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Scalping – viele kleine Renditen werden zu einem Gesamtgewinn

 

Wenig Zeit? Kurz-Zusammenfassung

  • Händler, die ständig neue Positionen eröffnen und schließen, sind beim sogenannten Scalping in Zeiten schwankender Kurse goldrichtig. Hierbei geht es darum, aus vielen kleineren Gewinnen einen möglichst stattlichen Komplettgewinn zu machen.
  • Berücksichtigen müssen „Scalper“ bei ihrem bevorzugten Tradingstil nach Handelsfrequenz und Haltedauer, dass sie einen Online-Broker aus dem Vergleich auswählen, der ausdrücklich diese Art des Handels zulässt, denn mancher Anbieter sperrt sich gegen dieses Konzept.
  • Ein essentieller Aspekt beim Scalping sind generell die Transaktionsentgelte, denn die Rendite muss die bei einzelnen Orders entstehenden Gebühren nicht nur ausgleichen, sondern möglichst deutlich übertreffen, damit es zu einem Gewinn kommen kann.

Scalping – einfach und kompliziert zugleich dank vieler Einzel-Positionen

scalpingEs gibt viele Eigenschaften des Tradingstils Scalping, die in einem objektiven und ausführlichen Ratgeber eine Erwähnung verdient haben. Vielerorts wird das Scalpen in Tests von verschiedenen nach Handelsfrequenz und Haltedauer sortierten Stile als einer der einfachsten Wege zur stattlichen Rendite bezeichnet. In gewisser Weise ist diese Aussage über das Scalping Trading sogar zutreffend. Jedoch ist der Ansatz auf den zweiten Blick trotz seiner vermeintlichen Einfachheit von durchaus hohen Risiken gekennzeichnet. Aus diesem Grund sollten Händler zunächst einmal die Funktionsweise der Märkte erforschen und testen, bevor sie am Markt das Scalping lernen können. Zumindest gilt diese Regel, wenn Händler von Anfang an Gewinne erreichen möchten. Gerade am Devisenmarkt und beim Handel mit Differenzkontrakten (CFDs) erweist sich dieser Stil als erfolgversprechend.

Trader müssen Gefahren für Scalper richtig einschätzen

Wie in vielen Tradingstilen gilt also auch und gerade beim Scalping, dass „einfach“ und „erfolgreich“ nicht automatisch Hand in Hand gehen. Ein direkter Einstieg ohne Vorerfahrungen ist eher nicht empfehlenswert. Demokonten eignen sich dagegen sehr gut für den Einstieg in die Materie. Aber nicht alle Broker akzeptieren Scalper, obwohl sie aufgrund der besonderen Gegebenheiten ein großes Umsatzpotenzial abschöpfen können bei Tradern, die diesen Ansatz verfolgen. Der Grund ist in der speziellen Arbeitsweise zu sehen.

Definition von Scalping:

Händler eröffnen und schließen viele verschiedene Orders, um binnen kurzer Zeitspannen in der Gesamtheit einen möglichst hohen Gewinn zu realisieren.

Zum Lernen gehört beim Scalping Trading, dass Händler den Zweck der Orderarten mit Stop-Loss-Funktion erkennen. Solche Stops werden innerhalb der Haltezeiten sehr knapp angesetzt. Das Ziel ist dabei, aus vielen kleineren Gewinnen einen beachtlichen Gesamtgewinn zu realisieren. Ein Nachteil ist, dass für alle Positionen Transaktionsgebühren abgerechnet werden. Die Gewinne müssen dementsprechend hoch ausfallen, damit nicht am Ende höhere Entgelte als Gewinne entstehen. Zumal auch in diesem Bereich natürlich stets trotz bestmöglicher Planung und gerade aufgrund der kurzen Haltefristen Verluste auftreten können, eben weil kaum Chancen zu einer ergänzenden Absicherung bestehen. An dieser Stelle greift der Nutzen der Stop-Losses.

Im ersten Schritt also müssen Händler beim bzw. vor dem Scalping Trading zunächst einen geeigneten Broker im jeweiligen Bereich ausfindig machen.

  • Punkt 1: Der Broker muss für Scalping-Aktivitäten zugänglich sein.
  • Punkt 2: Die berechneten Entgelte sollten so niedrig ausfallen, damit der Broker infrage kommt.
  • Punkt 3: Fürs Scalping müssen überhaupt dementsprechend kurzfristige Positions-Eröffnungen möglich sein.

