basiswerte müssen nicht zwingend vom Heimatmarkt der Händler stammen. Auch ausländische Underlyings können gewählt werden, jedoch kann das Trading an Handelsplätzen höhere Transaktionsentgelte verursachen, und auch die abweichenden Handelszeiten müssen einkalkuliert werden.

Langfristige Handelserfolge nur bei genauer Marktanalyse realistisch

Nicht weniger wichtig als die Präsentation der verschiedenen Märkte, an denen Trader agieren können, ist die Analyse der Handelsinstrumente, die im Portfolio eines Online-Brokers auftauchen für das aktive Trading mit Spekulationen auf steigende oder sinkende Kurse. Dabei gilt es, im ersten Schritt eine genaue Analyse der Kurse der infrage kommenden Finanz- bzw. Handelsinstrumente vorzunehmen. Ohne eine solche Analyse vertrauen Händler letztlich allein auf ihre Intuition. Wenngleich umfangreiches Fachwissen zur Funktionsweise und den Entwicklungen der Märkte dabei behilflich sein kann, aus dem Bauch heraus Investitionen zu tätigen: Der analytische Ansatz mit Hilfe technischer Tools auf den Handelsplattformen ist generell der bessere Weg, der eher Erfolge verspricht.

Analyse-Tools nutzen und nicht zu viel auf einmal wollen!

Die Auswahl der handelbaren Werte ist so weitreichend, dass selbst Experten vermutlich nie alles ohne Hilfsmittel überblicken können. Zu groß sind die Märkte, zu rasch können akute Veränderungen auftreten, die im Ernstfall eine komplette Neuausrichtung des Portfolios erforderlich machen können. Aus diesem Grund hinterfragen wir an dieser Stelle nun im ersten Schritt die Funktion von Finanzinstrumenten als Trading-Vehikel beim Handel über einen Online-Broker bzw. dessen Handelsumgebung. Im Folgenden werden wir Instrumente aus den folgenden Bereichen eingehender unter die Lupe nehmen:

  • Aktien
  • Fonds
  • Indizes
  • Futures bzw. Forwards
  • Optionen
  • binäre Optionen
  • Differenzkontrakte
  • Währungen

Derivat-Handel vergrößert den Spielraum für Aktionäre

Derivate Finanzprodukte wie Terminkontraktgeschäfte, binäre Optionen und Differenzkontrakte sind seit einigen Jahren eine beliebte Alternative oder Ergänzung für Anleger, die vormals weitgehend mit dem Aktienhandel Vorlieb genommen haben. Die genaue Funktion von Finanzinstrumenten als Trading-Vehikel hängt maßgeblich davon ab, auf welche Art von Derivatgeschäft Trader im Einzelnen zurückgreifen möchten.

Deutsche Indizes als gute Basis für den Handelseinstieg

Um den Aktienhandel lernen zu können, müssen sich Aktionäre neben der Funktionsweise auch mit der Entstehung von Kursentwicklungen und Indizes auskennen. In Deutschland geht es diesbezüglich vor allem um die Indexwerte aus der DAX-Familie. Dazu gehören neben dem Deutschen Aktienindex (DAX 30) selbst als Leitindex auch Nebenschauplätze wie der SDAX, der MDAX oder der sogenannte TecDAX, in dem wichtige Technologie-Werte gelistet werden. Die Verknüpfung der internationalen Handelsplätze führt weiterhin dazu, dass auch internationale Indizes wie der Dow Jones aus den USA Einfluss auf die Kurse an anderen Börsen haben.

Derivate handeln auch ohne üppiges Anlage-Kapital

Unterscheiden müssen Anleger, die sich für einzelne Produkte, also Aktien, Optionen, Devisen, Rohstoffen und anderen mehr, entscheiden können oder wollen, zwischen Instrumenten mit und ohne Hebelwirkung. Am Aktienmarkt oder im Anleihe-Bereich wird normalerweise direkt in Werte investiert. Dies bedeutet, dass beim Aktien-Kaufen online durchaus höhere Budgets aufgebracht werden müssen. Dieser höhere Investitionsbedarf sorgt dafür, dass der Handel mit Aktien für Anfänger oft nicht die ideale Lösung ist. Gerade zu Beginn will man schließlich eher in verlässliche bekannte Aktien investieren, die jedoch meist ihren Preis haben. Das Aktienkaufen kann für Anfänger deshalb vielfach am besten über Finanzderivate gelingen. Differenzkontrakte (CFDs) und Devisen können gehebelt zum Erfolg führen. Schon ein paar Euro sind ausreichend, um erste Positionen zu eröffnen – allerdings werden dabei die Produkte nicht wirklich gekauft.

