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Range Trading

 

Wenig Zeit? Kurz-Zusammenfassung

  • Trader, die auf den „Range“-Stil setzen, verfolgen eher den Ansatz des „Handels auf Nummer Sicher“, indem sie darauf warten, dass der Kurs eines Marktes oder Basiswertes weitgehend innerhalb eines bestimmten Kursfensters verweilen wird.
  • Die Range, die für Händler von Bedeutung ist, bezieht sich auf einen Bereich, der von einem Höchstkurs und einem Tiefstwert bestimmt wird – die Zeitspanne kann unterschiedlich weit gefasst werden.
  • Auf ein präzises Risikomanagement können auch Range-Trader generell nicht verzichten, um zu bestimmen, welche Gewinnabsichten sie haben und welche Verluste sie sich abhängig vom Budget gerade noch leisten können.

rangetrading zusammenfassungDer nächste gebräuchliche und auch bei Anfängern und Fortgeschrittenen oft sehr beliebte Tradingstil aus dem Bereich der Varianten nach Handelsstrategie und Marktsituation ist das Range Trading. Vorteile bieten sich bei diesem Ansatz unter anderem deshalb, weil Händler bei sachgemäßer Vorgehensweise keine dramatischen Risiken eingehen und im Ernstfall Verluste hinnehmen müssen. Natürlich müssen sich Händler auch in diesem Bereich ausreichend Zeit für ein adäquates Risiko-Management nehmen, denn ohne Risiko gelingt der Handel auch hier niemals. Zum „Risk Management“ gehört dabei die schrittweise Einarbeitung ins Thema und ein Verständnis für Widerstände und Unterstützungen, die hier noch im weiteren Verlauf genauer betrachtet werden. Trader legen individuell geeignete Unterstützungs- oder Widerstandsmarken fest, um Range-basiert mit ihren bevorzugten Handelsinstrumenten handeln zu können.

Kommt es zu Durchbrechungen der angesetzten Levels, wird die Range also als Kursbereich nach oben oder unten durchstoßen, empfiehlt es sich, die offenen Positionen aufzugeben, entweder mit dem Ziel einer Gewinnmitnahme oder zwecks Begrenzung der realisierten Verluste.

Was verstehen Trader unter einer Range?

Es braucht kein professionelles Fremdsprachenwissen, um den Begriff Range Trading ins Deutsche zu übersetzen. Die sogenannte „Range“ ist schlicht und ergreifend nichts anderes als eine bestimmte Handelsspanne, ein Kursbereich oder auch Kursfenster: Innerhalb dieses Rahmens bewegt sich der Kurs eines bestimmten Handelswertes in einem ebenfalls zu bestimmenden Zeitintervall, also etwa innerhalb eines Handelstages, einer Woche oder auch längerer Analyse-Zeiträume. Eingegrenzt wird diese Range durch einen Höchstkurs auf der einen und einen Tiefpreis auf der anderen Seite.

Die Bedeutung der Höchst- und Tiefstpreise in der Analyse

Die maximalen und minimalen Kurse dienen Händler entweder als Widerstand oder als Unterstützung.

Order-Zusätze dienen der Präzisierung des Tradingstils

Besonders bequem und zeitsparend gelingt die Risikobegrenzung erfahrungsgemäß durch das Installieren von Stop-Losses. Zunächst aber müssen Broker-Kunden imstande sein, überhaupt möglichst deutliche und starke Punkte für Unterstützungen und Widerstände aus Charts herauszufiltern und zu lesen. Was dies bedeutet, ist klar: Das Range Trading verlangt von Nutzern, immerhin ein gesundes Basiswissen auf dem Gebiet der technischen Analysen und Erfahrungen mit der Bewertung relevanter Handelsindikatoren mitzubringen. Existieren diese Kenntnisse soweit, fällt die Marktanalyse in vielen Phasen durchaus relativ einfach und eindeutig aus, so dass auch manuell umgehend angemessene Trading-Entscheidungen getroffen und Orders auf den Weg gebracht werden. Bezüglich der Stop Loss Orders müssen Marktbeobachter zugleich wissen, an welcher Stelle und in welchem Moment sie platziert werden sollten, um zum Erfolg zu führen.

