Basket-Zertifikate

 

Basket-Zertifikate (auch in der alternativen Schreibweise als Basket Zertifikate) machen ihrem Namen alle Ehre. Nach dem englischen Begriff „Basket“ für „Korb“ wird durch Produkte dieser Art in der Tat ein kompletter verschiedener Anlageinstrumente abgebildet – vielfach stammen die dem Zertifikat zugrundeliegenden Basiswerte vom Aktienmarkt, allerdings können durchaus auch andere Produkte als Underlyings (Basis- oder Vermögenswerte) dienen. Dazu gehören letzten Endes ebenfalls verschiedene Indizes oder Rohstoffe, wobei Aktien den Löwenanteil ausmachen in dieser Sparte der Zertifikat Börsen wie auch im Segment des außerbörslichen Handels.

Gebündeltes Risiko als Vorteil Einzelwert-Zertifikaten gegenüber

basket zertifikateBasket Zertifikat sind bei Anlegern vor allem dann beliebt, wenn sie darauf verzichten möchten, mit einzelnen Werten ein zu hohes Risiko einzugehen. Stattdessen gelingt durch das Spekulieren auf die Entwicklungen der Kurse in einer bestimmten Branche oder auch von Regionen oder Rohstoffen (die ebenfalls Ausgangspunkt eines solchen Zertifikats sein können) mit einem deutlich leichter zu kalkulierenden Risiko, wenn Händler nur ausreichend Zeit in die Analyse investieren. Üblicherweise setzen sich Basket Zertifikate aus weniger vielen verschiedenen Wertpapieren zusammen, als es im Falle des Vergleichsindex gegeben wäre.

Mitunter mehr als ein Dutzend Werte kombiniert

Dies bedeutet jedoch nicht, dass ein einzelnes Basket-Zertifikat nicht durchaus aus bis zu 20 Wertpapieren zusammengesetzt werden kann – hier hat der Emittent wie immer mehr als genug Spielraum, den er zur individuellen Gestaltung für sich nutzen kann. Was die Obergrenzen der relevanten Wertpapiere angeht, orientieren sich viele Herausgeber eher im mittleren einstellen Bereich. Anleger müssen wissen: Mit den Gewinnaussichten steigt beim Investieren in Basket Zertifikate auch das Risiko in Relation zum direkten Index-Vergleich. Ein Unterschied zu normalen Aktieninvestment besteht darin, dass Basket-Produkte nicht mit dem Anspruch auf Erhalt einer Dividendenleistung verbunden sind. Das investierte Kapital bzw. das Bezugsverhältnis entscheidet, in welchem Umfang der jeweilige Händler an dem gehandelten Zertifikat (und dem Korb, der die Basis ist) beteiligt ist.

Wie stellen Herausgeber ihre Produktkörbe genau zusammen?

Emittenten können Wertpapierkörbe recht frei gestalten – Bedingung ist in aller Regel allerdings, dass die Kurse der Basiswerte regelmäßig, möglichst mindestens täglich festgestellt werden. Die im Moment der Herausgabe der Basket Zertifikate angesetzten Kriterien für die Auswahl und Zusammenstellung des Korbs sind für die gesamte Laufzeit bindend und bleiben somit stets identisch. Dies bedeutet indes nicht, dass der Korbinhalt nicht trotzdem während der Laufzeit korrigiert werden kann. Vielmehr kann dies sogar obligatorisch für Emittenten sein, wenn sie beispielsweise die Aktien der größten IT-Konzerne an einer bestimmten Börse zur Grundlage ihres Basket-Zertifikats machen und sich die Rangfolge zwischenzeitlich verändern sollte. In dieser Situation wären Anpassungen zur Einhaltung der zu Beginn angelegten Parameter also letzten Endes sogar unerlässlich. Für derartige Umstellungen können ebenfalls schon im Vorfeld der Emission eines Zertifikats feste Termine vereinbart werden.

Anleger sind mit Basket Zertifikaten immer dann erfolgreich, wenn ihre Produkte die Benchmark – also die als Vergleichswert dienenden Fonds, Indizes oder die Aktien im Korb – übertreffen. Unterschieden wird am Markt zwischen den schon erwähnten Regions- oder Regionen-Zertifikate (auch Länder-Zertifikate), Strategie- und Themen-Zertifikaten sowie Branchen-Produkten als dritte Rubrik. Händler können also sehr genau definieren, welchen Weg sie einschlagen möchten.