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Ausbruch-Trading – warten auf den einen Moment

 

Wenig Zeit? Kurz-Zusammenfassung

  • In vielen Marktphasen ist das Ausbruch-Trading wie geschaffen, um als Händler schnelle Gewinne mitnehmen zu können. Vielfach bieten sich die Gelegenheiten aber nur kurzfristig, so dass vor allem Anfänger mit Bedacht vorgehen sollten, wenn sie diese Tradingstil nach Handelsstrategie und Marktsituation als passenden Weg erkennen.
  • Das Spekulieren auf Kurs-Ausbrüche gehört vorrangig in das Spektrum des Kurzfrist-Handels, denn genau dort ergeben sich die Situationen, in denen kleinere oder größere Abweichungen vom bisherigen Kursbereich auftreten.
  • Ausbrüche, die ein größeres Ausmaß erreichen und längerfristig erkennbar sind, werden automatisch zu einem neuen Trend.

Klarer Unterschied zwischen prozyklischem und Ausbruch-Trading

ausbruch tradingEs gibt bekanntlich Tradingstile und Strategien, die von einer eher kurzen Haltedauer gekennzeichnet sind, während andere Verhaltensmuster auf Seiten der Händler eher auf mittelfristige oder sogar langfristige Aktivitäten abzielen. Jede Variante für sich hat Vor- und Nachteile. Dieser Hinweis muss auch in Verbindung mit dem sogenannten Ausbruch-Trading Erwähnung finden. Dieser Stil lässt sich eindeutig in den Bereich der kurzfristigen Tätigkeiten beim Trading am Finanzmarkt einordnen. Seinen Namen verdankt dieser Stil ganz eindeutig dem technischen Hintergrund.

Die Theorie lautet wie folgt:

Infolge der mehr oder weniger dynamischen Bewegungen am Markt oder bei einem Einzelwert aus einem speziellen Marktbereich können Trader innerhalb kurzer Zeiträume nach den jeweiligen Ausbrüchen Gewinne mitnehmen. Zwei zentrale Fragen, die sich Händler stellen müssen:

  1. Wann ist im Umfeld eines Umsatzanstiegs und einer Schwungbewegung der Moment für einen Einstieg gekommen?
  2. Wie finde ich den idealen Zeitpunkt, um vor Abebben des Schwungs (samt entgegengesetzter Rückkehr zum Ausgangspreis) wieder auszusteigen?

Seitwärtsphasen weisen irgendwann gewisse Abweichungen auf

Im Grunde geht es beim Ausbruch-Trading also wie immer darum zu analysieren, wann man einsteigen und wann man aussteigen sollte, um dann nach dem Ausbruch eines Kurs rasch Gewinne mitzunehmen und Positionen rechtzeitig vor der Umkehr wieder zu schließen. Oft entstehen solche Ausbrüche vor allem nach einem längeren Seitwärtstrend. Suchen müssen Händler also gewissermaßen nach den Übergängen zwischen einer Marktphase ohne einen offensichtlichen Trend (die Rede ist teilweise von „trendlosen Phasen“ am Markt) und der Bewegung in einen neuen Trend. Möglichkeiten für eine derartige Entwicklung eines Marktes gibt es in unterschiedlicher Weise. Widerstände und Unterstützungsmarken sind deshalb ein elementares Hilfsmittel für Trader, die Erfolge mit diesem Tradingstil anstreben.