Wann und wie vertraut man am besten auf Range-Strategien?

Zunächst knüpft der Tradingstil nochmals bei dem Hinweis an, dass Händler insbesondere bei der Festlegung der Widerstände und Unterstützungen Sorgfalt walten lassen müssen. Wann der richtige Moment gekommen ist, um auf das Range Trading zu setzen, lässt sich zumindest vordergründig recht gut formulieren. Ein lohnender Anknüpfungspunkt ist stets eine Umgebung am Markt, in der dieser keine eindeutige Richtung bei den Kursentwicklungen erkennen lässt. Verhält sich die Marktlage also eher diffus und schwierig zu bewerten, kann der Moment für eine Range-Strategie gekommen sein. Immer vorausgesetzt, dass entsprechend durch ein bedarfsgerechtes Risikomanagement dahingehend vorgesorgt wurde, falls es zu einem Ausbruch aus dem Kursbereich kommt. Gerade beim Devisenhandel ist das Range Trading eine der meist genutzten Strategien. Nicht nur in stürmischen Zeiten am Markt kann es dazu kommen, dass Trader Schwierigkeiten dabei haben, eine Marktrichtung und Trends ausfindig zu machen – eben weil weder das eine noch das andere vorliegt.

Wenige Schritte führen zum Einstieg in den Range-Stil

Allzu viele Schritte müssen spekulationsfreudige Händler nicht durchlaufen, um – idealerweise mit dem erhofften großen Erfolg – durch die Einrichtung einer Range vorzugehen. Diese einzelnen Schritte spielen bei diesem besonderen Ansatz eine Rolle:

  1. Definieren der jeweiligen Range (auf Basis der Widerstands- und Unterstützungszonen)
  2. Entscheidung für den passenden Einstiegs-Zeitpunkt („Entry“)
  3. Festlegung angemessener Zeiträume für die Chartanalyse

Handelsindikatoren vereinfachen die Analyse dramatisch

Die Zonen für die Widerstände und Unterstützungen lassen sich am einfachsten durch das Verbinden der Hoch- und Tief-Punkte mittels horizontal gezogener Linien bestimmen. Diese Linien können sich durchaus auch auf eine Aneinanderreihung kurzfristiger Punkte beziehen. Naheliegenderweise stellen die Range-Obergrenzen den involvierten Widerstand für den möglichen späteren Verkauf dar, während die Tiefstkurse Tradern im Range-Bereich als Hinweis darauf dienen, den Kurs zu halten und den „Markt zu kaufen“, wie es im Fachjargon oft heißt. Den Zeitpunkt für den „Entry“ kann auf unterschiedlichen Wegen bestimmt werden. Oszillatoren sind ein gängiger Ansatz, um die Range-Entries festzulegen. Hier wiederum kommen verschiedene Varianten infrage. Dazu gehören die diversen „Stochastics“, die sogenannten „Bollinger-Bänder“, der CCI und der „RSI“ (Relative-Stärke-Index). Auch Pivot-Punkte und -Levels vereinfachen ein akkurates Range Trading.

Widerstände und Unterstützungen sollten genutzt werden

Die genannten Oszillatoren fallen in den Bereich der technischen Indikatoren und basieren im Rahmen der Analyse auf mathematischen Kalkulationsmodellen. Es geht darum, eine Berechnung aufzustellen, in deren Rahmen sich das genutzte Handelssignal (der Indikator) im Idealfall im Umfeld einer Mittellinie bewegt. Der Entry wird vorgenommen, wenn zum einen der Kurs des Handelsinstruments den definierten Widerstands- oder Unterstützungsbereich anstrebt/erreicht und zum anderen der zugrunde liegende Handelsindikator einen Extremkurs verbucht. Die eigentliche Ausführung kommt zustande, wenn das aktuelle Momentum eine entgegengesetzte Kursentwicklung aufweist.