Anforderungen an Mindesteinsätze variieren bei den Instrumenten

Vielmehr setzen Spekulanten bei den Hebelprodukten auf die Entwicklungen der Kurse. Solche Produkte, aber auch Forex-Trading sind durchaus mit einem kleineren finanziellen Spielraum interessant, während ein klassisches Aktiendepot nach Aussagen vieler Branchenkenner eher mit einem hohen vier-, besser aber fünfstelligen Handels-Kapital richtige Rendite bringen wird. Dies gilt auch für Fondsanteile und etliche Produkte aus dem Bereich der Futures. Hebelprodukte zeichnen sich in ihrer Funktion als Finanzinstrumente als Trading-Vehikel durch die meist kurzfristige Ausrichtung der Aktivitäten aus. Aktionäre planen eher langfristig – CFD-Trader und Investoren mit Forex-Spot-Interesse agieren dagegen oft in Zeitintervallen von Minuten, Stunden oder Tagen.

  • Aktien
  • Futures
  • Indizes
  • Börsengehandelte Optionen
  • Forwards
  • Optionsscheine
  • CFDs
  • Hebelzertifikate

Aktien als etablierte Handelsinstrumente – nicht nur börslich handelbar

Wer mit Aktien handeln möchte, kann sich als Einsteiger zunächst einmal vor allem auf die Wertpapiere konzentrieren, die in den Indizes der DAX-Familie notiert sind. Auch wenn diese Werte teilweise einen eher hohen Preis haben, sind es gerade sie, die Experten beim Aktienhandel für Anfänger gerne empfehlen aufgrund der meist sehr sicheren Kursentwicklungen. Allerdings hat die VW-Krise erst kürzlich gezeigt, dass es natürlich die endgültige Sicherheit beim Trading von Aktien ebenfalls nicht geben kann.

Die bekanntesten deutschen Indizes sind:

  • DAX bzw. DAX 30 (mit den 30 wichtigsten deutschen Aktien-Werten)
  • MDAX
  • TecDAX
  • SDAX

Auswahl der Märkte bei Online-Brokern wächst

Im MDAX werden die zunehmend beliebteren Nebenwerte gehandelt. Auch hier ergeben sich für aufmerksame Aktionäre günstige Gelegenheiten, wenn Depotnutzer die nötige Aufmerksamkeit an den Tag legen – wie auch für Trader, die im Derivat-Bereich mit CFDs oder binären Optionen auf die Entwicklungen der Aktienkurse spekulieren. Der SDAX ist so etwas wie der kleine Bruder des MDAX und des Leitindex DAX. Im TecDAX wiederum werden Wertpapiere etablierter bzw. erfolgversprechender Technologie-Unternehmen gelistet. Investoren, die den Aktienhandel lernen und Aktien online handeln möchten, müssen sich mit den jeweiligen Hintergründen und Besonderheiten der genannten DAX-Indizes vertraut machen.

Dazu gehört auch die Analyse der Möglichkeiten, die Online-Broker ihren Kunden für den Handel mit Aktien bieten. So können Händler vielfach nicht nur an heimischen Börsen handeln, sondern auch ausländische Handelsplätze bevorzugen und die dort erhältlichen Aktien handeln.

Prüfung der Handelsgebühren unerlässlich

Dabei können die Kurse für Aktien, die an verschiedenen Börsen gehandelt werden, unterschiedlich angesetzt werden. Auch können die Transaktionsentgelte an den unterschiedlichen Handelsplätzen variieren. Diese Differenzen müssen in eine genaue Kalkulation einfließen, um herauszufinden, welche Renditen nach Abzug der Gebühren realistisch bzw. realisierbar sind. Auf Basis von Optionen, CFDs oder den im Folgenden vorgestellten „Futures“ können Anleger nicht nur direkt an der Börse Aktien kaufen. Vielmehr bietet der Markt im schöner Regelmäßigkeit immer neue derivate Finanzprodukte, um nicht allein über Kursgewinne Renditen zu erreichen. Auch Spekulationen auf sinkende Aktienkurse sind bei Online-Brokern möglich, um so bei erkennbaren Abwärtstrends dennoch – oftmals außerbörslich, aber mit Blick auf die Börsenkurse – Geld zu verdienen.

larserichsen

Mein Fazit

So groß die Auswahl der Handelsinstrumente und Märkte mittlerweile ist: Händler sollten keine unüberlegten Entscheidungen treffen. Stattdessen gilt es zu prüfen, welche Entgelte an welchem Markt für die zahllosen Instrumente fällig werden. Auch die Risiken nennen seriöse Broker sehr genau und transparent. So erfahren Händler, welche Rendite erreichbar ist, welche Mindesteinsätze und Ersteinlagen bei den Aktien-Brokern verlangt werden und welche Verluste im Ernstfall drohen. Die Abweichungen im Aktienbroker-Vergleich sind durchaus beträchtlich, weshalb nicht jeder Anbieter für jeden Anleger beim Aktienhandel von Interesse sind.

Autor: RP