Ausbruch aus Trends heraus – für Einsteiger oft der einfachste Weg

Ausbrüche können in verschiedenen Umgebungen auftreten. So kann es dazu kommen, dass der Kurs eines Handelsinstrumentes zum Zeitpunkt X ein vormals markantes Kursniveau entweder überschreiten oder unterlaufen wird. Solche Preisniveaus können ebenso gut in Form von horizontalen Unterstützungslinien wie durch Horizontalwiderstand auftreten. Im gleichen Maße können Trendlinien Aufschluss dazu geben, wann ein guter Moment für den Einsatz des Ausbruch-Tradings gekommen ist. Für die Einschätzung einer Kursentwicklung als Ausbruch ist es nicht weiter von Bedeutung, ob es sich bei der Veränderung um eine Bewegung entgegen der aktuellen übergeordneten Trends oder um eine Entwicklung mit einem solchen Trend handelt. Einfacher jedoch ist es für Trader (gerade zu Beginn ihrer Karriere) auf Ausbrüche zu spekulieren, die sich in die Richtung eines aktuellen Trends bewegen. Warum? Schlicht aus dem einfachen Grund, dass eine solche Entwicklung aus analytischer Sicht wahrscheinlicher ist als eine Trendumkehr.

Eine ganze Palette von Formationsmustern steht Händlern beim Devisen- und CFD-Trading zu Verfügung, um sich mit dem Ausbruch-Trading in die Gewinnzone zu bewegen.

Experten definieren zunächst einmal zwei Muster-Rubriken:

  • reguläre oder „saubere“ Modelle
  • irreguläre bzw. „unsaubere“ Muster

Kursentwicklungen sollten nicht nur erahnt werden können

Diese Klassifikation verlangt Händlern ein unterschiedlich weitreichendes Analyse-Verständnis ab. Im Falle der irregulären Formationsmuster wird vor allem eines offensichtlich: Es fehlt an „sauberen“ Kursmarken, die beim Trading als Triggerpunkte dienen können. So müssen sich Trader auf ihre Erfahrungen verlassen, um daraus folgend weitere Handels-Entscheidungen treffen zu können. Weitaus häufiger aber gelingt bei den Mustern eine vergleichsweise einfache Klassifizierung. Klar ist, dass Händler in der Lage sein müssen, Handelssignale überhaupt ausfindig zu machen und zu deuten. Die Bewertung des oft als „Triggerniveau“ bezeichneten Szenarios verlangt nach einer guten Ausbildung. Der Begriff der Ausbildung ist in doppelter Hinsicht wichtig: So sollte das erwähnte Niveau möglichst deutlich ausgebildet sein, bevor Tradern aus analytischer Sicht zur Aktivität geraten werden kann. Ist es soweit, sollten Händler zugleich reaktionsfreudig und schnell in ihren Maßnahmen sein.

Signale im Chart können viele Gesichter haben, etwa auf diese Weisen:

  • als horizontale Flagge (alternativ in minimal fallender oder steigender Weise)
  • in Form keilförmiger Ober- oder Unterkanten
  • in der Gestaltung von Dreiecks-Ober- bzw. Unterkanten

Sofern feststellbar ist, dass es zu einer Unter- oder Überschreitung des Niveaus kommt, folgt die Aktivierung der angesetzten Handelssignale. Mit der Häufigkeit der von den Teilnehmern am Markt erteilten Bestätigungen der Unterstützungen/Widerstände steigt die Aussagekraft mit Blick auf die Triggermarke. Wird ein Ausbruch verbucht, bedeutet dies, dass am Markt höhere Umsätze entstehen und/oder die Volatilität des Marktes entsprechend hoch ausfällt. Auch wenn dies nicht zwingend eine Grundvoraussetzung für den Erfolg ist, führt das Ereignis dennoch zu einer Wahrscheinlichkeit, dass die prognostizierte Entwicklung bei den Kursbewegungen wirklich eintreffen wird.

Wie kann ich teilhaben an einem Ausbruch am Markt?