Erfolgreicher Einstieg mit einem kostenlosen Broker-Demokonto

Der Handel anhand von Oszillatoren ist für manchen Trader Neuland, was zunächst eine Einarbeitung ins Thema erforderlich macht. Am besten gelingt dies über ein Demokonto, wie es viele Online-Broker auch im Hinblick auf diesen Tradingstil unter Verwendung des Range Tradings zur Verfügung stellen. Dabei geht es zwingend darum, dass alle später beim Echtgeld-Handel verfügbaren Oszillatoren und Indikatoren auch im Testmodus genutzt werden können. Die Einfachheit des Range Tradings heißt nicht automatisch, dass unerfahrene Händler direkt ins Risiko gehen sollten, ohne erst einmal Zeit für das Erlernen der Funktionsweise und der Risiken aufzuwenden. Als Zeitrahmen für das Trading über die Range bieten sich Fristen von maximal 15 Minuten an, was nicht nur auf das Forex Trading, sondern im gleichen Maße auf den Handel mit Differenzkontrakten zutrifft. Was dies bedeutet, liegt spätestens für Fortgeschrittene auf der Hand.

Kurzfristige Gewinne realisieren über die Range

Dank der knappen Zeiträume sind viele Händler, die auf Range-Basis agieren, zugleich im Grunde Nutzer von Scalping-Strategien, die innerhalb kürzester Zeit zahlreiche Positionen eröffnen und schließen, um so über viele kleine Gewinne eine gute Gesamt-Rendite zu realisieren. Positiv fällt beim Range Trading ins Gewicht, dass es nicht unbedingt eindeutige und gravierende Auf- oder Abwärtstrends am Markt erfordert, wenngleich sich auch in diesem Segment bei akuten Nachrichten aus Politik und Wirtschaft Chancen aus extremen Kursveränderungen ergeben können. Das Handeln durch Einsatz von Trendkanälen (also von Ranges) erlaubt Aktivitäten selbst in Phasen, die eher von kleineren Bewegungen gekennzeichnet sind.

Die Ausgangssituation: Händler gehen davon aus, dass sich Kurse nie konsequent in eine einzige Richtung bewegen. Stattdessen kommen die Kurse mehr oder minder regelmäßig nach oben oder unten in Kontakt mit Unterstützungen und Widerständen. Die Kurse bewegen sich dabei mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit länger zwischen dem Hoch- und Tiefkurs einer Range hin und her, als dass sie durchgängig in eine Richtung streben.

Extreme Ausbrüche der Kurse nie völlig auszuschließen

Der Vorteil für Trader bei diesem Tradingstil besteht also darin, dass die fundamentalen Daten weniger gravierend ins Gewicht fallen, sodass die rein technische Analyse im Grunde ausreichend ist. Es versteht sich von selbst, dass nicht allein der richtige Einstiegszeitpunkt für Trader eine Bedeutung hat. Wann der Moment für den Ausstieg gekommen ist, muss die technische Analyse ebenfalls ans Licht bringen. Und das stets in Phasen, in denen keine Trendmärkte erkennbar sind. Eine eher niedrige Volatilität eröffnet Händlern am ehesten den Weg ins Range Trading. Das vorrangige Risiko ist darin zu sehen, dass dieser spezielle Tradingstil nach Handelsstrategie und Marktsituation immer dann Gefahren birgt, wenn „Breakouts“, also deutliche Ausbrüche, am Markt auftreten. Verluste entstehen in diesen Momenten insbesondere, wenn Trader auf derartige Veränderungen nicht im Geringsten eingerichtet sind, es also an den nötigen Absicherungsmechanismen wie Stops nach oben bzw. unten fehlt.

larserichsen

Mein Fazit

Auch Anfänger können sich den Tradingstil auf Basis einer Range zunutze machen, anders als manch anderer Stil nach Handelsstrategie und Marktsituation, der von Händlern weitaus umfangreicheres analytisches Know-how verlangt. Zudem müssen Kunden eines Online-Brokers in diesem besonderen Tradingstil „nur“ einen Kursbereich bestimmen, der aus einem Höchst- und einem Tiefstwert besteht. Ganz ohne ein Verständnis für die Entwicklungen des Finanzmarktes und vor allem ohne Indikatoren, die auch zeitnah Aufschluss über die aktuellen Veränderungen geben können, sind Erfolge eher nicht planbar für Trader. Dann aber erreichen Händler sogar sehr kurzfristig per Daytrading und Scalping Renditen, die sich sehen lassen können.