Rasche Ausführung als elementare Basis für den Erfolg

Einige Sekunden sind für Scalper vielleicht noch akzeptabel, länger aber sollten die Zeitspannen bis zur Ausführung und Eröffnung nicht ausfallen, damit sich das Unterfangen für Anleger unter zeitlichen Gesichtspunkten lohnen kann. Dazu gehört auch eine zeitnahe Order-Bestätigung, damit Händler wissen: Meine Positionen sind in Planung und umgesetzt.

Käufer und Verkäufer werden direkt zusammengebracht

Eine Spezialisierung auf diesen Tradingstil beim Handel nach Handelsfrequenz und Haltedauer können die sogenannten ECN-Broker vorweisen. Sie zeichnen sich dadurch aus, dass sie gerade auf dem Sektor der Marketorders zügig arbeiten. Der Begriff „ECN“ steht für „Electronic Communications Network“. Dies bedeutet im Klartext, dass Angebot und Nachfrage direkt zwischen den diversen Marktteilnehmern abgewickelt werden, ohne eventuelle Einflussnahme der Broker.

Argumente für den Tradingstil Scalping:

  • Erfahrene Scalper nehmen in kurzen Intervallen viele Gewinne mit.
  • Händler ersparen sich weitgehend den sonst üblichen Aufwand für die technische Analyse oder die Fundamentalanalyse.

Bezüglich Risiken sind diese Argumente zu nennen:

  • Viele Broker unterbinden dieses Trading-Konzept bewusst.
  • Auf alle Positionen werden Spreads/Gebühren erhoben, was zu recht hohen Kosten führt.
  • Der Zeitaufwand einer Scalping-Strategie ist relativ hoch.
  • Erfolge sind nur bei ausreichender Beobachtung der Märkte wahrscheinlich.
  • Bei fehlenden Erfahrungen ist das Risiko-Gewinn-Verhältnis kritisch zu bewerten.

Die Nachteile des Scalping Trading können insofern relativiert werden, als dass in diesem Bereich ohnehin vorrangig Händler mit einem größeren Erfahrungshorizont tätig werden. Für Anfänger, insbesondere jene mit kleinerem Budget, ist der Weg – vorsichtig formuliert – eher nicht ideal.

Um eine Scalping-Strategie anzuwenden, sind diese Schritte ratsam:

  1. Händler wählen einen Basiswert X aus (z.B. das Währungspaar USD/EUR).
  2. Zur Analyse eignen sich Timeframes wie M1, M5 & M15 (etwa in der Software MetaTrader).
  3. Sinnvolle Märkte befinden sich in Europa, den USA und Asien.
  4. Bis zu 15 Minuten Aufwand für die Marktanalyse vor der Platzierung von Trades.
  5. Stop-Loss-Installationen werden im Bereich von höchstens 10 Pips gesetzt.

Order-Zusätze können die Erfolgsquoten merklich verbessern

Auch der an anderer Stelle erläuterte Order-Zusatz „Take Profit“ ist interessant beim Scalping-Trading-Lernen, wobei manuelles Schließen erforderlich sein kann, da die Kursmarken bei diesen Orders oft nicht so eng am Entry-Kurs installiert werden können, wie es für den Erfolg vonnöten wäre. Wichtig für Scalper ist es, nicht zu emotional zu agieren. Aber auch mit der Chartanalyse müssen Trader trotz der kurzen Haltezeiten vertraut sein – „gerade deshalb“, könnte man sagen. Denn Händler müssen sich darauf verstehen, auch unter Zeitdruck richtige Entscheidungen zu treffen und richtige Analysen anzustellen nach der Auswertung bestimmter Chartmuster. Außerdem sind Trader zwingend auf ein effektives und bedarfsgerechtes Risikomanagement angewiesen. Das Einrichten eines Stop-Loss ist fester Bestandteil des Risk Managements. Und auch ein Gefühl fürs Money-Management müssen Händler entwickeln, um keine zu hohen Einsätze zu wagen, die sie sich beim Scalping angesichts ihres verfügbaren Kapitals gar nicht leisten können.

Die Tatsache, dass ein Stop-Loss Verluste bedeuten kann, darf dabei nicht abschreckend wirken, da es immer um die Gegenrechnung von Kosten und Gewinnen geht, um rentabel zu traden.

