Tradingstil nach Entscheidungsgrundlage

 

Wenig Zeit? Kurz-Zusammenfassung

  • Bei jedem Trading nach Entscheidungsgrundlage besteht die Option, sich zwischen der manuellen und automatisierten Vorgehensweise zu entscheiden → auf Dauer oder im Wechsel, in angemessener Weise und auf die Situation abgestimmt.
  • Fundamentales Trading und technisches Trading sollte Händlern bereits am Anfang ihrer Karriere ein Begriff sein, um flexibel auf die Veränderungen an den Märkten und Handelsplätzen reagieren zu können. Viele Kennzahlen und Ereignisse können im Ernstfall entscheidend für Erfolge wie auch Misserfolge sein.
  • Nicht jeder Stil passt zu jeder Situation und jedem Händlertypus → Markt-Phasen müssen präzise analysiert werden, damit die richtige Arbeitsweise ausgearbeitet werden kann.

Trading nach Entscheidungsgrundlage – viele Faktoren sind maßgeblich

tradingstil entscheidungNachdem wir bereits ausführlich analysiert haben, welche unterschiedlichen Tradingstile es nach Handelsfrequenz und Haltedauer sowie nach Handelsstrategie und Marktsituation gibt, wollen wir uns auf den folgenden Seiten damit beschäftigen, welcher Tradingstil nach Entscheidungsgrundlage genutzt werden kann. Natürlich bieten sich je nach Typ, Kapital und Arbeitsweise in diesem Bereich verschiedene Ansätze an, um Erfolge zu erreichen. Dabei muss im ersten Schritt klar sei, dass es im Alltag an den Börsen und Handelsplätzen eine enorme Auswahl an Signalen und Ereignissen gibt, die zur Grundlage der tatsächlichen Entscheidungen werden können. Erfolge ohne eigenes Zutun sind natürlich weitgehend ausgeschlossen, sieht man von den Zufallsgewinnen ab, die gerade Anfänger mitunter dazu verleiten, einer eigentlich nicht unbedingt geeigneten Strategie beim Trading auch weiterhin zu vertrauen. Die Frage ist also: Was kann alles zur Entscheidungsgrundlage beim Handel werden?

Handelsindikatoren helfen bei der Auswahl der Strategie

Handelssignale sind nicht allein beim Devisenhandel gute Ratgeber, um immerhin kleinere Gewinne im Pips-Bereich einzustreichen. Schnelle Gewinne garantieren auch die Indikatoren in vielen Fällen eher nicht. Zumal: Nur wer die Signale versteht, wird mit der Analyse ans Ziel gelangen. Zur Vorsicht raten Experten teilweise bei externen Anbietern von Signalen, die diese durchaus als angemessene Entscheidungsgrundlage bewerben. Bevor Trader kostenpflichtige Offerten annehmen, sollten sie jedoch abwägen, wie es um das Kosten-Nutzen-Verhältnis dieser Leistungen als Ergänzung zur Handelsplattform der Online-Broker steht. Interessante Entscheidungsgrundlagen sind immer öfter auch Social-Trading-Modelle, die in immer größerer Zahl im Broker-Vergleich vertreten sind. Hierbei können Händler anderen aktiven und erfolgreichen Tradern folgen und so die Performance der Vorbilder nachbilden.

Der Umfang dieser Systeme variiert je nach Anbieter. Auch hier muss erwähnt werden, dass diese Art von Tradingstil nach Entscheidungsgrundlage keine Gewinngarantie bringt. Im Zentrum der Analyse stehen Aspekte wie die potentiellen Gewinnniveaus und die mit ihnen verbundenen Verlustrisiken. Zudem müssen Händler aktuelle Marktnachrichten jederzeit analysieren und sie dafür zunächst einmal kennen.

Weitere Punkte, die als Entscheidungsgrundlage dienen können, sind:

  1. die bisherige Ausbildungslage der Trader
  2. Unternehmensberichte & aktuelle Marktreports
  3. Prognosen renommierter Wirtschaftsinstitute
  4. politische Meldungen oder Zinsentscheidungen
  5. Broker-Vorankündigungen zu wichtigen Ereignissen mit Einfluss auf den Markt

Auf die definierten Parameter kommt es an

Entscheidungen für Investitionen am Markt können also viele verschiedene Grundlagen haben. Entscheidend sind für Händler an sich in erster Linie die eigenen Vorstellungen davon, welche Gewinne angestrebt werden und welche Risiken man einzugehen bereit ist. Damit verbunden ist generell und unter allen Umständen auch die Bestimmung des zeitlichen Spielraums, innerhalb dessen man sich mit den aktiven wie den passiven Umständen des Tradingstils auf Entscheidungsgrundlage befassen kann. Denn es geht eben nicht allein darum, Handelssignale zur Kenntnis zu nehmen oder Fachmedien auf lohnende Spekulationen hin zu studieren. Schon bei der Frage, ob sich Anleger nur für diskretionäres Trading begeistern oder alternativ dazu sinnvollerweise die Vorzüge des automatisierten Tradings für sich entdecken sollen, scheiden sich vielfach die Geister.

Der Grund: Mancher Trader möchte sich nicht auf die automatische Order-Ausführung per Computer verlassen und bevorzugt nach wie vor die manuelle Arbeitsweise, bei der alle Entscheidungsgewalt beim Menschen selbst liegt.

Zu den Tradingstilen nach Entscheidungsgrundlage gehören vor allem diese Ansätze:

  1. technisches Trading
  2. fundamentales Trading
  3. diskretionäres Handeln (mit manuellem Ansatz)
  4. automatisiertes Trading (durch sogenannte Handelssysteme)
  5. diverse Mischformen in der Praxis

Wichtige Faktoren für Marktveränderungen müssen bekannt sein

Die genaue Analyse der Grundlagen-Strategien zeigt, dass gerade in ihrer Kombination die Lösung liegen kann. Ähnlich verhält sich die Lage übrigens, wenn es um die Überlegung geht, ob technisches Trading mittels Indikatoren-Auswertung durch einen Einsatz der Charttechnik und Markttechnik für die eigenen Zwecke eher infrage kommt als fundamentales Trading unter Einbeziehung relevanter Kennzahlen und ökonomischer Daten – an diesem Punkt führt das Sowohl-als-auch Händler in aller Regel zumindest auf lange Sicht fast immer eher zum Erfolg als die Verwendung eines einzigen Ansatzes. Schon deshalb definieren wir auf den folgenden Seiten eingehend die positiven Seiten der insgesamt vier Trading-Varianten nach Entscheidungsgrundlage (samt ihrer Mischformen in der Praxis), ohne dass dabei etwaige Kritikpunkte auf der Strecke bleiben.

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Mein Fazit

Das Sprichwort „Alle Wege führen nach Rom“ trifft in gewisser Weise auch auf das Trading nach Entscheidungsgrundlage zu, denn hier gibt es viele Optionen und Tradingstile, durch die Händler am Ende den erhofften Erfolg erreichen können. Zur Frage, welcher Weg in welcher Phase die besten Aussichten aufweist, braucht es jedoch ein gewisses Basiswissen. Denn am Anfang fällt es oft schwer, den idealen und der Situation angemessenen Ansatz zu erkennen und mit aller Konsequenz zu verfolgen. Die technische Analyse kann wie ein fundamentales Trading für sich allein gestellt Gewinne einbringen oder im Zusammenspiel Verwendung finden. Gleiches gilt für manuelles diskretionäres Handeln sowie automatisiertes Trading – auch in diesem Fall kommt es in vielen Phasen auf den Mix verschiedener Konzepte an.

Autor: RP