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Swingtrading – jeder Kurs unterliegt gelegentlichen Schwankungen

 

Wenig Zeit? Kurz-Zusammenfassung

  • Selbst Handelswerte, die sich in konstanten Seitwärtsphasen befinden, sind zumindest hin und wieder von zwischenzeitlichen Rückschlägen oder gewissen Ausbrüchen gekennzeichnet – dies sind die Situationen, in denen Swingtrading effektiv zum Einsatz kommen kann und sollte.
  • „Swingtrader“ verzichten weitgehend auf langfristige Positionen → sie arbeiten eher mit kurz- und mittelfristigen Orders, da der „Schwung“ in eine Richtung in diesem Bereich einfach am besten erkennbar wird.
  • Gerade im Segment der CFDs gibt es ständig Chancen fürs Swingtrading, denn so können Händler auch bei Werten wie Aktien in schlechten Marktzeiten Gewinne erzielen, obwohl Aktionäre sonst nur bei steigenden Kursen Renditen realisieren können.

Swingtrading – Wetten mit oft geringem Zeithorizont bis zum Gewinn

swingtradingHändler, die auf lange Sicht nur an einem einzigen Tradingstil festhalten und nicht die nötige Flexibilität an den Tag legen, wenigstens dann und wann auch mal die eigene Strategie beim Handel mit Aktien, aber auch mit Devisen, CFDs und anderen derivaten Finanzprodukten zu überdenken und zu ändern, tun vor allem eines: Sie lassen sich unterm Strich gute Chancen entgehen, die der Markt im Grunde bei bewusster Vorgehensweise in jedem Moment bieten kann – wenn eben Anleger zu deuten wissen, wann welche Handelswerte und welche Strategien im jeweiligen Umfeld am besten zueinander passen. Swing Trading ist ein solches Modell, dass sich gerade im Bereich des Handels mit Differenzkontrakten als interessanter und oft sehr rentabler Ansatz erwiesen hat.

Händler, die „mit Schwung“ (denn dies bedeutet der englische Begriff „swing“ ja frei übersetzt) vorgehen, traden eher in kurzen bis mittelfristigen Zeitrahmen. Sie vertrauen dabei nicht auf direkte Investments wie beim Aktienhandel an den Börsen, sondern spekulieren über den definierten, relativ kurzen Anlagehorizont auf die Entwicklungen der Kurse von Basiswerten. Diese Basiswerte (auch „Assets“ genannt) müssen nicht allein aus dem Aktiensegment stammen. Auch Fonds, Rohstoffe, Währungspaare, Anleihen und andere Handelsinstrumente erweisen sich in diesem Zusammenhang als lukrativ. Die Dauer bis zum ersten Erfolg kann in diesem Marktspektrum in vielen Fällen sehr knapp bemessen sein. Wochen, Monate oder gar Jahre wie beim Handel mit Aktien an der Börse müssen Händler somit nicht einkalkulieren.

Doch was meint Swing Trading genau als Tradingstil?

Auf den ersten Blick handelt es sich beim Swingtrading oder Swing Trading um eine Strategie, die sich ohne Wenn und Aber den Namenszusatz „hochspekulativ“ verdient hat. Potentielle Anwender müssen sich also vor Augen führen, dass nicht nur die möglichen Gewinnaussichten erfreulich ausfallen, sondern auch das Verlustrisiko hoch zu bewerten ist. Eine andere Übersetzung für den Begriff „Swing“ lautet „drehen“, was unter Umständen für Laien besser verdeutlicht, worum es tatsächlich geht bei diesem Tradingstil. Händler lassen durch rechtzeitige Orders und Handelsentscheidungen die entstehenden Schwankungen der Kurse am Markt für sich arbeiten. Auch hier wird erkennbar, weshalb die Strategie in die Rubrik der Tradingstile nach Handelsfrequenz und Haltedauer einzuordnen ist. Oft liegen die Haltezeiten bei diesem strategischen Tradingmodell im recht kurzen Rahmen. Kursschwankungen treten in vielen Umgebungen des Markts lediglich für eine kurze Zeit auf.

Dies macht die Verwendung der Strategie gerade für Berufstätige schwierig, die nur im Nebenberuf oder als Zeitvertreib an den Märkten vertreten sind und sich für das Swing Trading interessieren.

Die Funktionsweise:

Swingtrader gehen ihre Positionen mit verschiedensten Handelsinstrumenten nicht selten nur im Verlauf eines einzelnen Handelstages ein über die Plattform ihres Online-Brokers. Aus diesem Grund wird Swingtrading von Brokern teilweise ausdrücklich als lohnender Ansatz fürs Daytrading bezeichnet, wenngleich die Haltezeiten vom Eröffnen einer Handelsposition bis zu ihrer Auflösung durchaus über wenige Stunden hinausgehen können. Trades/Orders über Wochen und noch längere Zeiträume aber sind diesbezüglich eher selten zu beobachten – eben weil es hier gezielt um die Mitnahme kurzfristiger und somit häufig akuter Schwankungen geht. Entsprechend knapp fallen also auch die Zeiträume aus, die Trader im Rahmen der charttechnischen Analyse ansetzen, um nach geeigneten und verlässlichen Handelssignalen Ausschau zu halten – das genaue Erkennen der zugrunde liegenden Swings verlangt Händlern schon einige Erfahrungen ab, denn nicht immer sind die Hinweise in Form von Indikatoren in Analysecharts so eindeutig und unmissverständlich, wie es sich natürlich nicht allein Einsteiger beim Forex- oder CFD-Trading wünschen würden.