Es gibt eine ganze Reihe von Scalping-Strategien

Eine der gebräuchlichsten Varianten dieses Tradingstils trägt den Titel „Breakout Scalping“. Hierbei handelt es sich wie bei den meisten Ansätzen, die Händler beim Scalping Trading lernen können, um eine im Grunde recht einfache Variante. Wie der Name vermuten lässt, geht es um das Erkennen von „Ausbruchs“-Momenten, die unterschiedlicher Natur sein können.

Diesbezüglich kann die Breakout-Scalping-Strategie folgende Varianten aufweisen:

  1. einen Ausbruch aus einem eindeutigen/markanten Kurshoch
  2. Ausbrüche aus markanten Tiefs
  3. einen Ausbruch aus einem bestimmten Kursfenster („Range“)

Rückfälle und Ausbrüche als gute Momente für Gewinnmitnahmen

Es kann zum Beispiel dazu kommen, dass in Charts nach einer längeren Phase eines Aufwärtstrends ein Ausbruchsmerkmal auftaucht, das als Hinweis auf einen guten Einstiegs- oder Ausstiegszeitpunkt fungieren kann. Ob ein Ausbruch dann nach oben oder unten erfolgt, ist auch bei Entwicklungen aus einem markanten Tief- oder Hochstand nicht zwingend, wenn sich Händler beim Scalping ausreichend gut auf die Chartanalyse verstehen. Zur Vorsicht raten erfahrene Analysen gerade Anfängern in diesem Kontext, dass es im Alltag gerade auch bei kurzfristig ausgerichteten Charts mitunter Fehlausbrüche geben kann, aus denen Trader falsche Rückschlüsse ziehen und dann Positionen eröffnen, die sich später als verlustreich erweisen. „Pullbacks“ können eine wichtige Rolle spielen. Sie sind im Prinzip der Rückstoß der Kurse nach einem Über- oder Unterbieten des zuvor letzten Hochs bzw. Tiefs eines Kurses.

Handelsindikatoren liegen Scalpern jederzeit am Herzen

Eine zweite recht gut nachvollziehbare und einfach anzuwendende Strategie beim Scalping Trading ist die „Bollinger Bands & Stochastic“-Strategie, für die Händler dem Namen gemäß verschiedene stochastische Indikatoren sowie einige unterschiedliche Signale aus dem Segment der Bollinger-Bänder verwenden müssen. Das Ergebnis ist bei korrekter Anwendung und Auswertung in vielen Fällen das Ablesen komfortabler Signale für den Handelseinstieg. In Kombination mit einem selbst definierten Stop-Loss und einem mittleren Take Profit realisieren Trader damit nicht selten sehr gute Renditen. Händler, die sich das Trading mit großen Positionen leisten können, sind am Devisenmarkt mitunter bei der „Arbitrage Scalping“-Strategie gut versorgt. In diesem Bereich werden sehr schnelle Aufträge (über einen ECN-Broker bzw. seine verschiedenen Marktteilnehmer und Devisenpaare) auf den Weg gebracht.

Gewinne erzielen Broker-Kunden über die diversen Kursen der Teilnehmer am Markt bzw. die Abweichungen zwischen eben diesen Kursen. Grundbedingung für den Erfolg sind die sehr raschen Order-Ausführungen, die im eigentlichen Sinne tatsächlich nur Anbieter nach dem Format „Electronic Communications Network“ (ECN) garantieren können, da sie die Positionen direkt und unverfälscht an den Markt weiterleiten.

larserichsen

Mein Fazit

Das „Abschneiden“ der Kursspitzen (nach oben oder unten) ist das Ziel eines jeden Händlers, der sich mittels Scalping-Tradingstil an die Handelsplätze traut. Rendite wird nicht durch einzelne große Positionen erreicht. Vielmehr geht es Händlern darum, dass viele kleinere gewinnbringende Trades dafür sorgen, dass der Gewinn unterm Strich stimmt. Oft braucht es den Einsatz relevanter Handelsindikatoren, denn nicht immer sind die kleineren Ausbrüche und (vorübergehenden) Pullbacks auf frühere Kurspunkte mit bloßem Auge in Charts zu erkennen. Wichtig ist ebenso die Lektüre aktueller Marktnachrichten, um gute Momente kleinerer Bewegungen abzupassen. Denn um genau diese Phasen geht es, wenn Händler als Scalper nach einiger Zeit dank zahlreicher kleiner Gewinne eine gute Gesamtrendite auf ihrem Handelskonto verbuchen möchten.