Wie so oft gibt es auch beim Ausbruch-Trading mindestens zwei alternative Wege, um aus Ausbrüchen eines Kurses (oder eines gesamten Marktes) Erfolgschancen zu generieren. So bieten sich dementsprechend verschiedene Optionen, damit Händler nicht stets auf identische Aspekte achten und warten müssen, um rentabel zu agieren. Der erste Ansatz ist ein unmittelbarer Einstieg, sobald Trader den Ausbruch erkennen. In diesem Fall geht es um eine direkte Reaktion mit dem jeweils erkennbaren Ausbruch. Die zweite Vorgehensweise sieht vor, dass Händler tätig werden, sobald es zu einer Rückkehr zum vorherigen Level des Ausbruchs kommen sollte. Chancen und Risiken gehören zu beiden Varianten, auch zeichnen sich beide Modelle durch gewisse Vorteile und eher negative Aspekte aus. Eine gewisse Gewinnmitnahme ist sicher, wenn Kunden über einen Online-Broker direkt einsteigen oder eine Stop-Buy-Order für den Positions-Start im Rahmen einer Kursbewegung nach oben ausführen lassen.

Wann steige ich mit den besten Aussichten ein?

Die Gewinn-Partizipation kann jedoch zur Folge haben, dass sich Ausbruch-Trader mit bedingt höheren Einstiegskursen abfinden müssen. Das Abwarten bis zum „Rücksetzer“ wiederum kann dazu führen, dass Trades gar nicht erst abgewickelt werden. Dann nämlich, wenn der ausgesuchte Basiswert gar nicht dazu imstande ist, das Ausbruchslevel zu berühren – hier geht es um eine Kauf-Order mit Limit. Wird das Level nicht erreicht, führt dies zu einem niedrigeren Kurs für den Einstieg, der sich in direkter Weise am Ausbruchslevel orientiert. Die Differenz zwischen dem Stop-Loss-Kurs und dem Level fällt dann überschaubarer aus, was wiederum eine Optimierung des CRV – des sogenannten Chance-Risiko-Verhältnisses – bewirkt.

Viele Händler, die nach Handelsstrategie und Marktsituation vorgehen und einen angemessenen Tradingstil suchen, landen beim Ausbruch-Trading. Nicht selten kombinieren Trader die bisher genannten Ausführungsvarianten, um die Vorzüge der zwei Ansätze für sich zu nutzen und sowohl gute Gelegenheiten als auch gute Einstiegspreise mitnehmen zu können.

Stellen für und Ausmaß von Stop Loss wollen wohl überlegt sein

Richtig ist generell, dass das Installieren eines Stop Loss vielfach ratsam ist. Um zu verhindern, dass bei umfangreicheren rückläufigen Entwicklungen Gewinnmöglichkeiten ausgebremst werden, bieten sich Stopps deutlich unter den Ausbruchslevels an. Nutzen Experten das Adjektiv „überschießend“ oder das Substantiv „Pullback“, handelt es sich um einen Kurs, der das Ausbruchslevel nur geringfügig unterschreitet. Verluste verursachen solche Momente vor allem bei recht eng installierten Stop Losses. Attestieren lässt sich, dass Ausbruch-Trading durchaus effektiv und rentabel sein kann als Tradingstil. Die Haltedauer der Positionen fällt recht kurz aus, damit sind allzu lange Kapital-Bindungen nicht üblich. Dies vermeidet eine Inaktivität in Zeiten der Trendlosigkeit. Gelder werden nach den Schließungen von Positionen rasch wieder für neue Trades frei.

larserichsen

Mein Fazit

Kaum ein Handelswert verweilt dauerhaft in einem ungebrochenen Auf- oder Abwärtstrend, und auch ansonsten deutliche Seitwärtsbewegungen kommen im Grunde nie ohne gewisse Korrekturen aus. In all diesen Phasen können Händler mittels Ausbruch-Trading in die Lage versetzt werden, dass sie die oft nur geringen Schwankungen mitnehmen und Gewinne erreichen. Die Chartanalyse kann dazu genutzt werden, den richtigen Zeitpunkt für Investitionen durch diesen Tradingstil nach Handelsstrategie und Marktsituation herauszufiltern. Nicht selten sind es gerade Engagements im Bereich Daytrading, die auf Ausbrüche setzen, während Langfrist-Händler eher auf klare Trends als auf kurze Schwankungen vertrauen.