Der Hauptaspekt bei der Analyse von Kursen lässt sich gut an einem durchschnittlichen Aktienchart ablesen:

Selbst wenn der Kurs der Aktie XY oberflächlich eine lineare Entwicklung in eine bestimmte Richtung erkennen lassen mag: Geht man etwas weiter ins Detail, zeigt sich in aller Regel, dass selbst bei vermeintlich konstanten Anstiegen oder Einbrüchen gewisse Schwankungen – also Swings – bemerkbar sind. Ganz gleich, welcher Handelswert analysiert wird, und ungeachtet der momentanen Phase an der Börse oder am außerbörslichen Handelsplatz sind Swings Merkmale, die immer und überall auffindbar sind. Dafür aber müssen Trader – ob nun während einer Seitwärtsphase, in einer Hausse oder einer Baisse – bewusst nach den Schwankungen suchen. Der Zeitaufwand ist groß, macht sich aber bezahlt bei einem passenden Einstiegszeitpunkt.

Unterscheiden lässt sich zwischen:

  1. eher geringen/kleineren Swings
  2. übergeordneten Kursschwankungen größeren Ausmaßes

Swingtrader lassen sich gerne von Seitwärtsbewegungen anziehen

Überraschend für Anfänger mag beim Swing Trading sein, dass es oft eben nicht die Bullen- oder Bären-Märkte sind, in denen sich das „Swingen“ für Händler positiv auswirken kann. Faktisch sind sehr häufig gerade sogenannte Seitwärtsphasen von günstigen Gelegenheiten für Anhänger geprägt. Was müssen Trader tun für den entsprechenden Erfolg? Sie müssen sich mit Handelssignalen auskennen und wissen, wie die Chartanalyse richtig funktioniert. Auch ist es ratsam, sich gezielt an bestimmten Terminen der Woche die Zeit zu nehmen, um sich ins Swingtradings und die dahinter stehende Systematik einzuarbeiten. Je schneller Händler Swing-Gewinne erreichen möchten, desto flexibler müssen sie sein – sowohl die Haltedauer, die Handelswerte wie auch die Phasen betreffend. Swing Trading mit CFDs erweist sich deshalb als lukrativ, weil dank Hebeleffekt (wichtige Stichworte sind „Leverage“ und „Margin“) mit einem geringen Einsatz von Kapital hohe Gewinne realisiert werden können.

Kaufen und Verkaufen: Beides kann gute Gelegenheiten eröffnen

Übrigens spricht beim CFD-Handel über Swingtrading nichts dagegen, Werte auszuwählen, bei denen es im Falle eines Direktinvestments eher um eine langfristige Haltedauer gehen würde. Differenzkontrakte erlauben auch das kurzfristige Wetten auf Kursschwankungen bei Aktien, die im Depot eines Aktionärs sonst eher über Jahre verbleiben würden. Denn es geht im speziellen Fall nur um die Prognose des Kurstrends – ob diese nun auf lange oder kurze Sicht formuliert wird. In Abwärtsbewegungen können Händler beim Swing-Trading über das sogenannte „Shortselling“ direkt auf sinkende Kurse tippen, um auch bei Verlusten am Markt weiterhin Gewinne einzustreichen im Moment des Positions-Schließens. Wann ist der richtige Moment für den Einstieg und Ausstieg gekommen? Darüber entscheidet letztlich die Auswertung der charttechnischen Analyse unter Einbeziehung kurz- oder mittelfristiger Handelssignale. Das Nutzen von Widerständen und Unterstützungen erweist sich bei diesem Tradingstil ähnlich empfehlenswert wie bei manch anderer Strategie aus dem Sektor der Tradingstile nach Handelsfrequenz und Haltedauer. Experten raten Händlern zudem, zunächst einige Erfahrungen mit den diversen Instrumenten der Charttechnik und anderen Strategien beim CFD-Trading zu sammeln, bevor erste Experimente als Swingtrader gewagt werden.

larserichsen

Mein Fazit

Ob übergeordnete Trends oder eher überschaubarer Kursausbruch nach oben oder unten: Händler, die sich auf das Swingtrading verstehen, können genau genommen in fast jeder Umgebung an den Märkten und Handelsplätzen in die Gewinnzone steuern. Sie müssen „lediglich“ den richtigen Zeitpunkt abpassen, in dem sich ein „Swing“ eines Basiswert-Kurses offenbart. Analyse-Tools können verwendet werden, um die mehr oder weniger akuten und meist geringen Abweichungen von der bisherigen Marschrichtung der Kurse frühzeitig ausfindig zu machen. Wer zu spät kommt, verpasst die Ausbrüche in vielen Fällen. So ist die Chance oft nicht nur verschwunden, auch kann es statt der erhofften Rendite sogar zu einem Minus auf dem Konto kommen.